| Zuletzt überarbeitet am 30. Juni 2026 |

Taiwan gehört zu den Reisezielen, bei denen man sich nach ein paar Tagen fragt, warum eigentlich nicht viel mehr Menschen darüber sprechen. Die Insel ist kompakt, sicher, einfach zu bereisen und trotzdem unglaublich vielseitig. Diese Taiwan Rundreise führt euch einmal zu vielen der spannendsten Stopps der Insel: von Taipeh über die Nordostküste, Jiufen, Keelung und die Berge bis zum Sonne-Mond-See, nach Alishan und weiter in den Süden nach Kaohsiung. Es ist keine klassische Abhak-Route. Eher eine Reise für alle, die Taiwan wirklich erleben möchten: mit Teeplantagen, Tempeln, Streetfood, Küste, Nebelwald und ganz viel Natur.


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10 spannende Fakten über Taiwan

  • Taiwan ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg, fühlt sich auf einer Rundreise aber viel größer an. Das liegt daran, dass sich Städte, Berge, Küsten, Teeplantagen und tropische Landschaften auf engem Raum abwechseln.
  • Mehr als die Hälfte der Insel besteht aus Bergen und Hügeln. Für alle, die gerne wandern, ist Taiwan deutlich spannender, als viele vor der Reise erwarten.
  • Taipeh ist modern und laut, aber gleichzeitig sehr entspannt. Zwischen Nachtmärkten, Tempeln, kreativen Vierteln und Bergen direkt vor der Stadt ist Taipeh einer der besten Starts für eine Taiwan Rundreise.
  • Taiwan ist ein Traum für Foodies. Nachtmärkte, kleine Garküchen, Teehäuser, vegetarische Restaurants und buddhistische Küche machen reisen in Taiwan auch kulinarisch richtig spannend.
  • Der öffentliche Verkehr ist für asiatische Verhältnisse sehr einfach zu verstehen. Mit High Speed Rail, normalen Zügen, MRT, Bussen und Tourist Shuttles kommt ihr an viele Orte ziemlich unkompliziert.
  • Ein Mietwagen lohnt sich vor allem dann, wenn ihr abgelegenere Regionen wie Guanwu, Alishan, Bergdörfer oder mehrere Naturstopps kombinieren wollt.
  • Taiwan ist sicher, sauber und gut organisiert. Gerade wenn ihr Taiwan individuell bereisen möchtet, ist das ein riesiger Vorteil.
  • Die Insel hat mehrere Klimazonen. Während es im Süden warm und tropisch sein kann, braucht ihr in den Bergen rund um Alishan oder Guanwu oft eine Jacke.
  • Tee spielt in Taiwan eine große Rolle. Besonders rund um Alishan und Xiding könnt ihr durch Teeplantagen wandern und dort Oolong-Tee trinken, wo er wächst.
  • Taiwan ist perfekt für alle, die Asien lieben, aber nicht unbedingt Lust auf die ganz klassischen Routen durch Thailand, Vietnam oder Japan haben.
Restauranttipp: Yupasu Tsou

Wie lange braucht ihr für eine Taiwan Rundreise?

Für diese Taiwan Rundreise würde ich ca. 12 bis 14 Tage einplanen. Dann habt ihr genug Zeit für Taipeh, die Nordostküste, Jiufen, Keelung, Guanwu, den Sonne-Mond-See, Alishan und Kaohsiung, ohne jeden Tag komplett durchzutakten.

Mit 10 Tagen ist die Route auch möglich, dann müsst ihr aber ein bisschen Gas geben und sehr gut planen. Mit drei Wochen könnt ihr die Route deutlich entspannter reisen und zusätzlich Orte wie Tainan, Kenting, Taroko oder die Ostküste einbauen.

Für eure erste Taiwan Reise ist eine Mischung aus Stadt, Küste, Bergen und Süden perfekt. So bekommt ihr ein gutes Gefühl für die Insel und merkt schnell, wie vielseitig Taiwan eigentlich ist.

Alishan in Taiwan: die schönsten Trails, Teeplantagen und Tipps zur Anreise

Beste Reisezeit für Taiwan

Die beste Reisezeit für eine Taiwan Rundreise ist im Frühling und Herbst. Besonders angenehm sind März bis Mai und Oktober bis November. Dann ist es oft warm, aber nicht ganz so schwül wie im Hochsommer.

Der Sommer kann heiß, feucht und regnerisch sein. Außerdem fällt die Taifun-Saison grob in die Monate Juni bis Oktober. Das heißt nicht, dass ihr in dieser Zeit nicht reisen könnt, aber ihr solltet flexibler planen und bei Wanderungen immer das Wetter im Blick behalten.

Der Winter ist im Norden oft kühler und feuchter, im Süden aber häufig angenehm mild. Für Städte, Tempel und Essen ist Taiwan im Winter gut machbar. Für Sonnenaufgänge in Alishan, Wanderungen in Guanwu oder Teeplantagen solltet ihr aber warme Kleidung einpacken.

Teeplantage in Alishan

Hinkommen nach Taiwan

Die meisten internationalen Flüge landen am Taiwan Taoyuan International Airport bei Taipeh. Von dort kommt ihr mit dem Airport MRT schnell und unkompliziert in die Stadt. Für die ersten Tage eurer Taiwan Rundreise ist Taipeh deshalb der perfekte Startpunkt.

Direktflüge gibt es je nach Saison und Airline ab Europa nur begrenzt, zum Beispiel ab Frankfurt oder Wien. Oft reist ihr mit Umstieg über Städte wie Istanbul, Dubai, Doha, Hongkong, Singapur, Bangkok oder andere asiatische Drehkreuze. Wenn ihr ohnehin eine längere Asienreise plant, lässt sich Taiwan auch gut mit Japan, Südkorea, Hongkong oder Südostasien kombinieren.

Für die Einreise benötigen deutsche Staatsbürger:innen für touristische Aufenthalte in der Regel kein Visum, wenn die Reise nicht länger als 90 Tage dauert. Trotzdem solltet ihr vor der Buchung immer die aktuellen Einreisebestimmungen prüfen, da sich Regeln ändern können.

Taiwan Rundreise und Taiwan Sehenswürdigkeiten

Taiwan individuell bereisen: Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel?

Taiwan individuell bereisen ist grundsätzlich sehr gut möglich. Die Frage ist eher, wie flexibel ihr unterwegs sein möchtet.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt ihr sehr gut zwischen den großen Städten voran. Die High Speed Rail verbindet den Westen der Insel schnell mit Städten wie Taipeh, Taichung, Chiayi, Tainan und Kaohsiung. Für viele Reisende ist das die einfachste Art, längere Strecken zurückzulegen.

Zusätzlich gibt es die normalen TRA-Züge, MRT-Systeme in größeren Städten, lokale Busse und Tourist Shuttles. Gerade für Taipeh, Keelung, Jiufen, den Sonne-Mond-See und Kaohsiung könnt ihr viel ohne Mietwagen machen.

Ein Mietwagen ist aber Gold wert, wenn ihr Orte wie die Guanwu Forest Recreation Area, abgelegenere Aussichtspunkte, Teeplantagen, Alishan-Unterkünfte außerhalb des Hauptorts oder mehrere Naturstopps verbinden wollt. Die Straßen sind meistens gut, aber in den Bergen oft kurvig und langsam. Plant dort nicht zu viele Kilometer pro Tag ein.

Mein Tipp: Kombiniert beides. Startet ohne Auto in Taipeh, nehmt später für die Naturregionen einen Mietwagen und gebt ihn vor Kaohsiung oder Taipeh wieder ab. So habt ihr Flexibilität, ohne euch in großen Städten mit Parkplatzsuche zu stressen.

Taiwan individuell bereisen - Highspeed Rail

Vorschlag für eure Route

  • Tag 1 bis 3: Taipeh
  • Tag 4: Ying Yang Sea, Golden Waterfall, Teapot Mountain und Jiufen
  • Tag 5: Heping Island Geopark und Keelung
  • Tag 6 bis 7: Guanwu Forest Recreation Area
  • Tag 8 bis 9: Sonne-Mond-See
  • Tag 10 bis 12: Alishan
  • Tag 13: Fo Guang Shan Zentrum und Kaohsiung mit Dragon and Tiger Pagoden

Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt ihr in Alishan oder am Sonne-Mond-See jeweils eine Nacht ergänzen. Gerade Alishan lohnt sich, wenn ihr mehrere Wanderungen machen und die Teeplantagen erleben möchtet.

Alle Stopps der Taiwan Rundreise findet ihr in dieser Karte

Taiwan Rundreise Karte
1. Taipeh
2. Ying Yang Sea
3. Golden Waterfall
4. Teapot Mountain
5. Jiufen
6. Heping Island Geopark
7. Guanwu Forest Recreation Area
8. Sonne-Mond-See
9. Alishan
10. Fo Guang Shan Zentrum und Buddha-Museum
11. Dragon and Tiger Pagodas

1. Taipeh

Taipeh ist der perfekte Start für eure Taiwan Rundreise. Die Stadt ist groß, aber nicht überwältigend. Ihr könnt euch treiben lassen, sehr gut essen, erste Tempel besuchen, auf Nachtmärkte gehen und direkt am Anfang merken, wie einfach reisen in Taiwan sein kann.

Ein guter erster Stopp ist der Taipei 101. Der Wolkenkratzer ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und lohnt sich vor allem zum Sonnenuntergang. Von oben seht ihr, wie grün Taipeh eigentlich ist. Die Berge liegen direkt hinter der Skyline und machen die Stadt deutlich spannender als viele andere asiatische Metropolen.

Wenn ihr Lust auf einen der schönsten Ausblicke habt, plant den Elephant Mountain ein. Der Weg ist kurz, aber durch die vielen Treppen anstrengender, als man denkt. Oben habt ihr den klassischen Blick auf Taipei 101 und die Stadt. Besonders schön ist es kurz vor Sonnenuntergang, aber dann ist es auch am vollsten.

Ebenfalls sehenswert ist die Chiang Kai-shek Memorial Hall. Der Platz ist riesig, fotogen und historisch wichtig. Unter der Halle befindet sich ein Museum, das euch mehr Kontext zur Geschichte Taiwans gibt. Nicht weit entfernt findet ihr außerdem den 2/28 Peace Memorial Park, der ein ruhiger, aber bedeutender Ort in der Stadt ist.

Für Abende sind Nachtmärkte Pflicht. Shilin ist der bekannteste, Raohe wirkt etwas kompakter und einfacher zu greifen. Probiert euch durch Dumplings, Frühlingszwiebel-Pancakes, gebratenes Gemüse, Süßkartoffelbällchen, Bubble Tea und alles, was euch interessiert. Vegetarisch ist nicht immer automatisch leicht zu erkennen, aber in Taipeh findet ihr generell viele gute Optionen.

Ximending ist ein guter Ort, wenn ihr Lust auf junge, kreative Stadtenergie habt. Das Viertel erinnert ein bisschen an eine Mischung aus Shibuya light, Streetfood, Shopping und Popkultur. Rund um das Red House findet ihr außerdem viele Bars und eine offene, queere Szene.

Für Taipeh solltet ihr mindestens drei Nächte einplanen. Zwei Nächte gehen auch, aber dann kratzt ihr nur an der Oberfläche. Wenn ihr eure Taiwan Reise entspannt starten möchtet, sind drei bis vier Nächte perfekt.

In diesem Artikel findet ihr meine liebsten Taipeh Sehenswürdigkeiten, praktische Reisetipps und viele Informationen für die Planung eurer Reise.

Taipeh Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights und Ausflugsziele (mit Karte)

2. Ying Yang Sea

Die Ying Yang Sea liegt an der Nordostküste bei Ruifang und ist einer dieser Orte, die auf Fotos fast unecht wirken. Das Besondere ist die zweifarbige Meeresoberfläche. Gelbliche und blaue Wasserbereiche treffen hier aufeinander und geben dem Ort seinen Namen.

Die Färbung hängt mit mineralhaltigem Wasser aus der Umgebung zusammen. In Kombination mit der rauen Küste, den Bergen im Hintergrund und den alten Bergbauorten der Region ist der Ying Yang Sea ein kurzer, aber sehr spannender Stopp.

Ihr müsst hier nicht viel Zeit einplanen. Eigentlich reicht ein Aussichtspunkt oder ein kurzer Fotostopp. Besonders gut lässt sich die Ying Yang Sea mit dem Golden Waterfall, dem Teapot Mountain und Jiufen verbinden. Genau diese Kombination macht den Tagesausflug so spannend.

Wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, könnt ihr flexibel anhalten. Ohne Auto reist ihr am besten mit dem Zug bis Ruifang und nutzt dann Busse oder Taxis für die einzelnen Stopps. Für einen sehr entspannten Tag ist ein privater Fahrer oder eine Tour ebenfalls eine gute Option, weil die Sehenswürdigkeiten zwar nah beieinander liegen, aber nicht immer perfekt miteinander verbunden sind.

Ying Yang Sea - Taiwan Rundreise

3. Golden Waterfall

Der Golden Waterfall liegt ebenfalls in der Region Jinguashi und ist einer der bekanntesten Naturstopps an der Nordostküste. Das Wasser fließt hier über orange-gelb gefärbte Felsen, die durch Mineralien ihre besondere Farbe bekommen haben.

Der Wasserfall ist kein Ort, an dem ihr lange wandert oder badet. Es ist eher ein kurzer Stopp, der sich vor allem wegen der ungewöhnlichen Farben lohnt. Gerade in Kombination mit dem Ying Yang Sea versteht ihr die Landschaft besser, weil beide Orte mit der Bergbaugeschichte und den Mineralien der Region verbunden sind.

Am schönsten ist der Golden Waterfall nach Regen, wenn mehr Wasser über die Felsen läuft. Gleichzeitig kann es dann rutschig sein, also bleibt auf den Wegen und achtet auf eure Schuhe.

Von Jiufen oder Jinguashi ist der Wasserfall nicht weit entfernt. Wenn ihr den Teapot Mountain wandern möchtet, könnt ihr den Golden Waterfall davor oder danach einbauen. Für Content ist die Region ohnehin sehr dankbar, weil sich Küste, alte Bergbauorte, Berge und Wasserfälle auf engem Raum abwechseln.

Golden Waterfall

4. Teapot Mountain

Der Teapot Mountain ist einer der schönsten Trails, die ihr bei einem Tagesausflug ab Taipeh machen könnt. Der Berg liegt bei Jinguashi, oberhalb der Küste, und verdankt seinen Namen der Felsformation am Gipfel, die mit etwas Fantasie wie eine Teekanne aussieht.

Die Wanderung ist nicht extrem lang, aber sie ist deutlich spannender als ein normaler Spaziergang. Ihr lauft über viele Stufen nach oben, habt immer wieder Ausblicke auf die Küste, den Ying Yang Sea und die grünen Berge rund um Jiufen. Je nach Route und Tempo solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen.

Der Startpunkt liegt in der Nähe des Gold Ecological Park in Jinguashi. Dorthin kommt ihr ab Taipeh mit dem Zug bis Ruifang und dann weiter mit dem Bus Richtung Jiufen/Jinguashi. Mit dem Mietwagen seid ihr flexibler, allerdings können Parkplätze an Wochenenden schnell voll werden.

Der Trail ist grundsätzlich gut machbar, aber ihr solltet feste Schuhe tragen. Bei Regen oder Nebel kann es rutschig werden und die Aussicht ist dann natürlich eingeschränkt. An heißen Tagen startet ihr am besten früh, weil die vielen Stufen in der Sonne anstrengend werden können.

Wenn ihr nur eine Wanderung rund um Jiufen machen möchtet, wäre der Teapot Mountain meine erste Wahl. Er ist kurz genug für einen Tagesausflug, aber spektakulär genug, damit er sich wie ein echtes kleines Abenteuer anfühlt.

Hier findet ihr weitere Informationen rund um die Tour.

Teapot Mountain Trail in Taiwan

5. Jiufen

Jiufen ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte in Taiwan. Das ehemalige Bergbaustädtchen liegt in den Hügeln oberhalb der Nordostküste und ist heute vor allem für seine engen Gassen, Teehäuser, Laternen und Ausblicke bekannt.

Ja, Jiufen ist touristisch. Vor allem am Wochenende kann es sehr voll werden. Trotzdem lohnt sich der Ort, wenn ihr ihn richtig einplant. Kommt möglichst früh oder bleibt bis zum Abend, wenn die Laternen angehen und viele Tagesgäste langsam wieder fahren.

Die Jiufen Old Street ist das Zentrum des Geschehens. Hier findet ihr Teehäuser, Snacks, Souvenirs, kleine Läden und viele Fotospots. Besonders schön ist es, sich nicht nur auf die Hauptgasse zu konzentrieren, sondern auch die Treppenwege und ruhigeren Seitengassen mitzunehmen.

Ein Teehausbesuch gehört in Jiufen fast dazu. Auch wenn manche Orte sehr bekannt und entsprechend voll sind, ist es einfach schön, mit Blick auf die Berge und das Meer Tee zu trinken. Genau diese Mischung aus Nebel, roten Laternen, alten Häusern und Küstenblick macht Jiufen so besonders.

Viele verbinden Jiufen mit dem Studio-Ghibli-Film Chihiros Reise ins Zauberland. Offiziell ist der Ort zwar keine bestätigte Vorlage, aber die Atmosphäre erklärt schnell, warum diese Verbindung so oft gezogen wird.

Für Jiufen reicht theoretisch ein halber Tag. Besser ist aber ein kompletter Tagesausflug mit Teapot Mountain, Golden Waterfall und Ying Yang Sea. Wenn ihr es ruhiger mögt, könnt ihr auch eine Nacht bleiben und den Ort erleben, wenn die meisten Tagesgäste weg sind.

Hier findet ihr alle meine Tipps rund um Jiufen.

Jiufen: Tagesausflug ab Taipeh mit Teapot Mountain Trail

6. Heping Island Geopark

Der Heping Island Geopark liegt in Keelung und ist ein richtig schöner Küstenstopp für eure Taiwan Rundreise. Hier bekommt ihr eine ganz andere Seite der Insel zu sehen: rau, felsig, windig und nah am Meer.

Die Landschaft besteht aus ungewöhnlichen Felsformationen, Naturpools, Küstenwegen und Aussichtspunkten. Die Formen erinnern teilweise an andere bekannte Geoparks in Taiwan, aber Heping Island fühlt sich kompakter und einfacher zugänglich an.

Ihr könnt auf befestigten Wegen durch den Park laufen, die Felsen anschauen und je nach Saison auch die Meerwasserpools sehen. Plant etwa zwei bis drei Stunden ein, wenn ihr entspannt unterwegs sein möchtet. Wer gerne fotografiert, bleibt wahrscheinlich länger. An warmen Tagen solltet ihr unbedingt Badesachen mitnehmen.

Heping Island lässt sich gut mit Keelung kombinieren. Keelung selbst ist vor allem für den Miaokou Night Market bekannt. Wenn ihr also tagsüber den Geopark besucht, könnt ihr abends in Keelung essen gehen und danach zurück nach Taipeh fahren.

Ab Taipeh kommt ihr mit dem Zug nach Keelung und dann weiter mit Bus oder Taxi. Mit dem Mietwagen ist der Geopark ebenfalls gut erreichbar. Gerade wenn ihr vorher Jiufen oder die Nordostküste besucht, könnt ihr die Region sehr gut in eine kleine Küstenroute einbauen.

Eintritt Erwachsene: 120 NT$ (ca. 3–4 €)

Ermäßigt: 60 NT$

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: 08:00–19:00 Uhr, November bis April: 08:00–18:00 Uhr

7. Guanwu Forest Recreation Area

Die Guanwu Forest Recreation Area ist einer der Stopps, die noch nicht auf jeder klassischen Taiwan Rundreise landen. Genau das macht sie spannend. Guanwu liegt in den Bergen im Grenzbereich von Hsinchu und Miaoli und ist ein guter Ort, wenn ihr Nebelwald, Ruhe, alte Bäume und Bergstimmung sucht.

Die Region ist deutlich abgelegener als Taipeh, Jiufen oder der Sonne-Mond-See. Ihr solltet Guanwu deshalb nicht als schnellen Zwischenstopp planen, sondern mindestens eine Nacht einbauen. Die Anfahrt dauert, die Straßen sind kurvig und das Wetter kann in den Bergen schnell wechseln.

Vor Ort gibt es mehrere Trails. Besonders bekannt sind Wege durch alte Zypressenwälder, Aussichtspunkte und Routen mit Blick auf die umliegenden Berge. Je nach Wetter kann die Stimmung mystisch sein: Nebel zwischen den Bäumen, feuchte Luft, Vogelstimmen und kaum Stadtgeräusche.

Guanwu ist auch ein guter Ort für alle, die Taiwan individuell bereisen und nicht nur die bekannten Highlights sehen möchten. Ihr merkt hier schnell, wie bergig und wild die Insel eigentlich ist. Das ist kein Ort für großes Sightseeing im klassischen Sinn, sondern eher für langsames Reisen.

Am einfachsten kommt ihr mit dem Mietwagen nach Guanwu. Öffentliche Verbindungen sind möglich, aber deutlich umständlicher und weniger flexibel. Wenn ihr keinen Mietwagen nehmen möchtet, solltet ihr Transfers oder Unterkünfte mit Abholmöglichkeit prüfen.

Packt für Guanwu warme Kleidung, Regenschutz und gute Schuhe ein. Selbst wenn es unten warm ist, kann es oben kühl und feucht werden. Ein guter Startpunkt ist das Visitor Center – hier erwartet euch auch eine interessante Ausstellung.

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

8. Sonne-Mond-See

Der Sonne-Mond-See, international fast immer Sun Moon Lake genannt, liegt im Zentrum Taiwans und gehört zu den bekanntesten Reisezielen der Insel. Der See ist von Bergen umgeben und eignet sich perfekt als entspannter Stopp zwischen Nordtaiwan und Alishan oder Kaohsiung.

Rund um den See gibt es mehrere Orte, Tempel, Aussichtspunkte und Radwege. Besonders bekannt ist der Wenwu Temple. Er liegt oberhalb des Sees und bietet einen schönen Blick auf das Wasser. Schon die Lage macht ihn zu einem der wichtigsten Stopps am Sonne-Mond-See.

Ein weiterer schöner Ort ist die Ci’en Pagoda. Von dort habt ihr bei gutem Wetter einen weiten Blick über die Umgebung. Auch Bootstouren sind beliebt. Viele Besucher:innen nutzen die Fähren, um zwischen den wichtigsten Orten am See zu wechseln.

Wenn ihr gerne aktiv seid, könnt ihr am Sonne-Mond-See Rad fahren. Der Radweg am See gilt als einer der schönsten in Taiwan. Ihr müsst nicht die komplette Runde fahren, sondern könnt euch auch nur einen Abschnitt aussuchen. Besonders morgens ist die Stimmung am Wasser sehr schön.

Die wichtigsten Orte für Übernachtungen sind Shuishe und Ita Thao. Shuishe ist praktisch, weil hier viele Busse ankommen und Boote starten. Ita Thao wirkt etwas kleiner und hat abends einen eigenen Streetfood-Bereich.

Zum Sonne-Mond-See kommt ihr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Häufig reist ihr über Taichung an und nehmt von dort einen Bus weiter zum See. Mit dem Mietwagen seid ihr flexibler, vor allem wenn ihr danach weiter nach Alishan fahren möchtet.

Für den Sonne-Mond-See würde ich zwei Nächte einplanen. Eine Nacht geht auch, aber dann wirkt der Aufenthalt schnell gehetzt. Zwei Nächte geben euch genug Zeit für Tempel, Boot, Radweg und einen ruhigen Morgen am Wasser.

Hier findet ihr alle meine Tipps rund um den Sun Moon Lake (Sonne-Mond-See).

Sun Moon Lake (Sonne-Mond-See) in Taiwan

9. Alishan

Alishan war für mich eines der größten Highlights auf meiner Taiwan Rundreise. Die Region liegt in den Bergen von Chiayi County und ist bekannt für Sonnenaufgänge, Nebelwälder, alte Zypressen, Teeplantagen und die historische Alishan Forest Railway.

Viele besuchen Alishan nur für den berühmten Sonnenaufgang. Der ist schön, keine Frage. Aber Alishan nur darauf zu reduzieren, wäre schade. Die Region ist viel mehr als ein Aussichtspunkt am Morgen.

In der Alishan National Forest Recreation Area findet ihr mehrere einfache bis mittelschwere Wege. Besonders bekannt ist der Giant Trees Trail. Das ist vermutlich der Trail, den du meinst: Er führt durch einen Wald mit riesigen alten Zypressen und ist einer der eindrucksvollsten Wege im Schutzgebiet. Die Bäume sind teilweise über tausend Jahre alt und geben dem Ort eine fast unwirkliche Atmosphäre.

Der Giant Trees Trail ist gut ausgebaut und auch für Reisende machbar, die keine große Wanderung suchen. Holzstege, Waldwege, kleine Brücken und riesige Baumstämme machen ihn perfekt, wenn ihr Alishan ohne anstrengende Tour erleben möchtet. Plant genug Zeit ein, weil ihr hier automatisch langsamer lauft.

Ein weiteres großes Highlight ist die Mianyue Line. Dieser Trail folgt einer alten, stillgelegten Bahnstrecke durch den Wald. Ihr lauft durch Tunnel, über alte Brücken und entlang von Gleisen, die langsam von der Natur zurückerobert werden. Genau diese Mischung aus Lost Place, Nebelwald und Berglandschaft macht die Mianyue Line so besonders.

Wichtig: Für die Mianyue Line braucht ihr eine Genehmigung. Außerdem können Abschnitte wegen Schäden, Wetter oder Bauarbeiten gesperrt sein. Prüft deshalb unbedingt vor eurer Reise den aktuellen Status und beantragt das Permit rechtzeitig. Der Trail ist kein spontaner Spaziergang, sondern sollte bewusst geplant werden.

Zur offiziellen Permit-Beantragung: Permit für den Mianyue Line Trail beantragen

Wenn ihr die Mianyue Line machen möchtet, solltet ihr mindestens zwei Nächte in der Region bleiben. So habt ihr einen Puffertag und müsst nicht nach einer langen Anfahrt direkt los. Startet früh, nehmt genug Wasser und Snacks mit und rechnet damit, dass das Wetter in Alishan schnell umschlagen kann.

Neben der Recreation Area lohnt sich auch die Teeregion rund um Alishan. Ein besonders schöner Stopp ist Xiding mit dem Tea and Mist Trail. Dort lauft ihr durch Teeplantagen, Bambus und kleine Wege mit Blick auf die Berge. Der Name passt ziemlich gut, weil hier oft Nebel zwischen den Teefeldern hängt.

Rund um Xiding gibt es mehrere kurze Trails, die ihr gut miteinander verbinden könnt. Dazu gehören Wege durch Teeplantagen, Aussichtspunkte und kleine Waldabschnitte. Es ist keine schwere Wanderregion, sondern eher ein Ort für langsames Gehen, Fotografieren und Teetrinken.

Wenn ihr euch für taiwanesischen Tee interessiert, ist diese Gegend perfekt. Alishan ist besonders bekannt für Hochland-Oolong. Viele Teehäuser und kleine Produzenten bieten Tee an, und selbst wenn ihr keine Teeexpert:innen seid, macht es Spaß, dort zu sitzen, wo der Tee direkt um euch herum wächst.

Ein schöner Hoteltipp ist die Long Yun Farm. Die Ausstattung ist eher einfach, aber die Lage ist malerisch. Ihr schlaft mitten in den Teeplantagen, habt morgens oft Nebel über den Hügeln und seid viel näher an dieser Landschaft dran als in einem klassischen Hotel. Erwartet keinen Luxus, sondern eine gemütliche, einfache Unterkunft mit Atmosphäre.

Auch kulinarisch lohnt sich die Region. Yupasu Tsou ist ein schöner Restauranttipp, wenn ihr die indigene Tsou-Kultur und lokale Küche kennenlernen möchtet. Mal-u Kitchen liegt in Wangxiang Village, einem Dorf in den Bergen im Nantou County, das zur indigenen Bunun-Region gehört. Es ist kein Ort, an dem man zufällig vorbeikommt, aber genau solche Stopps machen reisen in Taiwan besonders.

Für Alishan solltet ihr mindestens zwei bis drei Nächte einplanen. Wenn ihr Mianyue Line, Giant Trees Trail, Tea and Mist Trail, Sonnenaufgang und Teeplantagen kombinieren möchtet, sind drei Nächte deutlich entspannter.

Hier findet ihr alle meine Tipps rund um Alishan – inklusive Wanderungen.

10. Fo Guang Shan Zentrum und Buddha-Museum

Das Fo Guang Shan Zentrum bei Kaohsiung ist einer der eindrucksvollsten Tempelkomplexe in Taiwan – es umfasst das Buddha Museum mit der riesigen Buddha-Statue, mehrere Pagoden, Hallen, Ausstellungen, Restaurants und einen wunderschönen Außenbereich.

Der Ort ist groß, sehr gepflegt und wirkt fast monumental. Schon der Weg vom Eingang Richtung Buddha-Statue ist beeindruckend. Links und rechts stehen Pagoden, am Ende erhebt sich die große sitzende Buddha-Figur über dem Gelände.

Fo Guang Shan ist ein guter Ort, wenn ihr euch für Buddhismus, Architektur oder Kultur interessiert. Gleichzeitig müsst ihr keine Vorkenntnisse haben. Ihr könnt einfach über das Gelände laufen, die Atmosphäre aufnehmen, Ausstellungen besuchen und euch Zeit lassen.

Der Eintritt ist in der Regel kostenlos. Vor Ort gibt es Restaurants, Cafés und – weil die buddhistische Küche in Taiwan fleischlos geprägt ist – jede Menge Leckereien für Veganer:innen und Vegetarier:innen.

Ab Kaohsiung kommt ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxi nach Fo Guang Shan. Wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, lässt sich der Besuch gut auf dem Weg nach Kaohsiung oder als Tagesausflug einbauen.

Plant mindestens zwei bis drei Stunden ein. Wenn ihr Ausstellungen besuchen, essen und langsam über das Gelände laufen möchtet, könnt ihr auch einen halben Tag dort verbringen. Achtet darauf, dass der Tempelkomplex dienstags geschlossen sein kann und prüft vor eurem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Öffnungszeiten: Mo sowie Mi–Fr 09:00–18:00 Uhr, Sa–So 09:00–19:00 Uhr, dienstags geschlossen.

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

11. Kaohsiung mit Dragon and Tiger Pagoden

Kaohsiung ist die größte Stadt im Süden Taiwans und ein guter Abschluss für eure Taiwan Rundreise. Die Stadt ist wärmer, entspannter und weitläufiger als Taipeh. Sie hat Hafenflair, Streetfood, Tempel, Kunstorte und eine sehr gute MRT.

Ein bekannter Stopp sind die Dragon and Tiger Pagoden am Lotus Pond. Die beiden bunten Pagoden gehören zu den ikonischsten Fotospots in Kaohsiung. Der klassische Weg führt durch den Drachen hinein und durch den Tiger wieder hinaus. Das soll symbolisch Unglück in Glück verwandeln.

Rund um den Lotus Pond findet ihr weitere Tempel, Pavillons und Statuen. Der Ort eignet sich gut für einen Spaziergang, vor allem am Nachmittag oder frühen Abend. Tagsüber kann es im Süden sehr heiß werden, deshalb ist ein später Besuch oft angenehmer.

Kaohsiung hat aber mehr zu bieten als die Pagoden. Schön ist auch das Pier-2 Art Center, ein ehemaliges Hafengebiet mit Kunst, Cafés, Shops und Installationen. Abends lohnt sich ein Nachtmarkt oder ein Spaziergang am Love River.

Wenn ihr am Ende eurer Taiwan Reise etwas Stadt, Sonne und entspanntes Süd-Taiwan-Gefühl möchtet, ist Kaohsiung perfekt. Ihr könnt von hier mit dem High Speed Rail zurück nach Taipeh fahren oder direkt weiterreisen, wenn eure Verbindung passt.

Kaohsiung mit Dragon and Tiger Pagoden

Hotelempfehlungen für eure Taiwan Rundreise

Hier möchte ich euch noch ein paar Hotels vorstellen, in denen ich selbst übernachtet und mit denen ich sehr happy war:

Palais de Chine Taipeh*

Das Palais de Chine ist ein sehr praktischer Hoteltipp für Taipeh, weil es direkt in der Nähe der Taipei Main Station liegt. Für den Start einer Taiwan Rundreise ist das perfekt. Ihr kommt gut vom Flughafen an, könnt MRT, Zug und Busse nutzen und seid schnell in verschiedenen Stadtteilen.

Das Hotel hat einen eher klassischen, eleganten Stil und ist besonders dann sinnvoll, wenn ihr kurze Wege möchtet. Gerade nach einem langen Flug ist es angenehm, nicht noch kompliziert durch die Stadt fahren zu müssen.

Wyndham Sun Moon Lake*

Das Wyndham Sun Moon Lake ist eine komfortable Option am Sonne-Mond-See. Es eignet sich gut, wenn ihr den See nicht nur als kurzen Zwischenstopp sehen möchtet, sondern euch bewusst etwas mehr Komfort gönnen wollt.

Die Lage am See macht es einfach, die Umgebung zu erkunden. Je nach Zimmer und Kategorie habt ihr schöne Ausblicke und seid nah an den wichtigsten Orten rund um Ita Thao. Mein Highlight war der private Hotpool in meinem Zimmer.

Golden Tulip Aesthetics Miaoli*

Das Golden Tulip Aesthetics Miaoli ist ein sinnvoller Stopp, wenn ihr die Region Miaoli oder Guanwu in eure Taiwan Rundreise einbauen möchtet. Es liegt nicht direkt in Guanwu, kann aber als komfortablere Basis für die Umgebung dienen.

Die Region Miaoli wird von vielen Reisenden unterschätzt. Sie eignet sich gut, wenn ihr zwischen Taipeh, den Bergen und dem zentralen Taiwan unterwegs seid und nicht nur die klassischen Städte sehen wollt.

Long Yun Farm Alishan*

Die Long Yun Farm ist mein Tipp für alle, die in Alishan nicht nur praktisch, sondern atmosphärisch übernachten möchten. Die Ausstattung ist einfach, aber gemütlich. Der eigentliche Grund, hier zu schlafen, ist die Lage.

Ihr seid mitten in den Teeplantagen, oft mit Nebel, Bergblick und dieser ganz besonderen Alishan-Stimmung. Erwartet kein Designhotel, sondern eine Unterkunft, die zur Umgebung passt. Für mich ist genau das der Reiz.

Hoteltipp: Long Yun Farm

Praktische Tipps für eure Taiwan Rundreise

Zum Schluss habe ich noch ein paar praktische Tipps für die Taiwan Rundreise für euch:

EasyCard nutzen

Holt euch direkt am Anfang eine EasyCard. Damit könnt ihr MRT, Busse, viele Züge, Convenience Stores und andere kleine Zahlungen nutzen. Gerade in Taipeh macht die Karte das Reisen deutlich einfacher.

Nicht zu viel in einen Tag packen

Taiwan sieht auf der Karte klein aus, aber die Berge kosten Zeit. Eine Strecke kann kurz wirken und trotzdem lange dauern, weil Straßen kurvig sind oder ihr mehrfach umsteigen müsst.

Wanderungen immer mit Wettercheck planen

Gerade in Alishan, Guanwu und rund um den Teapot Mountain kann das Wetter schnell wechseln. Nebel, Regen und rutschige Wege sind keine Seltenheit. Plant flexibel und habt immer eine Alternative.

Bargeld dabeihaben

In Städten könnt ihr viel mit Karte zahlen, aber auf Märkten, in kleinen Restaurants, bei Bussen oder in ländlichen Regionen ist Bargeld wichtig. Hebt lieber regelmäßig kleinere Beträge ab.

Vegetarisch reisen in Taiwan

Vegetarisch reisen in Taiwan ist gut möglich, besonders in Taipeh und in buddhistisch geprägten Orten. Trotzdem solltet ihr euch ein paar chinesische Begriffe speichern oder eine Übersetzungsapp nutzen. Nicht jedes Gemüsegericht ist automatisch vegetarisch, weil oft Fleischbrühe, Austernsauce oder kleine Fleischstücke verwendet werden.

Unterkünfte in Naturregionen früh buchen

In Alishan, am Sonne-Mond-See und in Guanwu ist die Auswahl begrenzter als in Taipeh oder Kaohsiung. Besonders an Wochenenden und Feiertagen solltet ihr früh buchen.

Wenwu Tempel am Sun Moon Lake

Fazit: Lohnt sich eine Taiwan Rundreise?

Ja, absolut. Eine Taiwan Rundreise ist perfekt, wenn ihr Asien liebt, aber Lust auf ein Reiseziel habt, das nicht jeder auf dem Schirm hat. Taiwan ist einfach genug für eine individuelle Reise, aber vielseitig genug, dass es nie langweilig wird.

Die Mischung aus Taipeh, Küste, Jiufen, Heping Island, Guanwu, Sonne-Mond-See, Alishan und Kaohsiung zeigt ziemlich gut, wie unterschiedlich die Insel ist. Ihr bekommt moderne Städte, Teeberge, Tempel, Nachtmärkte, Nebelwälder, Küstenlandschaften und echte Outdoor-Momente.

Wenn ihr Taiwan individuell bereisen möchtet, nehmt euch genug Zeit. Hetzt nicht nur von Fotospot zu Fotospot. Die schönsten Momente entstehen oft genau dazwischen: bei einer Tasse Tee in Alishan, auf einem leeren Bergweg in Guanwu, beim Sonnenuntergang über Taipeh oder beim Essen auf einem Nachtmarkt.

Jiufen Walking Street

Häufig gestellte Fragen zur Taiwan Rundreise

Hier beantworte ich euch noch ein paar häufig gestellte Fragen rund um das Thema Taiwan Rundreise:

Wie viele Tage braucht man für eine Taiwan Rundreise?

Für eine erste Taiwan Rundreise solltet ihr mindestens 10 bis 12 Tage einplanen. Damit könnt ihr Taipeh, die Nordostküste, Jiufen, den Sonne-Mond-See, Alishan und Kaohsiung gut miteinander verbinden. Wenn ihr zusätzlich Guanwu, weitere Wanderungen oder die Ostküste sehen möchtet, sind zwei bis drei Wochen deutlich entspannter.

Kann man Taiwan individuell bereisen?

Ja, Taiwan lässt sich sehr gut individuell bereisen. Die Infrastruktur ist gut, viele Orte sind sicher und öffentliche Verkehrsmittel funktionieren zuverlässig. Für abgelegenere Regionen wie Guanwu oder manche Teeplantagen ist ein Mietwagen aber deutlich praktischer.

Braucht man für Taiwan einen Mietwagen?

Nicht zwingend. Zwischen den großen Städten kommt ihr sehr gut mit Zug, High Speed Rail, MRT und Bus voran. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für Naturregionen, Bergstraßen und Orte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich erreichbar sind.

Wann ist die beste Reisezeit für Taiwan?

Die angenehmste Reisezeit ist im Frühling und Herbst. Besonders März bis Mai und Oktober bis November sind für viele Regionen gut geeignet. Im Sommer kann es heiß, schwül und regnerisch sein, während der Winter im Norden kühler und feuchter ausfallen kann.

Ist Taiwan ein gutes Reiseziel für Wanderungen?

Ja, Taiwan ist ein richtig gutes Wanderziel. Besonders Alishan, Guanwu, der Teapot Mountain und viele Regionen im Landesinneren zeigen, wie bergig die Insel ist. Wichtig ist nur, dass ihr Wetter, Wegzustand und mögliche Permits vorab prüft.

Lohnt sich Alishan auf einer Taiwan Rundreise?

Alishan lohnt sich sehr, vor allem wenn ihr Natur, Teeplantagen und Nebelwälder mögt. Viele kommen nur für den Sonnenaufgang, aber die Region hat deutlich mehr zu bieten. Besonders der Giant Trees Trail, die Mianyue Line und die Teeregion rund um Xiding machen Alishan zu einem der schönsten Stopps.

Was ist der schönste Stopp auf dieser Taiwan Rundreise?

Das hängt davon ab, was ihr sucht. Für Stadt und Essen ist Taipeh stark, für Küste und Atmosphäre Jiufen mit Teapot Mountain. Für Natur und besondere Landschaften waren Alishan und Guanwu für mich die eindrucksvollsten Stopps.

Ist Taiwan teuer?

Taiwan ist nicht extrem günstig, aber oft günstiger als Japan oder Südkorea. Streetfood, öffentliche Verkehrsmittel und einfache Unterkünfte sind relativ bezahlbar. Teurer wird es bei guten Hotels, Mietwagen, abgelegenen Unterkünften und beliebten Regionen wie Alishan oder dem Sonne-Mond-See.

Kann man Taiwan gut ohne Chinesisch bereisen?

Ja, das geht. In Taipeh, an Bahnhöfen, in Hotels und an bekannten Sehenswürdigkeiten kommt ihr oft mit Englisch zurecht. In ländlicheren Regionen hilft eine Übersetzungsapp sehr, besonders bei Restaurants, Bussen oder kleinen Unterkünften.

Welche Route eignet sich für die erste Taiwan Reise?

Für die erste Taiwan Reise ist eine Route mit Taipeh, Jiufen, Heping Island, Sonne-Mond-See, Alishan und Kaohsiung perfekt. Wenn ihr mehr Natur möchtet, ergänzt Guanwu oder weitere Wanderregionen. Wenn ihr mehr Kultur und Essen wollt, könnt ihr zusätzlich Tainan einbauen.

Taiwan Rundreise und Sehenswürdigkeiten

Offenlegung: Zu dieser Reise wurde ich von der Taiwan Tourism Administration eingeladen – eine Bezahlung erfolgte nicht. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.