Zuletzt überarbeitet am 13. Februar 2026 von Franzi
Sao Paulo in Brasilien ist eigentlich gar nicht so übel. Klar, die Stadt ist ein Betondschungel – riesig, grau und industriell. Aber dafür gibt es an jeder Ecke leckeres Essen und tolle Shoppingmöglichkeiten (Havaianas Concept Store – Rua Oscar Freire!). Und das Beste: Wer der Großstadt für einen oder zwei Tage entfliehen möchte, kommt ganz einfach mit dem Bus an die umliegenden Traumstrände. Und so gelangt ihr von Sao Paulo zum Strand.
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Inhalt
Von Sao Paulo zum Strand: So einfach geht’s
Die meisten Reisenden verschlägt es eher ungewollt nach Sao Paulo, denn die Flüge sind von Deutschland aus oft günstiger als nach Rio de Janeiro oder Fortaleza. Wer länger in Sao Paulo bleibt, hat meistens berufliche Gründe. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Wunsch nach Sonne, Strand und Meer unerfüllt bleiben muss. Denn wer sich einen oder zwei Tage freischaufeln kann, kommt mit dem Bus in eineinhalb Stunden von der Großstadt ins Paradies.
Los geht die Reise von Sao Paulo zum Strand am Busterminal Jabaquara. Dorthin kommt ihr am besten mit dem Taxi, das pro halbe Stunde ungefähr 60 bis 85 Real kostet (ca. 11–15 €). Im Terminal könnt ihr euch am Schalter der Firma ULTRA für 130 Real (ca. 22 Euro, Stand 2026) ein Return-Busticket mit Sitzplatzreservierung nach Bertioga kaufen. Die aktuellen Fahrtzeiten findet ihr hier.
Die Fahrt nach Bertioga dauert je nach Verkehr ungefähr eine Stunde und 40 Minuten. Von dort aus kommt ihr zu Fuß, mit dem Bus oder mit dem Boot an verschiedene Strände.
Ganz besonders kann ich euch den Prainha Branca empfehlen. Um dort hinzukommen, müsst ihr von der Bushaltestelle aus ungefähr 200 Meter zum Hafen laufen. Dort könnt ihr entweder auf die kostenlose Fähre warten (die gelbe) oder für ca. 25 Real pro Person (ca. 4 Euro) auf dem Speedboot mitfahren.


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Prainha Branca: Einer der schönsten Strände bei Sao Paulo
Das Speedboot bringt euch direkt an den Sandstrand. Wenn ihr mit der Fähre fahrt, müsst ihr ca. 20 Minuten auf einem gut ausgebauten Weg durch den Regenwald wandern, um zum Strand zu kommen. Der Spaziergang lohnt sich aber, denn unterwegs könnt ihr die tolle brasilianische Pflanzenwelt bestaunen.
Am Prainha Branca gibt es eine Strandbar mit Restaurant. Das Essen ist richtig lecker und relativ günstig. Hinter dem Restaurant findet ihr einige Cabanas, die an Touristen und Einheimische vermietet werden. Dort könnt ihr euch auch SUPs, Surfboards und Bodyboards ausleihen.
Auf der rechten Seite der Bucht (vom Strand aus gesehen) ist das Wasser sehr ruhig und perfekt zum Baden und Schnorcheln. Links bilden sich kleine bis mittelgroße Wellen mit viel Weißwasser. An der Bushaltestelle von Bertioga gibt es übrigens ein paar kleine Shops, in denen ihr euch Schnorchelausrüstung und Bodyboards kaufen könnt.



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Achtung Überfälle! Ein paar Tipps zur Sicherheit in Sao Paulo
Sao Paulo und auch das Umland ist ein heißes Pflaster. Überfälle, vor allem auf Touristen, sind leider an der Tagesordnung. Besonders in öffentlichen Transportmitteln, an Straßenkreuzungen mit Ampeln bzw. im stockenden Verkehr aber auch in teureren Vierteln und am Strand müsst ihr besonders gut aufpassen.
Immer wieder gibt es auch die sogenannten Express-Kidnappings, bei denen Touristen über mehrere Stunden festgehalten und zum Abheben von Bargeld am Automaten gezwungen werden.
Das könnt ihr tun, um auf der sicheren Seite zu sein: Tragt immer nur wenig Bargeld bei euch – am besten in der Jacken- oder Hosentasche. Auf Handtaschen und Portemonnaies solltet ihr wenn möglich ganz verzichten. Auch Wertgegenstände wie Uhren, Schmuck oder das Smartphone sind im Hotel besser aufgehoben. Ich habe selbst immer einen alten Geldbeutel mit ein paar Scheinen und ein altes Handy dabei – beides kann ich im Notfall ohne große Verluste herausgeben.
Sowohl am Prainha Branca als auch im Bus von Sao Paulo zum Strand haben wir uns aber die ganze Zeit über sehr sicher gefühlt. Solange ihr immer ein Auge auf eure Wertsachen habt und nur das Nötigste mit auf die Insel nehmt, müsst ihr euch keine Sorgen machen.
Die Brasilianer sind wirklich unglaublich freundlich. Obwohl in Brasilien kaum jemand Englisch spricht, macht es ihnen richtig viel Spaß, sich mit Händen und Füßen mit den Touris zu unterhalten. Falls ihr Spanischkenntnisse habt, umso besser: Wenn ihr ganz langsam Spanisch sprecht, können euch die meisten Brasilianer ganz gut verstehen.



10 FAQs rund um die Reise von Sao Paulo zum Strand
1. Welche Strände sind von São Paulo aus gut erreichbar?
Beliebt sind Bertioga, Guarujá, Praia Grande, Ilhabela und Ubatuba. Für einen schnellen Tagesausflug eignen sich vor allem Bertioga oder Guarujá. Wer mehr Natur und weniger Hochhäuser möchte, fährt weiter Richtung Ubatuba oder Ilhabela.
2. Wie kommt man ohne Auto von São Paulo an den Strand?
Vom Terminal Jabaquara fahren regelmäßig Busse an die Küste, zum Beispiel nach Bertioga oder Guarujá. Die Fahrt dauert je nach Ziel etwa 1,5 bis 3 Stunden. Tickets sind vergleichsweise günstig und können online oder direkt am Terminal gekauft werden.
3. Wie lange dauert die Fahrt ans Meer?
Nach Bertioga oder Guarujá braucht ihr rund 1,5 bis 2 Stunden, je nach Verkehr. Richtung Ubatuba oder Ilhabela dauert es eher 3 bis 4 Stunden. Am Wochenende kann es deutlich länger dauern, besonders bei gutem Wetter.
4. Lohnt sich ein Tagesausflug oder sollte man übernachten?
Ein Tagesausflug ist möglich, aber recht straff. Wer entspannt baden, essen gehen und vielleicht noch einen Sonnenuntergang sehen möchte, plant besser eine Nacht ein. Besonders am Wochenende lohnt sich eine Übernachtung, um Staus zu vermeiden.
5. Wann ist die beste Reisezeit für einen Strandtrip?
Die Sommermonate von Dezember bis März sind heiß und ideal zum Baden, allerdings auch sehr voll. In der Nebensaison zwischen April und November ist es ruhiger, das Wasser bleibt meist angenehm warm.
6. Sind die Strände rund um São Paulo sicher?
Die meisten touristischen Strände gelten als sicher, besonders tagsüber. Achtet dennoch auf eure Wertsachen und meidet abgelegene Bereiche nach Einbruch der Dunkelheit. Informiert euch zusätzlich über die Strömungsverhältnisse, da manche Strände starke Wellen haben.
7. Welche Strände eignen sich für Natur und Ruhe?
Ubatuba bietet viele naturbelassene Buchten im Atlantischen Regenwald. Auch Ilhabela ist bekannt für grüne Hügel und kleinere, ruhigere Strände. Wer es einfacher erreichbar möchte, findet in Bertioga ebenfalls ruhigere Abschnitte.
8. Kann man von São Paulo aus surfen gehen?
Ja, besonders in Ubatuba und Guarujá gibt es gute Surfspots für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Surfschulen und Boardverleih sind in vielen Strandorten vorhanden.
9. Wie teuer ist ein Strandwochenende?
Busfahrten kosten meist umgerechnet etwa 10 bis 15 Euro pro Strecke. Unterkünfte reichen von günstigen Pousadas bis zu Hotels direkt am Strand. Essen ist in Strandrestaurants etwas teurer als in São Paulo, aber insgesamt moderat.
10. Gibt es auch versteckte Strände in der Nähe?
Ja, neben den bekannten Orten gibt es kleinere Buchten, die oft nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind, zum Beispiel rund um Bertioga oder Ilhabela. Diese sind meist weniger überlaufen und bieten eine ruhigere Atmosphäre.











Ich war vor ein paar Jahren auch mal in Sao Paulo. Aber wie du schon schreibst, war die Stadt für uns auch nur der Ausgangspunkt für unsere Brasilienreise. Bin gerade total geflasht, dass diese hässliche Metropole solche Schätze versteckt hält 🙂
Hi Gina. Oh ja, das hatte ich auch nicht erwartet. Der Aufwand mit Taxi, Bus und Fähre war schon ziemlich groß für einen Tag. Aber das war’s auf jeden Fall wert. Sonst konnte man wirklich nicht viel anderes machen, als im Hotel am Mini-Pool zu liegen oder Shoppen zu gehen. Da ist mir der Strand noch tausendmal lieber 🙂 LG Franzi
Da kommen gerade tolle Erinnerungen hoch 🙂 Brasilien ist wirklich eines meiner absoluten Lieblingsreiseländer auf diesem Planeten. Ich hoffe soo sehr, dass ich es dieses oder nächstes Jahr nochmal dort hinschaffe. LG Anne
Das kann ich mir vorstellen. Ich würde Brasilien auch wahnsinnig gerne einmal länger bereisen. Mal sehen, vielleicht im Winter 🙂 Dann aber unbedingt nach Rio und von dort aus nach unten durcharbeiten. LG Franzi
Oh ja, flieg unbedingt nach Rio durch, wenn du mal die Gelegenheit bekommst. Es lohnt sich wirklich, sogar für einen Tag 🙂
Das mach ich auf jeden Fall 🙂
Hi Franzi!
Wow ich bin echt neidisch, ich hab mal für 7 Monate in Brasilien gelebt und vermisse es sehr …und an die Strände von Sao Paulo hab ich’s damals nicht geschafft 🙂
Aber die Aussage dass Sao Paulo kulturell nichts zu bieten hat ist schlichtweg falsch… Sao Paulo hat eine der besten Kunstszenen in ganz Lateinamerika. Dazu muss man sich nur die ganzen Museen und Kulturzentren anschauen (CCBB, Itaú Cultural, etc.), die zeitgenössische Kunstausstellung auf Weltniveau (!) kostenlos (!!) anbieten; die Seitenstraßen der Av. Paulista mit Kleinkunstkinos und sehr interessanten Geschäften; die Biennale von Sao Paulo; oder das Künstlerviertel Vila Madalena, dort gibts Streetart an jeder Ecke, begnadete Designer und jeden Abend unfassbar gute Live-Musik. Aber das sind halt Sachen die nicht im Reiseführer stehen bzw. die sich einem vielleicht nicht erschließen wenn man nur 1-2 Tage in SP bleibt.
Trotzdem viel Spaß noch! 😉
LG Steffi
Hallo Steffi,
ja, da hast du bestimmt Recht, das war mal wieder so dahingeschrieben :-). Jedenfalls vielen Dank für deine tollen Tipps. Wenn ich das nächste Mal nach Sao Paulo komme, werde ich auf jeden Fall einiges davon ausprobieren. Liebe Grüße, Franzi
Brasilien – mein Traumland 🙂 Im Herbst fliege ich endlich einmal selbst hin.
Oh ja, ich möchte auch unbedingt noch einmal hin und dann auch mehr Zeit haben 🙂 LG Franzi
Hallo,
was bin ich froh das ich auf diesen Blogbeitrag gestoßen bin. Ich bin zur Zeit beruflich für 2 Wochen in Sao Paulo, nach einer Wochen wird der Betondschungel dann doch etwas langweilig und man hat im Zentrum von Paulista irgendwie alles gesehen.
Also ging es am Sonntag (gestern) nach genau deiner Anleitung an den Strand. Einfach traumhaft dort am Prainha Branca. (Blauer Himmel bei 32 Grad)
Auch die Busfahrt war sehr sehenswert, wenn man dort am Abhang durch Berg und Tal fährt.
Vielen Dank das ich durch dich diesen wunderbaren Ort aufsuchen konnte, alleine ohne Anleitung hätte ich mich wohl nicht getraut mich auf den Weg zu machen.
Viele Grüße aus (noch) Sao Paulo
Björn
Oiee Franzi, Ich war auch in Prainha Branca, die Leute sind super freundlich, du hast Recht, es gibt immer gute und negative Leute wie in allen Ländern. Sie haben meinen Pass und meine tasche gestohlen, aber dank der Botschaft konnte ich diesen schlechten Moment lösen. Danke für deinen Blog, mach weiter. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag .