8 Lieblingsorte für deinen Kurztrip nach Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist kein Ort, an dem ich ewig rumhängen würde. Die Stadt ist total cool und aufregend – aber Brasilien hat einfach noch viel mehr zu bieten. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Tage an diesem verrückten Ort zu verbringen. Denn nirgendwo sonst sind die Caipirinhas stärker, die Bikinis knapper und die Menschen schöner. Und so ganz nebenbei hat Rio sogar noch ein Weltwunder im Programm.


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1. Copacabana: Caipis, Surfen und Brazilian Beachwear

Wer die letzten 20 Jahre nicht unter einem Stein gelebt hat, kennt ihren Namen: Die Copacabana ist der berühmteste Strand in Rio de Janeiro und vielleicht sogar auf der ganzen Welt. Der vier Kilometer lange Riesensandkasten im gleichnamigen Stadtteil Copacabana zieht Touristen an wie Fliegen – hier ist jeden Tag und jede Nacht die Hölle los.

 

Die Copacabana ist ein Muss für jeden Rio-Besuch. Ein bisschen schauen, ein bisschen shoppen und am Abend ein paar Caipis – am besten in einer der vielen Strandbars entlang der schön gestalteten Calçadão de Copacabana. Einen entspannten Strandtag werdet ihr hier aber nicht verbringen. Denn es ist laut, chaotisch und die vielen tausend Händler lassen euch nicht eine Sekunde in Ruhe.

 

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Rio de Janeiro Copacabana zum Sonnenuntergang

Ein paar Caipis zum Sundowner an der Copacabana – ein Muss für jeden Rio-Besuch

2. Zuckerhut: Der schönste Sonnenuntergang in Rio de Janeiro

Der Zuckerhut (Pão de Açúcar) ist mein absolutes Rio de Janeiro Highlight. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Stimmung einfach magisch. Die Aussicht, die Farben und die Lichtverhältnisse, die sich jede Sekunde verändern – ich liebe es! Alle Infos rund um euren Ausflug auf den Zuckerhut findet ihr übrigens in diesem Artikel.

Zuckerhut (Pao de Acucar) in Rio de Janeiro, Brasilien, zum Sonnenuntergang

Fahrt unbedingt zum Sonnenuntergang auf den Zuckerhut. So schön dort oben

Zuckerhut (Pao de Acucar) in Rio de Janeiro, Brasilien, zum Sonnenuntergang

Nach einem langen Tag im chaotischen Rio de Janeiro einfach mal ein bisschen runterkommen

3. Morro da Urca: Mehr als nur ein Zwischenstopp

Der Morro da Urca ist die erste Bergstation auf dem Weg zum Zuckerhut – der Preis für die Seilbahnfahrt ist aber leider der gleiche. An besonders überlaufenen Tagen könnt ihr hier dafür den Sonnenuntergang entspannter beobachten als auf dem Zuckerhut. Die Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden Ausblick auf Rio de Janeiro und viele verschiedene Perspektiven.

 

Wer mag, kann auch zu Fuß auf den Morro da Urca laufen. Der Einstieg für den Trail liegt gegenüber der Talstation an der Praça General Tibúrcio. Von dort aus geht es ein Stück an der Küste entlang und dann nach oben. Die Tour ist ziemlich anstrengend und es gibt einige Höhenmeter zu bewältigen. Die meiste Zeit führt der Weg aber durch den Wald, sodass auch warme Temperaturen gut auszuhalten sind. Unterwegs bekommt ihr immer wieder kleine Affen zu sehen – bitte nicht füttern! Ansonsten braucht ihr für den Aufstieg ungefähr 40 Minuten.

Zuckerhut (Pao de Acucar) in Rio de Janeiro, Brasilien, zum Sonnenuntergang

Die Aussicht vom Morro da Urca ist fast so schön wie die vom Zuckerhut – und es sind viel weniger Besucher dort

Zuckerhut (Pao de Acucar) in Rio de Janeiro, Brasilien, zum Sonnenuntergang

Ich liebe die Muster, die das Licht und die Wellen kurz vor dem Sonnenuntergang in den Ozean zeichnen

4. Cristo Redentor: Das Weltwunder auf dem Corcovado

Noch so ein Highlight in Rio de Janeiro: Cristo Redentor auf dem Berg Corcovado. Die Christusstatue ist 30 Meter hoch und stammt aus dem Jahr 1931. Am 7. Juli 2007 wurde der Cristo Redentor in Lissabon zu einem der „Neuen Sieben Weltwunder“ gewählt. Die Statue ist wirklich sehenswert – fragt aber unbedingt unten nach, wie die Sicht gerade ist. Denn an wolkigen Tagen ist der Jesus oft komplett in Nebel getaucht.

 

Auf den Berg kommt ihr am einfachsten mit dem Minibus. Tickets gibt es am östlichen Ende der Copacabana und am Largo do Machado im Stadtteil Catete. Inklusive Eintritt zum Monument kostet der Spaß ungefähr 48 Real (ca. 13 Euro). Die Minibusse fahren jede halbe Stunde und brauchen für die Fahrt ungefähr 20 Minuten. Alternativ könnt ihr auch in Cosme Velho die Zahnradbahn nehmen. Der Preis ist ungefähr der gleiche und auch hier geht es alle 30 Minuten nach oben. Die dritte Alternative wäre ein Taxi. Dabei müsst ihr das letzte Stück allerdings laufen – die Tickets könnt ihr dann direkt am Christus kaufen.

Cristo Redentor Christusstatue in Rio de Janeiro

An bewölkten Tagen verschwindet die Christusstatue zeitweise komplett im Nebel

5. Santa Teresa und die Escadaria Selarón

Santa Teresa ist eine meiner Lieblingsecken in Rio de Janeiro. Früher war der Stadtteil ein gehobenes Wohnviertel und hauptsächlich von reichen Ausländern besiedelt. Heute gilt Santa Teresa als Künstlerviertel und ist vollgestopft mit Ateliers, Galerien und kleinen Museen. Am liebsten mag ich aber die Straßenkunst, die man hier an jeder Ecke findet.

 

Das Wahrzeichen des Stadtteils ist die Escadaria Selarón – eine bunt geflieste Treppe, die euch schon von weitem entgegenleuchtet. Die 200 Stufen führen nach Lapa und sind komplett mit verschiedenen, farbigen Kacheln aus 150 verschiedenen Ländern verziert. Geschaffen hat das Ganze übrigens Jorge Selarón, ein Künstler aus Chile. Die erste Fliese hat er 1989 gelegt – und dann bis zu seinem Tod 2013 nicht mehr damit aufgehört.

Rio de Janeiro Streetart in Santa Teresa

Streetart in Santa Teresa – der wahrscheinlich bunteste Stadtteil in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro Streetart in Santa Teresa

Mein Lieblingskunstwerk. Die Farben sind einfach wunderschön, oder was meint ihr?

Rio de Janeiro Escadaria Selaron Treppe in Santa Teresa

Relaxen auf der Escadaria Selaron in Santa Teresa – jede Fliese ist anders und es gibt so viel zu entdecken

Rio de Janeiro Escadaria Selaron Treppe in Santa Teresa

Ganz oben auf der Treppe haben wir noch diese riesige Brasilienflagge gefunden

6. Sport und Relaxen an der Lagoa Rodrigo de Freitas

Die Lagoa Rodrigo de Freitas im Stadtteil Lagoa gilt als das Herz von Rio de Janeiro (Coração do Rio). Die Lagune ist beliebt bei Wassersportlern – viele Einheimische und Touris fahren hier Wasserski oder gehen zum Rudern. Wer möchte, kann auch ein Tretboot mieten oder den See mit dem Fahrrad umrunden. Mein Highlight: Alle paar Meter gibt es frische Kokosnüsse zu kaufen – so lecker!

Rio de Janeiro Sightseeing Lagoa Rodrigo de Freitas

Ich liebe die frischen Kokosnüsse in Rio de Janeiro – so gesund und so lecker!

Rio de Janeiro Sightseeing Lagoa Rodrigo de Freitas

Rund um den See habt ihr einen tollen Blick auf die hügelige Landschaft von Rio de Janeiro

7. Der Botanische Garten: Ein bisschen Stadtflucht

Im Botanischen Garten von Rio de Janeiro gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Brasiliens wildschöne Natur zu bieten hat. Er liegt im Stadtviertel Jardim Botânico und ist mit dem Bus zu erreichen. Lasst euch am besten im Hotel die genaue Busnummer raussuchen, denn die ändert sich aus irgendeinem Grund ständig.

 

Der 140 Hektar große Botanische Garten ist die Heimat von rund 6.500 Arten. Weil einige davon vom Aussterben bedroht sind, wurde der Jardim Botânico von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt. Besonders schön ist der See mit seinen Riesenwasserpflanzen – hier blüht auch die größte Seerose des Amazonas.

Rio de Janeiro Sightseeing Botanischer Garten Jardim Botanico

Noch so ein Highlight im Botanischen Garten: Die Kakteenlandschaft

Rio de Janeiro Sightseeing Botanischer Garten Jardim Botanico

Der See liegt in der Mitte vom Botanischen Garten. Die Spiegelungen im Wasser sind wahnsinnig schön

8. Beach- und Nightlife in Ipanema

Ipanema gehört zu den teuersten aber auch zu den schönsten Stadtvierteln in Rio de Janeiro. Der Strand ist einfach wunderbar und auch wesentlich entspannter als die Copacabana. Das eigentliche Highlight von Ipanema sind aber die vielen Bars, Restaurants und Clubs. Am besten hat es uns im Via Sete in der Rua García d’Avila gefallen. In Ipanemas Bars und Clubs treffen sich die schönen Menschen von Rio de Janeiro. Die Eintrittspreise sind zum Teil ziemlich happig, aber für eine Nacht kann man sich das schonmal gönnen.

Rio de Janeiro Ipanema Nightlife

Abends gibt es oft Livemusik, DJs und Partys in den Straßen von Ipanema

Rumkommen und öffentliche Verkehrsmittel in Rio de Janeiro

Taxis sind in Rio de Janeiro ziemlich günstig. Die Fahrt vom Domestic Airport zur Copacabana dauert je nach Verkehr ca. 20 Minuten und kostet ungefähr 40 Real (ca. 11 Euro). Auch nachts gibt es überall Taxis, mit denen wir nur gute Erfahrungen gemacht haben. Die Fahrer schalten unaufgefordert das Taximeter an und fahren auch keine unnötigen Umwege.

 

Leider ist das Metrosystem in Rio de Janeiro nicht besonders gut ausgebaut. Aktuell gibt es nur zwei Linien und 25 Stationen – eine dritte Linie ist in Planung. Die meisten Sehenswürdigkeiten könnt ihr mit der Metro gut erreichen – zum Beispiel die Copacabana, Ipanema, Santa Teresa oder Botafogo (hier geht’s zum Zuckerhut). Viele Parks und der Botanische Garten liegen aber außerhalb des Metrosystems und ihr müsst den Bus nehmen. Grundsätzlich kein Problem – wenn sich nur die Busnummern nicht ständig ändern würden. Lasst euch die aktuellen Nummern deshalb am besten morgens von den Hotelangestellten raussuchen.

Zuckerhut (Pao de Acucar) in Rio de Janeiro, Brasilien, zum Sonnenuntergang

Die Copacabana bei Nacht: Zum Glück nur ein paar Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt

Mein Hoteltipp für Rio de Janeiro – und ein kleines Fazit

Wir haben in den CLH Suites Rio* übernachtet – rund zehn Minuten zu Fuß von der Copacabana und der Metrostation Siqueira Campos entfernt. Pro Person und Nacht haben wir nur 22,50 Euro im Doppelzimmer gezahlt und dafür richtig viel bekommen: Einfache aber blitzsaubere Zimmer, leckeres Frühstück und freundliches, hilfsbereites Personal.

 

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Rio de Janeiro ist definitiv einen Besuch wert. Allzu viel Zeit müsst ihr dort aber nicht einplanen – ich denke drei bis vier Nächte sind absolut ausreichend. Die Stadt ist abwechslungsreich und lebendig, obwohl sie mich jetzt auch nicht aus den Socken gehauen hat. Trotzdem war der Kurztrip super und ich würde Rio jederzeit wieder einen Besuch abstatten. Zum Essen, Caipis trinken und feiern – denn das können die Brasilianer einfach am besten.

 

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Rio de Janeiro Streetart in Santa Teresa

4 Antworten auf “8 Lieblingsorte für deinen Kurztrip nach Rio de Janeiro

  • Mario

    Tolle Fotos von einer tollen Stadt! Mein letzter Rio-Besuch ist leider schon wieder ein paar Jährchen her. Aber wenn ich mir das so anschaue, bekomme ich direkt Lust, mal wieder hinzufliegen.
    Lieben Gruß
    Mario

    Antworten
  • Markus O.

    Tolle Bilder, ich bin selbst auch ein großer Rio Fan. Gebe dir allerdings Recht, dass man sich nicht länger als drei oder vier Tage dort aufhalten sollte. Denn wer braucht schon Großstadt, wenn man auch einzigartige Natur in Brasilien finden kann?
    Gruß
    Markus

    Antworten
  • Jan

    Hi Franzi,
    sau guter Post!
    Und ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: Mega gute Bilder!
    Wir waren zuletzt auch in Rio und es war super. Haben deine Liste dabei sehr gut gebrauchen können! 🙂 Insbesondere Relaxen an der Lagoa Rodrigo de Freitas und das Rumlaufen in Santa Teresa waren der Hammer. Haben unsere Erlebnisse zu Rio auch erstmal in einem Post festhalten müssen 🙂
    Beste Grüße und vielen Dank für die coolen Tipps!
    Jan

    Antworten

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