Guadeloupe Part III: Wandern & Chutes du Carbet

Nachdem wir einen entspannten Tag auf den Iles des Saints verbracht hatten, waren wir am Samstag wieder ein bisschen sportlicher unterwegs: Wir unternahmen eine rund dreistündige Wanderung zur Grande Pointe, einer der ehemaligen Verteidigungseinrichtungen von Guadeloupe. Den Sonntag verbrachten wir entspannt am Strand Malendure. An unserem letzten Tag auf Basse-Terre statteten wir den Wasserfällen Chutes du Carbet im Landesinneren einen Besuch ab.

Küstenwanderung zur Grande Pointe

Küstenwanderung zur Grande Pointe auf Guadeloupe

Immer wieder ging der Trail ziemlich steil abwärts

Die Wanderung zur Grande Pointe machte anfangs keinen besonders reizvollen Eindruck: Von einem Weg war während der ersten paar hundert Meter kaum etwas zu sehen. Stattdessen mussten wir über riesige Felsen klettern, die zum Teil mit Müll überladen waren, den das Meer angespült hatte.

 

Nach ein paar Minuten ging der Trail dann aber zum Glück doch noch in eine schöne, wenn auch zeitweise ziemlich anspruchsvolle Wanderung über. Der Weg führte uns durch dichtes Gestrüpp, tropischen Regenwald und über steile Felsen.

 

Grande Pointe Guadeloupe

Atemberaubende Ausblicke von der Grande Pointe

Immer wieder wanderten wir auch direkt an der Küste entlang, wo wir wirklich sagenhafte Ausblicke über den Ozean und die Nachbarinseln geboten bekamen. Unterwegs passierten wir die Grande Pointe – einer der wichtigsten, ehemaligen Verteidigungsstützpunkte Guadelopes, der zum Teil noch immer gut erhalten ist.

 

Auch zwei Kanonen, die direkt auf die Îles des Saints gerichtet sind und der Abwehr von Feinden dienten, wurden nie von ihrem historischen Standort entfernt.

 

Wasserfall und Quelle auf Guadeloupe

Ein erfrischendes Bad zur Belohnung

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir das eigentlich Ziel unserer Wanderung: Eine kleine Quelle, die von einem Wasserfall mit glasklarem Wasser versorgt wird. Hier konnten wir erst einmal ein kühles Bad genießen, bevor wir uns dann auf den Rückweg machten.

 

Ziemlich ausgelaugt fuhren wir vom Ausgangspunkt direkt weiter zum Strand Bananier, wo wir uns im kreolischen Restaurant De Rivage erstmal mit einem leckeren 3-Gänge-Menü belohnten. Vom Restaurant aus konnten wir zum ersten Mal seit unserer Ankunft auf Guadeloupe ein paar Surfer beobachten, denn der Bananier ist einer der ganz wenigen Surfstrände auf Basse-Terre – Die richtig guten Spots erwarten uns erst auf Grande-Terre.

Sonntag auf Guadeloupe: Relaxen am Strand Malendure

Den Sonntag nutzen die meisten Einheimischen zum Relaxen am Strand oder für Wassersportaktivitäten. Wir taten es ihnen gleich und fuhren am Vormittag in Richtung Norden nach Malendure. Am gleichnamigen Strand bekommen Touristen zahlreiche Wassersportmöglichkeiten geboten. Ob Schnorcheln, Tauchen, Kayaken oder eine Fahrt mit dem Glass-Bottom-Boat: Hier findet garantiert jeder das Richtige.

Wanderung zu den Chutes du Carbet

Chutes du Carbet Guadeloupe

Am Deuxieme Chute angekommen

Die Wasserfälle Chutes du Carbet sind wohl die imposantesten der Kleinen Antillen und damit ein echtes „Muss“ für jede Guadeloupe-Reise. Sie entspringen der Ostflanke des Vulkans La Soufriere als heiße Quellen (ca. 95 Grad!) und stürzen sich in drei verschiedenen Strömen vom Berg herab. Die drei Wasserfälle (Premiere Chute, Deuxieme Chute und Troisieme Chute) sind somit nur über unterschiedlich lange und unterschiedlich anspruchsvolle Wanderungen zugänglich.

 

Für uns ging`s zuerst zum Deuxieme Chute. Der 110 Meter hohe Wasserfall ist am einfachsten und innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Leider kann man ihn nur mit etwas Abstand bestaunen – trotzdem waren die Wassermassen wirklich beeindruckend und der Anblick einfach wunderschön.

Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung

Grand Etang Guadeloupe

Der Grand Étang liegt mitten im Regenwald eingebettet

Danach hatten wir leider kein Glück mehr. Die rund vierstündige Wanderung zum Troisieme Chute mussten wir etwa nach der Hälfte abbrechen. In der Region der Chutes du Carbet hatte es kurz zuvor stark geregnet, sodass wir nach einer Stunde bis zu den Knien im Schlamm standen. Außerdem wurde der ohnehin schon steile Weg immer rutschiger, sodass wir uns letztendlich schweren Herzens entschlossen, umzukehren.

Urwald Farne Guadeloupe

Bis zu zwei Meter große Blätter

 

Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Abstecher zum Grand Etang  – einem idyllischen Urwaldsee, der durch Lavabarrieren aufgestaut wurde. Richtig beeindruckend waren in diesem Teil des Regenwaldes auch die bis zu zwei Meter großen Blätter der „Philodendron giganteum“ („Baumfreund“) die die Bergstraße rechts und links säumen.

 

Damit neigt sich unsere Zeit auf der grünen Halbinsel Basse-Terre auch schon wieder dem Ende zu. Morgen geht es weiter nach Grande-Terre, wo wir uns zunächst die größte Stadt von Guadeloupe (Pointe-a-Pitre, ca. 200.000 Einwohner) ansehen und dann weiter zu unserer nächsten Unterkunft nach Saint-Francois fahren wollen.

Hier geht unsere Guadeloupe Reise weiter

Die besten Hotels auf Guadeloupe: Hier haben wir übernachtet

Wir haben jeweils eine Woche im Marina Quality Stay auf Grande-Terre und im Villa Paradis Tropical auf Basse-Terre gewohnt. Leider ist es auf Guadeloupe wahnsinnig schwer, bezahlbare und dennoch gute Unterkünfte zu finden. Diese beiden bieten aber ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine hohe Sauberkeit und nettes Personal:

Grande-Terre: Das Marina Quality Stay

Basse-Terre: Villa Paradis Tropical 

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