| Zuletzt überarbeitet am 30. Juni 2026 |
Das ehemalige Goldgräberdorf Jiufen liegt an der Nordostküste Taiwans, hoch über dem Meer, mit engen Gassen, roten Laternen, Teehäusern, Treppen, Aussichtspunkten und einer Kulisse, die zwischen Bergdorf, Küste und alter Bergbaugeschichte wechselt. Viele besuchen Jiufen als Tagesausflug von Taipeh. Das klappt sehr gut, auch ohne Mietwagen. Ihr könnt morgens in Taipeh starten, durch die Jiufen Old Street laufen, in einem Teehaus sitzen, euch durch die kleinen Snacks probieren und den Ausflug mit dem nah gelegenen Golden Waterfall, dem Quanji Temple und der Wanderung auf den Teapot Mountain Trail verbinden.
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Inhalt
10 spannende Fakten über Jiufen
Jiufen ist nicht nur ein hübscher Ort mit vielen Fotospots. Rund um den Ort liegen alte Bergbausiedlungen, Tempel, Aussichtspunkte und Trails, von denen ihr auf das Meer, die Berge und die sogenannte Yin-Yang Sea schauen könnt. Wenn ihr gerne lauft, fotografiert und nicht nur einmal durch eine Gasse geschoben werden wollt, lohnt es sich, für Jiufen einen ganzen Tag einzuplanen.
- Jiufen war früher ein kleines Bergdorf und wurde durch Goldfunde bekannt. Während der japanischen Kolonialzeit entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Bergbaugebiet.
- Der Name Jiufen wird oft mit „neun Portionen“ übersetzt. Einer verbreiteten Erklärung nach lebten hier früher nur neun Familien, weshalb Lieferungen für das Dorf in neun Einheiten aufgeteilt wurden.
- Jiufen liegt im Bezirk Ruifang in New Taipei City. Obwohl es sich weit weg von der Hauptstadt anfühlt, erreicht ihr den Ort von Taipeh aus relativ einfach mit Bus oder Bahn.
- Die Jiufen Old Street ist das Zentrum des Ortes. Hier findet ihr kleine Essensstände, Souvenirläden, Teehäuser, Süßigkeiten, enge Treppen und viele Aussichtspunkte.
- Jiufen wird oft mit dem Studio-Ghibli-Film „Chihiros Reise ins Zauberland“ in Verbindung gebracht. Offiziell ist das nicht als direkte Vorlage bestätigt, trotzdem verstehen viele Besucher:innen sofort, warum dieser Vergleich immer wieder auftaucht.
- Besonders schön ist Jiufen am späten Nachmittag und frühen Abend. Dann gehen die Laternen an, die Teehäuser leuchten und die Stimmung verändert sich komplett.
- Direkt neben Jiufen liegt Jinguashi. Dieser Ort ist weniger überlaufen und eng mit der Goldbergbaugeschichte der Region verbunden.
- Der Teapot Mountain Trail liegt bei Jinguashi und gehört zu den schönsten kurzen Wanderungen rund um Jiufen. Der Name kommt von der Form des Gipfels, die an eine Teekanne erinnern soll.
- Der Golden Waterfall ist kein hoher klassischer Wasserfall, sondern eine rostgoldene Felslandschaft mit Wasserläufen. Die Farbe entsteht durch Mineralien aus der früheren Bergbauregion.


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Wo liegt Jiufen?
Jiufen liegt im Nordosten Taiwans, oberhalb der Küste und nicht weit von Keelung entfernt. Von Taipeh aus seid ihr je nach Verkehr, Verbindung und Startpunkt etwa 60 bis 90 Minuten unterwegs. Der Ort klebt gefühlt am Hang. Genau das macht den Reiz aus, bedeutet aber auch: Ihr lauft viel bergauf und bergab.
Die Lage ist besonders schön, weil ihr hier Berge und Meer auf einmal habt. In der einen Richtung schaut ihr auf die engen Gassen, Treppen und Teehäuser. In der anderen Richtung öffnet sich der Blick zur Küste. Bei gutem Wetter seht ihr bis zum Meer und zur Yin-Yang Sea, deren Wasser durch mineralische Ablagerungen verschiedene Farbtöne zeigt.
Lohnt sich Jiufen?
Ja, Jiufen lohnt sich. Vor allem, wenn ihr den Ort nicht nur als kurzen Fotostopp einplant. Die Old Street ist touristisch und oft voll, keine Frage. Trotzdem hat Jiufen viel Atmosphäre, gutes Essen, schöne Ausblicke und eine spannende Geschichte.
Noch besser wird der Besuch, wenn ihr Jiufen mit der Umgebung verbindet. Viele bleiben nur in der Old Street. Dabei liegen mit Jinguashi, dem Gold Museum, dem Quanji Temple, dem Golden Waterfall und dem Teapot Mountain Trail mehrere spannende Orte direkt nebenan. So wird aus einem klassischen Ausflug ein richtig guter Tag mit Kultur, Essen, Landschaft und Bewegung.


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Wie viel Zeit solltet ihr für Jiufen einplanen?
Für Jiufen allein reichen theoretisch zwei bis drei Stunden. Dann könnt ihr durch die Old Street laufen, etwas essen, Fotos machen und vielleicht in ein Teehaus gehen. Wenn ihr aber auch den Golden Waterfall, den Quanji Temple und den Teapot Mountain Trail einbauen möchtet, solltet ihr einen ganzen Tag einplanen.
Für eine entspannte Route würde ich mit acht bis zehn Stunden rechnen. Das klingt viel, aber die Zeit vergeht schnell. Ihr müsst die An- und Abreise einplanen, eventuell auf Busse warten, durch Jiufen laufen, Pausen machen und je nach Wetter genug Zeit für die Wanderung lassen.
Die beste Reisezeit für Jiufen
Jiufen könnt ihr grundsätzlich das ganze Jahr besuchen. Die Region ist allerdings für wechselhaftes Wetter bekannt. Nebel, Regen und plötzliche Wetterwechsel gehören hier dazu. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn gerade Nebel passt gut zur Stimmung des Ortes. Für die Wanderung auf den Teapot Mountain ist klare Sicht aber natürlich schöner.
Besonders angenehm sind Herbst und Frühling. Dann ist es oft nicht ganz so heiß, und die Luft kann klarer sein. Im Sommer wird es schnell schwül und anstrengend, besonders auf dem Trail, weil viele Abschnitte kaum Schatten haben. Im Winter kann es kühl, windig und feucht werden.
Wenn ihr flexibel seid, prüft vor eurem Ausflug den Wetterbericht. Bei starkem Regen oder Gewitter würde ich die Wanderung verschieben und den Tag eher auf Jiufen, Teehäuser und Jinguashi konzentrieren.

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Jiufen als Tagesausflug von Taipeh
Jiufen ist einer der beliebtesten Tagesausflüge ab Taipeh. Das liegt vor allem daran, dass ihr keinen Mietwagen braucht und trotzdem schnell in einer komplett anderen Landschaft steht. Morgens noch MRT, Hochhäuser und Frühstück in Taipeh. Wenig später enge Gassen, Teehausbalkone, alte Bergbauspuren und Blick aufs Meer.
Für viele ist Jiufen Teil einer klassischen Route mit Shifen und dem Yehliu Geopark. Das ist möglich, aber recht vollgepackt. Wenn ihr auch wandern möchtet, würde ich Jiufen nicht mit zu vielen weiteren Orten kombinieren. Für Jiufen, Teapot Mountain, Golden Waterfall und Quanji Temple ist ein eigener Tag sinnvoller.
Für absolute Flexibilität kann es sich definitiv lohnen, ein Auto zu mieten. Der Verkehr in Taiwan ist sehr entspannt und vor Ort könnt ihr überall gut parken.

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Anreise nach Jiufen mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ihr habt mehrere Möglichkeiten, um von Taipeh nach Jiufen zu kommen. Die beiden wichtigsten Varianten sind Bus oder Zug plus Bus.
Mit dem direkten Bus nach Jiufen
Die einfachste Option ist ein direkter Bus von Taipeh Richtung Jiufen und Jinguashi. Je nach Startpunkt in Taipeh könnt ihr zum Beispiel über Ximen, Beimen oder andere zentrale Haltestellen fahren. Die Linie 965 verbindet Taipeh beziehungsweise Banqiao mit Jiufen und Jinguashi.
Der Vorteil: Ihr müsst nicht umsteigen und könnt relativ bequem bis Jiufen oder Jinguashi fahren. Der Nachteil: Am Wochenende und zu beliebten Zeiten kann der Verkehr zäh sein. Außerdem kann es voll werden, besonders am Nachmittag und frühen Abend.
Für die meisten von euch ist der direkte Bus trotzdem die angenehmste Variante. Ihr steigt in Taipeh ein, bezahlt mit EasyCard oder einem anderen akzeptierten Ticketmedium und fahrt bis Jiufen Old Street oder weiter nach Jinguashi.

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Mit dem Zug nach Ruifang und weiter mit dem Bus
Die zweite gute Option ist die Kombination aus Zug und Bus. Dafür fahrt ihr zuerst von Taipei Main Station nach Ruifang. Von Ruifang nehmt ihr einen lokalen Bus weiter nach Jiufen oder Jinguashi.
Der Vorteil: Der Zug ist oft verlässlicher als der Bus im Stadtverkehr. Außerdem könnt ihr Ruifang als kleinen Zwischenstopp nutzen. Der Nachteil: Ihr müsst umsteigen und euch kurz orientieren.
Diese Variante ist praktisch, wenn ihr gerne etwas unabhängiger unterwegs seid oder wenn der direkte Bus sehr voll ist. Achtet nur darauf, dass ihr in Ruifang nicht zu spät zurückkommt, falls ihr abends wieder nach Taipeh fahren möchtet.
Mit einer organisierten Tour nach Jiufen
Wenn ihr euch nicht mit Busverbindungen beschäftigen möchtet, könnt ihr Jiufen auch mit einer organisierten Tour besuchen. Viele Touren starten in Taipeh und kombinieren Jiufen mit Shifen, Yehliu, Wasserfällen oder weiteren Stopps an der Nordküste.
Das ist bequem, besonders wenn ihr wenig Zeit habt oder zum ersten Mal in Taiwan seid. Ihr müsst euch nicht um die Route kümmern und seht mehrere Orte an einem Tag. Der Nachteil ist, dass ihr weniger flexibel seid. Für Jiufen selbst bleibt bei vielen Touren nur begrenzte Zeit.
Wenn ihr den Teapot Mountain Trail wandern möchtet, würde ich genau prüfen, ob die Tour dafür genug Zeit lässt. Viele Standardtouren konzentrieren sich auf Jiufen Old Street, Shifen und Fotostopps. Für die Wanderung ist eine individuelle Anreise meistens besser.
Mit Taxi oder privatem Fahrer
Ein Taxi oder privater Fahrer ist die bequemste, aber auch teuerste Option. Das kann sich lohnen, wenn ihr zu mehreren unterwegs seid, wenig Zeit habt oder Jiufen mit mehreren Orten verbinden möchtet, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas umständlich sind.
Besonders praktisch ist ein Fahrer, wenn ihr Golden Waterfall, Jinguashi, Quanji Temple und Teapot Mountain ohne Wartezeiten verbinden wollt. Trotzdem braucht ihr für den Trail natürlich Zeit. Ein Fahrer ersetzt nicht die Wanderung, aber er kann die Transfers zwischen den Punkten entspannter machen.

Jiufen Old Street
Die Jiufen Old Street ist der bekannteste Teil von Jiufen. Sie besteht aus engen Gassen, überdachten Abschnitten, Treppen, kleinen Läden und vielen Essensständen. Es ist touristisch, voll und stellenweise eng. Trotzdem gehört die Old Street dazu.
Am besten lasst ihr euch treiben. Lauft nicht nur einmal gerade durch die Hauptgasse, sondern biegt auch in Seitengassen und Treppen ab. Gerade dort findet ihr ruhigere Ecken, kleine Aussichtspunkte und schönere Blickwinkel auf die Dächer und das Meer.
Typische Snacks in Jiufen sind Taro Balls, Fischbällchen, Reiskuchen, Erdnuss-Eis-Rollen und verschiedene Süßigkeiten. Für Vegetarier:innen ist die Auswahl nicht überall offensichtlich, aber ihr findet einiges, wenn ihr nach Süßspeisen, Tee, Taro Balls oder einfachen vegetarischen Optionen schaut. Bei herzhaften Snacks würde ich immer nachfragen, weil Brühen oder Füllungen oft Fleisch oder Fisch enthalten können.


Teehäuser in Jiufen
Ein Teehausbesuch gehört für viele zu Jiufen dazu. Die Teehäuser sind nicht nur wegen des Tees beliebt, sondern auch wegen der Aussicht. Einige liegen direkt am Hang und haben Terrassen oder Fensterplätze mit Blick auf das Meer.
Plant dafür etwas Zeit ein. Ein Teehaus ist kein schneller Kaffee-Stopp, sondern eher eine Pause zwischen Old Street, Fotos und Weiterfahrt. Gerade wenn es regnet, neblig ist oder ihr dem Gedränge kurz entkommen wollt, ist ein Teehaus ideal.
Die Preise sind höher als bei einem einfachen Straßenstand, aber ihr bezahlt hier auch für die Lage und Atmosphäre. Wenn ihr zur goldenen Stunde oder am Abend kommen möchtet, kann es voller werden.
Wir waren in einem etwas ruhigeren Teehaus namens Yu Zai Fan Shu – leicht abseits der Walking Street. Hier haben wir sehr lecker gegessen und hatten einen tollen Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft.

Shengping Theater
Das Shengping Theater ist ein schöner Stopp, wenn ihr euch für die Geschichte von Jiufen interessiert. Es erinnert an die Zeit, in der Jiufen durch den Goldabbau gewachsen ist und viele Menschen in die Region kamen. Das Theater wurde restauriert und gibt euch einen Eindruck davon, wie sich das gesellschaftliche Leben früher abgespielt haben könnte.
Der Besuch dauert nicht lange, lässt sich aber gut mit der Old Street verbinden. Gerade wenn ihr nicht nur essen und fotografieren möchtet, ist das Theater eine gute Ergänzung.
Jinguashi
Jinguashi liegt direkt neben Jiufen und wird oft unterschätzt. Dabei ist der Ort für mich fast spannender, wenn ihr etwas mehr Ruhe sucht. Jinguashi war ebenfalls stark vom Bergbau geprägt. Heute findet ihr dort alte Gebäude, das Gold Museum, kleine Gassen, Treppen und mehrere Wege in die umliegenden Hügel.
Viele Busse fahren von Jiufen weiter nach Jinguashi. Ihr könnt also erst Jiufen besuchen und danach weiterfahren oder umgekehrt starten. Wenn ihr den Teapot Mountain Trail wandern wollt, ist Jinguashi der bessere Ausgangspunkt.
Quanji Temple in Jinguashi
Der Quanji Temple liegt in Jinguashi und lässt sich sehr gut mit dem Teapot Mountain Trail verbinden. Besonders auffällig ist die große Statue von Guan Yu, die über der Gegend steht. Der Tempel wirkt weniger überlaufen als die Jiufen Old Street und bietet schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge und das Meer.
Für eure Route ist der Quanji Temple praktisch, weil er nah am Weg Richtung Teapot Mountain liegt. Ihr könnt ihn vor oder nach der Wanderung besuchen. Wer gerne fotografiert, findet hier andere Motive als in Jiufen: Tempeldetails, rote Elemente, Treppen, Bergkulisse und Küstenblick.
Wichtig ist wie immer: Respektvoll verhalten, nicht laut sein, keine Menschen beim Beten stören und auf Schilder achten. Viele Tempel in Taiwan sind offen und unkompliziert zugänglich, trotzdem sind es religiöse Orte und keine reine Fotokulisse.

Golden Waterfall
Der Golden Waterfall liegt unterhalb von Jinguashi und ist ein kurzer, aber sehenswerter Stopp. Der Wasserfall ist vor allem wegen seiner Farbe bekannt. Das Wasser läuft über mineralhaltiges Gestein, wodurch die Felsen goldgelb bis rostorange wirken.
Ihr müsst hier keine lange Wanderung einplanen. Meist reicht ein kurzer Stopp, um die Aussicht zu sehen und Fotos zu machen. Trotzdem lohnt sich der Golden Waterfall, weil er gut zur Geschichte der Region passt. Die Farben erinnern daran, wie stark die Landschaft vom Bergbau geprägt wurde.
Schwimmen oder ins Wasser steigen solltet ihr hier nicht. Der Ort ist zum Anschauen gedacht. Außerdem kann es direkt an der Straße eng werden, deshalb achtet auf den Verkehr und bleibt auf den vorgesehenen Bereichen.

Teapot Mountain Trail
Der Teapot Mountain Trail ist eine der schönsten Ergänzungen zu Jiufen. Der Trail startet in der Region Jinguashi und führt hinauf zu einem markanten Felsgipfel, dessen Form an eine Teekanne erinnert. Von oben habt ihr bei klarem Wetter Blick auf die Küste, die Yin-Yang Sea, Jinguashi, Jiufen und die umliegenden Berge.
Die Wanderung ist nicht extrem lang, aber ihr solltet sie nicht unterschätzen. Es gibt viele Stufen, offene Abschnitte, wenig Schatten und am oberen Bereich felsige Passagen. Je nach Route, Tempo und Pausen solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Wenn ihr weitergeht oder eine größere Runde einbaut, kann es deutlich länger werden.
Für viele reicht die klassische Route bis zum Teapot-Felsen und wieder zurück. Wer mehr Erfahrung hat, kann längere Varianten Richtung Mount Banping oder andere umliegende Trails prüfen. Das würde ich aber nur bei gutem Wetter, genügend Zeit und passender Ausrüstung machen.


Schwierigkeit des Teapot Mountain Trail
Der Trail ist mittelschwer. Ihr braucht keine alpine Erfahrung, aber etwas Grundfitness ist hilfreich. Der Anstieg besteht aus vielen Stufen und später aus steinigem Gelände. Bei Hitze wird es anstrengend, weil ihr kaum Schatten habt. Bei Regen können Steine und Stufen rutschig werden.
Der letzte Bereich am Teapot-Felsen kann je nach Route etwas kraxelig sein. Wenn ihr euch unsicher fühlt, müsst ihr nicht bis ganz oben oder durch jede Felsöffnung klettern. Die Aussicht ist auch vorher schon sehr schön.
Ich würde den Trail nicht in Flip-Flops oder glatten Sneakern laufen. Feste Schuhe mit gutem Profil sind deutlich angenehmer. Nehmt außerdem Wasser, Sonnenschutz und eine leichte Regenjacke mit. Das Wetter kann in dieser Region schnell drehen. Mehr Informationen findet ihr hier.


Beste Tageszeit für den Teapot Mountain Trail
Wenn ihr im Sommer unterwegs seid, startet möglichst früh. Die Mittagshitze kann unangenehm werden, und auf den offenen Abschnitten gibt es kaum Schutz. Am späten Nachmittag ist das Licht oft schön, aber ihr solltet genug Zeit für den Rückweg einplanen.
Bei klarem Wetter ist der Trail besonders schön, weil ihr die Küste und die farbigen Wasserflächen sehen könnt. Bei Nebel kann die Stimmung ebenfalls toll sein, aber die Aussicht fällt dann natürlich kleiner aus. Bei Gewitter, starkem Wind oder starkem Regen würde ich die Wanderung auslassen.

Vorschlag für eure Route ab Taipeh
Wenn ihr Jiufen, Teapot Mountain, Quanji Temple und Golden Waterfall an einem Tag verbinden wollt, würde ich nicht zu spät starten.
Route mit Wanderung am Vormittag
- Morgens von Taipeh nach Jinguashi fahren
- Teapot Mountain Trail wandern
- Quanji Temple besuchen
- Optional kurzer Stopp am Gold Museum oder in Qitang Old Street
- Weiter zum Golden Waterfall
- Am Nachmittag nach Jiufen fahren
- Jiufen Old Street erkunden
- Teehauspause einplanen
- Zum Sonnenuntergang oder frühen Abend durch die Gassen laufen
- Rückfahrt nach Taipeh
Diese Variante ist sinnvoll, weil ihr die Wanderung erledigt, bevor es zu heiß oder zu spät wird. Danach könnt ihr Jiufen entspannter angehen.

Route mit Jiufen zuerst
- Vormittags von Taipeh nach Jiufen fahren
- Jiufen Old Street erkunden
- Snacks probieren und Teehaus besuchen
- Mittags oder früher Nachmittag weiter nach Jinguashi
- Quanji Temple besuchen
- Teapot Mountain Trail wandern
- Golden Waterfall als kurzer Stopp
- Rückfahrt nach Taipeh
Diese Route passt, wenn ihr Jiufen lieber zuerst sehen möchtet. Achtet aber darauf, nicht zu lange in der Old Street zu bleiben. Sonst wird es für die Wanderung zu knapp.

Meine Empfehlung für den perfekten Tagesausflug nach Jiufen
Ich würde mit Jinguashi und dem Teapot Mountain Trail starten und Jiufen für den Nachmittag und Abend aufheben. So habt ihr auf der Wanderung mehr Ruhe und weniger Hitze. Jiufen ist später am Tag atmosphärischer, auch wenn es dann voller wird.
Außerdem fühlt sich der Tag so runder an. Erst Landschaft und Bewegung, dann Tempel und Wasserfall, danach Gassen, Essen und Teehaus. Genau diese Mischung macht den Ausflug besonders.

Jiufen bei Regen
Jiufen bei Regen ist nicht automatisch ein Reinfall. Im Gegenteil: Nebel, nasse Treppen und leuchtende Laternen passen ziemlich gut zum Ort. Ihr solltet nur realistisch planen. Die Old Street lässt sich auch bei Regen besuchen, der Teapot Mountain Trail ist bei nassen Bedingungen aber deutlich weniger angenehm.
Wenn Regen angesagt ist, würde ich rutschfeste Schuhe, eine leichte Regenjacke und möglichst keinen großen Schirm mitnehmen. In den engen Gassen ist ein Schirm oft unpraktisch. Für Kameras und Technik sind wasserdichte Hüllen sinnvoll.
Bei starkem Regen könnt ihr den Fokus auf Jiufen, Teehäuser, Shengping Theater, Jinguashi und den Quanji Temple legen. Den Trail würde ich nur laufen, wenn die Bedingungen sicher sind.
Essen in Jiufen
Jiufen ist ein guter Ort zum Probieren. Die Old Street ist voll mit kleinen Ständen, Garküchen und Läden. Ihr müsst nicht zwingend in ein Restaurant gehen, sondern könnt euch Stück für Stück durch die Gasse essen.
Bekannt sind vor allem Taro Balls. Die bekommt ihr warm oder kalt, oft mit süßer Suppe, Bohnen oder Eis. Auch Erdnuss-Eis-Rollen sind beliebt. Dabei werden gehobelte Erdnüsse, Eis und manchmal Koriander in eine dünne Teighülle eingerollt. Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber erstaunlich gut.
Bei herzhaften Gerichten solltet ihr als Vegetarier:innen genauer hinschauen. Viele Snacks enthalten Fleisch, Fischsauce oder Brühe. Süßspeisen, Tee und einfache Taro-Gerichte sind meist unkomplizierter, aber fragt trotzdem nach, wenn ihr sicher sein wollt.

Fotospots in Jiufen
Jiufen ist sehr fotogen, aber auch sehr voll. Die bekanntesten Spots sind oft überlaufen. Wenn ihr bessere Bilder machen möchtet, braucht ihr etwas Geduld und solltet auch abseits der Hauptgasse suchen.
Schöne Motive findet ihr hier:
- Treppen mit Laternen
- Ausblicke von Teehaus-Terrassen
- Seitengassen oberhalb der Old Street
- Blick über die Dächer Richtung Meer
- Details an alten Gebäuden
- Shengping Theater
- Tempel und Treppen in Jinguashi
- Quanji Temple mit Bergkulisse
- Golden Waterfall
- Teapot Mountain Trail mit Küstenblick
Am besten ist das Licht am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Mittags ist es oft hart und die Gassen sind voller. Abends wirken die Laternen schön, aber dann braucht ihr wegen der Menschen etwas Geduld.

Was ihr für Jiufen mitnehmen solltet
- Bequeme Schuhe
- Wasser
- Sonnenschutz
- Leichte Regenjacke
- EasyCard oder anderes Ticketmedium
- Etwas Bargeld
- Kamera oder Smartphone mit vollem Akku
- Powerbank
- Kleiner Rucksack
- Mückenschutz je nach Jahreszeit
- Wechselshirt, wenn ihr wandern geht
Bargeld ist in Jiufen weiterhin sinnvoll. Nicht jeder kleine Stand nimmt Karte. Mit EasyCard seid ihr für Busse und viele Verbindungen gut vorbereitet.

Jiufen mit Shifen kombinieren?
Viele kombinieren Jiufen mit Shifen. Das ist möglich und sehr beliebt. Shifen ist bekannt für die Bahnstrecke, Laternen und den Shifen Waterfall. Wenn ihr nur einen klassischen Tagesausflug ohne Wanderung plant, kann diese Kombination gut funktionieren.
Wenn ihr aber den Teapot Mountain Trail, Golden Waterfall und Quanji Temple sehen möchtet, würde ich Shifen weglassen. Sonst wird der Tag zu voll. Ihr rennt dann eher von Ort zu Ort, statt Jiufen und die Umgebung wirklich zu erleben.
Für Fotos, gemütliches Verweilen und einen ruhigeren Ablauf ist die Kombination Jiufen, Jinguashi, Teapot Mountain, Quanji Temple und Golden Waterfall stimmiger.
Jiufen mit Heping Island Geopark kombinieren?
Neben Shifen wird auch der Heping Island Geopark häufig mit Jiufen kombiniert. Der Geopark liegt bei Keelung und ist für seine Küstenlandschaften, Felsformationen und Aussichtspunkte bekannt. Mit dem Auto oder einer organisierten Tour lässt sich beides gut an einem Tag verbinden.
Wenn ihr allerdings auch den Teapot Mountain Trail wandern möchtet, würde ich mich auf Jiufen und die unmittelbare Umgebung konzentrieren. Mit Jiufen Old Street, Jinguashi, Quanji Temple, Golden Waterfall und Teapot Mountain habt ihr bereits genug Programm für einen abwechslungsreichen Tagesausflug.
Habt ihr mehr Zeit in Taiwan, lohnt sich der Heping Island Geopark auf jeden Fall als eigener Ausflug. So könnt ihr die Küstenlandschaft entspannt erkunden, statt mehrere Highlights an einem Tag abzuhaken.
Eintritt Erwachsene: 120 NT$ (ca. 3–4 €)
Ermäßigt: 60 NT$
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: 08:00–19:00 Uhr, November bis April: 08:00–18:00 Uhr


Übernachten in Jiufen
Die meisten besuchen Jiufen als Tagesausflug. Eine Übernachtung kann sich aber lohnen, wenn ihr den Ort ruhiger erleben möchtet. Abends, wenn viele Tagesgäste weg sind, verändert sich Jiufen. Morgens ist es ebenfalls angenehmer, bevor die Busse und Tourgruppen ankommen.
Eine Nacht in Jiufen ist besonders schön, wenn ihr gerne fotografiert oder den Teapot Mountain Trail früh laufen wollt. Ihr könnt dann ohne Stress starten und müsst euch nicht nach der letzten Verbindung zurück nach Taipeh richten.
Der Nachteil: Jiufen ist klein, viele Unterkünfte sind einfach, und ihr seid abends nicht in einer großen Stadt. Wer gerne Auswahl an Restaurants, Bars und MRT-Anschluss hat, ist in Taipeh besser aufgehoben.
Praktische Tipps für euren Besuch
- Kommt nicht zu spät. Jiufen ist beliebt, und besonders am Wochenende wird es voll. Wenn ihr Menschenmassen vermeiden wollt, kommt unter der Woche und möglichst früh.
- Plant Puffer ein. Busse können voll sein, Verkehr kann dauern, und in Jiufen bewegt ihr euch langsamer, als es auf der Karte aussieht. Die vielen Treppen und engen Gassen kosten Zeit.
- Nehmt das Wetter ernst. Die Region ist feucht und wechselhaft. Für den Teapot Mountain Trail braucht ihr gute Sicht nicht zwingend, aber sie macht den Ausflug deutlich schöner.
- Lauft nicht nur durch die Old Street. Jiufen ist mehr als die Hauptgasse. Die Umgebung macht den Ausflug erst richtig spannend.
- Bleibt respektvoll. Viele Orte in Jiufen und Jinguashi sind bewohnt oder religiös geprägt. Nicht jede Treppe ist ein Fotostudio, und nicht jeder Eingang ist öffentlich.

Fazit: Jiufen ist mehr als nur eine schöne Gasse
Jiufen gehört zu den bekanntesten Ausflügen ab Taipeh, und ja, der Ort ist touristisch. Trotzdem lohnt sich der Besuch, wenn ihr ihn richtig plant. Die Mischung aus alter Bergbaugeschichte, engen Gassen, Teehäusern, Meerblick und umliegenden Trails ist besonders.
Mein Tipp: Plant Jiufen nicht nur als kurzen Stopp ein. Verbindet den Ort mit Jinguashi, dem Quanji Temple, dem Golden Waterfall und dem Teapot Mountain Trail. So bekommt ihr einen viel besseren Eindruck von der Region und seht mehr als nur die volle Old Street.
Wenn ihr früh startet, bequeme Schuhe tragt und euch nicht zu viele zusätzliche Ziele in den Tag packt, wird Jiufen einer der schönsten Tagesausflüge von Taipeh.

Häufig gestellte Fragen rund um Jiufen und Umgebung
Zum Schluss beantworte ich euch noch einige häufig gestellte Fragen rund um den Tagesausflug von Taipeh nach Jiufen und Umgebung:
Ihr kommt von Taipeh entweder mit dem direkten Bus oder mit Zug und Bus nach Jiufen. Besonders einfach ist der Bus Richtung Jiufen und Jinguashi, weil ihr nicht umsteigen müsst. Alternativ fahrt ihr mit dem Zug bis Ruifang und nehmt dort einen lokalen Bus weiter nach Jiufen.
Je nach Verbindung, Startpunkt und Verkehr dauert die Fahrt etwa 60 bis 90 Minuten. Am Wochenende oder am späten Nachmittag kann es länger dauern, weil Jiufen ein beliebtes Ausflugsziel ist. Plant deshalb immer etwas Puffer ein, besonders wenn ihr abends zurück nach Taipeh fahren wollt.
Für die Jiufen Old Street kann ein halber Tag reichen. Wenn ihr aber zusätzlich den Teapot Mountain Trail, den Golden Waterfall und den Quanji Temple sehen möchtet, ist ein halber Tag zu knapp. Für diese Kombination solltet ihr einen ganzen Tag einplanen.
Ja, Jiufen lässt sich sehr gut ohne Mietwagen besuchen. Die öffentlichen Verkehrsmittel ab Taipeh funktionieren gut, und auch Jinguashi ist mit dem Bus erreichbar. Für mehr Flexibilität könnt ihr einzelne Strecken mit Taxi ergänzen, notwendig ist das aber nicht.
Der Teapot Mountain Trail ist mittelschwer. Ihr braucht keine spezielle Ausrüstung, aber feste Schuhe, genug Wasser und etwas Kondition sind sinnvoll. Besonders bei Hitze, Regen oder starkem Wind kann die Wanderung deutlich anstrengender werden.
Für die klassische Wanderung solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Das hängt davon ab, wo ihr startet, wie viele Pausen ihr macht und ob ihr nur bis zum Teapot-Felsen lauft oder eine längere Route anhängt. Für einen entspannten Tagesausflug würde ich lieber etwas mehr Zeit einplanen.
Ja, der Golden Waterfall lohnt sich als kurzer Stopp. Ihr braucht dort nicht viel Zeit, aber die goldene Färbung der Felsen ist interessant und passt gut zur Bergbaugeschichte der Region. Besonders praktisch ist, dass ihr den Wasserfall gut mit Jinguashi, dem Quanji Temple und Jiufen verbinden könnt.
Der späte Nachmittag und frühe Abend sind besonders schön, weil dann die Laternen angehen und die Gassen mehr Atmosphäre bekommen. Allerdings ist es zu dieser Zeit oft auch voller. Wenn ihr es ruhiger mögt, kommt vormittags oder unter der Woche.
Eine Übernachtung in Jiufen lohnt sich, wenn ihr den Ort morgens oder abends ruhiger erleben möchtet. Viele Tagesgäste sind dann noch nicht da oder bereits wieder zurück in Taipeh. Für die meisten reicht aber ein gut geplanter Tagesausflug von Taipeh.
Zu den wichtigsten Jiufen Sehenswürdigkeiten gehören die Jiufen Old Street, die Teehäuser, das Shengping Theater und die Aussichtspunkte oberhalb der Gassen. In der Umgebung lohnen sich Jinguashi, der Quanji Temple, der Golden Waterfall und der Teapot Mountain Trail. Gerade diese Kombination macht den Ausflug vielseitiger als einen reinen Besuchder Old Street.

Offenlegung: Zu dieser Reise wurde ich von der Taiwan Tourism Administration eingeladen – eine Bezahlung erfolgte nicht. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.








