| Zuletzt überarbeitet am 10. Juni 2026 |

Taipeh gehört zu den spannendsten Städten Asiens. Zwischen modernen Wolkenkratzern, historischen Gedenkstätten, lebhaften Vierteln und grünen Bergen liegen oft nur ein paar Metrostationen. Während viele Reisende zunächst an den Taipei 101 denken, hat die Hauptstadt Taiwans deutlich mehr zu bieten. Innerhalb eines Tages könnt ihr durch historische Straßen schlendern, eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Asiens besuchen, auf einen Aussichtspunkt mit Blick über die Skyline wandern und am Abend auf einem Nachtmarkt essen. In diesem Artikel findet ihr meine liebsten Taipeh Sehenswürdigkeiten, praktische Reisetipps und viele Informationen für die Planung eurer Reise.


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10 spannende Fakten über Taipeh

  • Taipeh ist die Hauptstadt Taiwans und mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Gemeinsam mit den angrenzenden Städten New Taipei City und Keelung bildet sie eine Metropolregion mit mehr als sieben Millionen Einwohnern.
  • Der Taipei 101 war von 2004 bis 2010 das höchste Gebäude der Welt. Mit einer Höhe von 508 Metern gehört er noch immer zu den markantesten Wolkenkratzern weltweit.
  • Das öffentliche Verkehrsnetz von Taipeh zählt zu den besten in Asien. Die Metro gilt als sauber, zuverlässig und einfach zu nutzen.
  • Taipeh liegt in einem Becken, das von Bergen umgeben ist. Deshalb erreicht ihr jede Menge Wanderwege und Aussichtspunkte innerhalb kurzer Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto.
  • Das National Palace Museum beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen chinesischer Kunst und historischer Artefakte.
  • Die berühmte Restaurantkette Din Tai Fung wurde ursprünglich in Taiwan gegründet. Heute gibt es Filialen auf mehreren Kontinenten.
  • Taipeh zählt zu den sichersten Großstädten Asiens. Gewaltverbrechen gegen Reisende sind selten.
  • Die Stadt liegt in einer aktiven Erdbebenregion. Moderne Gebäude werden deshalb nach strengen Bauvorschriften errichtet.
  • In Taipeh findet jedes Jahr eines der größten Silvesterfeuerwerke Asiens am Taipei 101 statt.
  • Viele bekannte Sehenswürdigkeiten in Taipeh lassen sich kostenlos besuchen. Dazu gehören beispielsweise der Liberty Square, der Peace Memorial Park oder verschiedene Aussichtspunkte in der Stadt.
Taipeh Sehenswürdigkeiten

Elephant Mountain: Die bekannteste Wanderung mit Blick auf den Taipei 101

Wissenswertes über Taipeh

Taipeh gilt als eines der unkompliziertesten Reiseziele in Ostasien. Das öffentliche Verkehrsnetz ist leicht verständlich, viele Sehenswürdigkeiten sind bequem erreichbar und auch für Individualreisende lässt sich die Stadt ohne großen Planungsaufwand erkunden. Wer zum ersten Mal nach Taiwan reist, beginnt seine Reise meist hier – und bleibt oft länger als ursprünglich geplant.

Ein weiterer Grund, warum Taipeh bei vielen Reisenden so beliebt ist, liegt in der Vielfalt der Stadt. Moderne Architektur trifft auf traditionelle Tempel, kleine Gassen auf breite Boulevards und historische Orte auf kreative Viertel. Dazu kommen zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, die sich problemlos als Tagesausflug von der Hauptstadt aus unternehmen lassen.

Wo liegt Taipeh?

Taipeh liegt im Norden Taiwans und bildet das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt befindet sich in einem von Bergen umgebenen Becken und wird vom Tamsui-Fluss durchzogen. Durch ihre Lage eignet sie sich hervorragend als Ausgangspunkt, um weitere Regionen Taiwans zu erkunden.

Von Taipeh aus erreicht ihr viele beliebte Reiseziele innerhalb weniger Stunden. Dazu gehören beispielsweise der Sonne-Mond-See, der Alishan Nationalpark, Kaohsiung oder die Ostküste rund um Hualien.

Taipeh Sehenswürdigkeiten

Taipei 101: Alles, was ihr über Taipehs bekanntestes Wahrzeichen wissen müsst

Beste Reisezeit für Taipeh

Grundsätzlich könnt ihr Taipeh das ganze Jahr über besuchen. Die angenehmsten Bedingungen erwarten euch meist zwischen Oktober und April. Der Frühling bringt häufig milde Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad Celsius. Gleichzeitig kann es in dieser Jahreszeit immer wieder regnen.

Die Sommermonate von Juni bis September sind heiß, feucht und oft schwül. Temperaturen von über 30 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Zusätzlich fällt in dieser Zeit deutlich mehr Niederschlag und gelegentlich ziehen Taifune über die Region.

Viele Reisende bevorzugen daher die Monate Oktober, November, März und April. Dann sind die Temperaturen meist angenehm und die Luftfeuchtigkeit niedriger als im Hochsommer.

Einreise nach Taiwan

Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Taiwan relativ unkompliziert. Für touristische Aufenthalte wird kein Visum benötigt. Der Reisepass sollte bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein. Zusätzlich kann es vorkommen, dass bei der Einreise ein Rück- oder Weiterflugticket verlangt wird.

Innerhalb von 3 Tagen vor Abflug müsst ihr außerdem ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Vor der Reise lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Einreisebestimmungen sowie die Hinweise des Auswärtigen Amtes, da sich diese jederzeit ändern können.

Taipeh Sehenswürdigkeiten

Jiufen: Tagesausflug ab Taipeh mit Teapot Mountain Trail

Anreise nach Taipeh

Die meisten internationalen Flüge landen am Taiwan Taoyuan International Airport. Dieser befindet sich etwa 40 Kilometer westlich des Stadtzentrums.

Vom Flughafen gelangt ihr auf mehreren Wegen nach Taipeh. Besonders praktisch ist der Airport MRT, der den Flughafen direkt mit der Innenstadt verbindet. Die Fahrt dauert je nach Verbindung ca. 35 bis 50 Minuten.

Alternativ stehen Busse, Taxis und private Transfers zur Verfügung. Wer mehrere Orte in Taiwan besuchen möchte, kann vom Flughafen auch direkt mit dem Mietwagen oder mit dem Zug in andere Städte weiterreisen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Taipeh

Taipeh verfügt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz. Die MRT verbindet nahezu alle wichtigen Stadtteile und viele Sehenswürdigkeiten miteinander. Die Stationen sind sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch ausgeschildert. Dadurch finden sich auch Erstbesucher:innen schnell zurecht.

Neben der Metro gibt es ein dichtes Busnetz, das auch Regionen erreicht, die nicht direkt an die MRT angeschlossen sind. Für kürzere Strecken stehen außerdem öffentliche Leihfahrräder zur Verfügung.

Viele Sehenswürdigkeiten in Taipeh lassen sich problemlos ohne Mietwagen erkunden. Für die meisten Reisenden ist ein Auto in der Stadt eher hinderlich als hilfreich.

Sun Moon Lake (Sonne-Mond-See) in Taiwan: Tipps für den perfekten Trip

Die EasyCard

Die EasyCard gehört zu den praktischsten Dingen, die ihr direkt nach eurer Ankunft kaufen könnt. Dabei handelt es sich um eine wiederaufladbare Chipkarte für den öffentlichen Nahverkehr.

Mit der EasyCard könnt ihr Metro fahren, Busse nutzen und in vielen Geschäften bezahlen. Auch einige Sehenswürdigkeiten und öffentliche Einrichtungen akzeptieren die Karte.

Die EasyCard ist an MRT-Stationen, Flughäfen und in vielen Convenience Stores erhältlich. Anschließend könnt ihr sie jederzeit aufladen. Gerade bei einem längeren Aufenthalt spart ihr euch damit den Kauf einzelner Fahrkarten.

Taipeh Sehenswürdigkeiten

Wie viele Tage sollte man für Taipeh einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Taipeh solltet ihr mindestens drei volle Tage einplanen.

Wer zusätzlich Tagesausflüge nach Jiufen, zur Golden Waterfall, zum Heping Island Geopark oder auf den Teapot Mountain unternehmen möchte, sollte eher vier bis fünf Tage einplanen.

Auch viele Reisende, die Taiwan als Rundreise erkunden, verbringen am Anfang oder Ende ihrer Reise mehrere Tage in der Hauptstadt.

Ist Taipeh sicher?

Taipeh gilt als sehr sicheres Reiseziel. Auch am Abend sind viele Viertel gut besucht und die Kriminalitätsrate ist vergleichsweise niedrig. Wie in jeder Großstadt solltet ihr dennoch auf eure Wertsachen achten und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Alleinreisende berichten oft, dass sie sich in Taipeh deutlich sicherer fühlen als in vielen anderen Millionenstädten weltweit.

Taipeh Sehenswürdigkeiten

Was kostet eine Reise nach Taipeh?

Taipeh ist günstiger als viele andere große Städte in Ostasien, allerdings nicht mehr so preiswert wie manche Reiseziele in Südostasien. Besonders bei Essen könnt ihr oft sparen. In lokalen Restaurants oder auf Nachtmärkten bekommt ihr bereits für wenige Euro vollständige Mahlzeiten.

Hotels gibt es in nahezu jeder Preisklasse. Vom einfachen Hostel bis zum Luxushotel findet ihr wirklich viele Optionen – die Preise für 4- oder 5-Sterne-Hotels beginnen schon bei ca. 80 Euro pro Nacht.

Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind vergleichsweise günstig, weshalb sich die meisten Sehenswürdigkeiten in Taipeh für wenig Geld erreichen lassen.

Taipeh Sehenswürdigkeiten

Taipeh Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights der Stadt

Nachdem ihr nun die wichtigsten Informationen für eure Reise kennt, wird es Zeit für die eigentlichen Highlights. Die Sehenswürdigkeiten in Taipeh reichen von modernen Wahrzeichen über historische Orte bis hin zu lebhaften Stadtvierteln und kulturellen Einrichtungen. Viele davon lassen sich bequem mit der MRT erreichen, sodass ihr auch ohne Auto flexibel unterwegs seid.

Taipeh Sehenswürdigkeiten auf der Karte

    1. Taipei 101

    Wenn von Taipeh Sehenswürdigkeiten die Rede ist, wird meistens zuerst der Taipei 101 genannt. Der Wolkenkratzer prägt die Skyline der Stadt wie kein anderes Gebäude und gehört bis heute zu den bekanntesten Wahrzeichen Asiens. Mit einer Höhe von 508 Metern war er zwischen 2004 und 2010 das höchste Gebäude der Welt. Besonders auffällig ist sein Design, das an mehrere übereinandergestapelte Bambussegmente erinnern soll. Im Inneren befinden sich Büros, Geschäfte, Restaurants und die beliebte Aussichtsplattform.

    Die Aussichtsplattform liegt im 89. Stockwerk und bietet einen weiten Blick über die Stadt und die umliegenden Berge. An klaren Tagen könnt ihr von hier aus große Teile des Großraums Taipeh überblicken. Besonders beliebt ist ein Besuch kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich die Stadt langsam in ein Lichtermeer verwandelt. Ebenfalls spannend ist der riesige Schwingungstilger im Inneren des Gebäudes. Die mehrere hundert Tonnen schwere Kugel hilft dabei, Bewegungen durch Wind oder Erdbeben auszugleichen und kann von Besuchern besichtigt werden.

    Auch wenn ihr die Aussichtsplattform nicht besuchen möchtet, lohnt sich ein Abstecher zum Taipei 101. Rund um das Gebäude befinden sich moderne Einkaufszentren, Restaurants und großzügige Plätze, die sich gut für einen Spaziergang eignen.

    Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

    • Eintritt Erwachsene: 600 NT$ (ca. 16–17 €)
    • Ermäßigter Eintritt: 540 NT$
    • Zusätzlicher Zugang zur 101. Etage: Aufpreis 380 NT$
    • Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 11:00–21:30 Uhr, Freitag, Samstag und vor Feiertagen: 11:00–22:00 Uhr

    2. Din Tai Fung im Taipei 101

    Nur ein paar Schritte von einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Taipeh entfernt befindet sich eine weitere Attraktion, die vor allem bei Foodies auf der Liste steht. Din Tai Fung wurde ursprünglich in Taiwan gegründet und entwickelte sich von einem kleinen Geschäft zu einer internationalen Restaurantkette mit Standorten auf mehreren Kontinenten.

    Berühmt geworden ist das Unternehmen vor allem durch seine Xiao Long Bao. Dabei handelt es sich um gedämpfte Teigtaschen, die mit Brühe und verschiedenen Füllungen zubereitet werden. Die Filiale im Taipei 101 zählt zu den bekanntesten Standorten der Marke. Viele Besucher kombinieren den Restaurantbesuch direkt mit einem Besuch des Wolkenkratzers.

    Besonders spannend ist die offene Küche. Durch große Fenster könnt ihr beobachten, wie die Teigtaschen von Hand gefertigt werden. Jeder Arbeitsschritt folgt dabei festgelegten Standards. Die Köche formen die Teigtaschen mit großer Präzision und arbeiten oft direkt vor den Augen der Gäste.

    Je nach Tageszeit können die Wartezeiten deutlich länger ausfallen. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, sollte möglichst früh oder außerhalb der klassischen Essenszeiten kommen. Für viele Besucher gehört Din Tai Fung trotzdem fest zu einem Aufenthalt in Taipeh dazu.

    3. Elephant Mountain

    Der Elephant Mountain, auf Chinesisch Xiangshan genannt, gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt. Obwohl sich der Berg direkt innerhalb des Stadtgebiets befindet, fühlt sich die Umgebung überraschend grün und ruhig an.

    Der Wanderweg beginnt nur ein paar Minuten von der MRT-Station Xiangshan entfernt. Schon nach kurzer Zeit führen euch hier viele, viele Treppenstufen nach oben. Die Wanderung ist nicht besonders lang, kann durch die vielen Stufen aber ziemlich anstrengend werden, vor allem an warmen Tagen.

    Die meisten Besucher erreichen die bekannten Aussichtspunkte nach ca. 20 bis 30 Minuten. Von dort eröffnet sich einer der berühmtesten Blicke über Taipeh. Besonders der Taipei 101 steht dabei im Mittelpunkt vieler Fotos.

    Zum Sonnenuntergang versammeln sich hier täglich zahlreiche Besucher. Die Stimmung verändert sich innerhalb kurzer Zeit, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und die ersten Lichter der Stadt angehen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Weg auch über weitere Wanderpfade fortsetzen und zusätzliche Aussichtspunkte erkunden.

    Gerade weil der Elephant Mountain Natur und Stadt miteinander verbindet, zählt er für viele Reisende zu den schönsten Taipeh Sehenswürdigkeiten.

    Info: Rund um die Uhr zugänglich

    4. Chiang Kai-shek Memorial Hall

    Die Chiang Kai-shek Memorial Hall gehört zu den bedeutendsten historischen Orten in Taiwan. Die monumentale Anlage wurde zu Ehren des ehemaligen Präsidenten Chiang Kai-shek errichtet und zählt heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Taipeh.

    Schon beim Betreten des Geländes fällt die enorme Größe der Anlage auf. Breite Wege, weitläufige Plätze und symmetrisch angelegte Gebäude prägen das Erscheinungsbild. Die eigentliche Gedenkhalle erhebt sich am Ende einer langen Treppe und ist schon von weitem sichtbar.

    Im Inneren befindet sich eine große Bronzestatue von Chiang Kai-shek. Vor der Statue stehen Ehrensoldaten, die regelmäßig an der Wachablösung teilnehmen. Diese Zeremonie zieht täglich zahlreiche Besucher an und gehört für viele zu den Höhepunkten eines Besuchs.

    Die Architektur orientiert sich an traditionellen chinesischen Baustilen. Besonders die blauen Dächer und die weißen Fassaden machen die Anlage zu einem beliebten Fotomotiv. Gleichzeitig spielt die Memorial Hall auch politisch und historisch eine wichtige Rolle, da sie eng mit der modernen Geschichte Taiwans verbunden ist.

    Info: Der Besuch der Anlage ist kostenlos. Auch die Gedenkhalle und die Wachablösung können kostenlos besucht werden.

    Chiang Kai-shek Memorial Hall - Wachwechsel

    5. Chiang Kai-shek Memorial Hall Museum

    Unterhalb der eigentlichen Gedenkhalle befindet sich ein Museum, das von vielen Reisenden übersehen wird. Dabei liefert gerade dieser Bereich spannende Hintergründe zur Geschichte Taiwans und zum Leben Chiang Kai-sheks.

    Die Ausstellung umfasst zahlreiche persönliche Gegenstände, Dokumente, Fotografien und historische Aufnahmen. Dadurch entsteht ein deutlich umfassenderes Bild als durch den Besuch der Statue allein. Auch die politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts werden ausführlich thematisiert.

    Für Besucher:innen ohne tiefere Vorkenntnisse bietet das Museum einen guten Einstieg in die jüngere Geschichte des Landes. Viele Ereignisse, die Taiwan bis heute prägen, werden hier verständlich erklärt.

    Darüber hinaus geben verschiedene Ausstellungsbereiche Einblicke in den Alltag Chiang Kai-sheks sowie in die Zeit nach seiner Übersiedlung nach Taiwan. Die Ausstellung ist modern gestaltet und lässt sich gut in den Besuch der Memorial Hall integrieren.

    Wer die historischen Zusammenhänge besser verstehen möchte, sollte für das Museum ein bisschen Zeit einplanen.

    Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

    6. Liberty Square

    Direkt vor der Chiang Kai-shek Memorial Hall liegt der Liberty Square. Der große Platz gehört zu den bekanntesten öffentlichen Orten des Landes und spielt bis heute eine wichtige gesellschaftliche Rolle.

    Der Platz wird von zwei monumentalen Toren eingerahmt und bietet einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Gebäude. Durch seine Größe wirkt die Anlage fast wie eine eigene kleine Stadt innerhalb Taipehs.

    Historisch betrachtet war der Platz Schauplatz zahlreicher politischer Veranstaltungen und Demonstrationen. Besonders während der Demokratisierungsbewegung Taiwans spielte er eine wichtige Rolle. Heute wird der Liberty Square sowohl von Einheimischen als auch von Besuchern genutzt.

    Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend herrscht eine ganz andere Atmosphäre als zur Mittagszeit. Dann wirkt die weitläufige Anlage deutlich ruhiger und bietet interessante Fotomotive. Ein Highlight ist auch immer die Wachablösung zur vollen Stunde.

    Info: Der Besuch der Anlage ist kostenlos.

    7. Ximending

    Ximending gehört zu den lebendigsten Vierteln der Stadt und wird häufig als eines der Zentren der Jugendkultur bezeichnet. Wer die moderne Seite der Stadt kennenlernen möchte, sollte diesen Stadtteil unbedingt besuchen.

    Das Viertel ist für seine Fußgängerzonen, Leuchtreklamen und zahlreichen Geschäfte bekannt. Viele Besucher fühlen sich an bekannte Einkaufsviertel in Tokio oder Seoul erinnert. Gleichzeitig besitzt Ximending einen ganz eigenen Charakter.

    Neben Modegeschäften, Restaurants und Cafés finden sich hier auch Kinos, kleine Theater und Straßenkünstler. Besonders am Abend nimmt die Besucherzahl deutlich zu. Dann füllen sich die Straßen mit Einheimischen und Reisenden.

    Ein Spaziergang durch Ximending zeigt eine ganz andere Seite der Stadt als historische Orte wie die Memorial Hall oder Dihua Street. Hier stehen aktuelle Trends, Popkultur und Unterhaltung im Mittelpunkt.

    Auch für Street Photography gehört das Viertel zu den interessantesten Orten der Stadt. Hinter vielen Hauptstraßen verbergen sich kleinere Gassen mit individuellen Geschäften und Cafés.

    Ximending - Taipeh
    Ximending - Taipeh

    8. The Red House

    Mitten in Ximending befindet sich eines der markantesten historischen Gebäude des Viertels. Das Red House wurde 1908 während der japanischen Kolonialzeit erbaut und gehört heute zu den bekanntesten Bauwerken der Umgebung.

    Schon von außen fällt das rote Backsteingebäude sofort auf. Seine Architektur unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Gebäuden in der Stadt. Ursprünglich wurde das Gebäude als Markt genutzt.

    Heute beherbergt das Red House verschiedene kleine Geschäfte, Designläden und Ausstellungsräume. Viele lokale Künstler präsentieren hier ihre Arbeiten. Dadurch entstand ein kreativer Treffpunkt, der sich deutlich von klassischen Einkaufszentren unterscheidet.

    Darüber hinaus spielt das Red House eine wichtige Rolle für die LGBTQ+-Community in Taiwan. Rund um das Gebäude haben sich zahlreiche Bars, Cafés und Veranstaltungsorte angesiedelt.

    Besonders am Wochenende herrscht hier eine lebhafte Atmosphäre. Dann finden regelmäßig Märkte und Veranstaltungen statt. Für viele Besucher gehört das Red House deshalb zu den interessantesten kulturellen Sehenswürdigkeiten in Taipeh.

    Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

    The Red House - Taipeh Highlights

    9. Longshan Temple

    Der Longshan Temple gehört zu den bekanntesten religiösen Bauwerken Taiwans und ist gleichzeitig einer der meistbesuchten Tempel des Landes. Die Geschichte des Tempels reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde er von Einwanderern aus der chinesischen Provinz Fujian errichtet und entwickelte sich über die Jahre zu einem wichtigen spirituellen Zentrum der Stadt.

    Schon beim Betreten des Tempelgeländes fallen die aufwendig gestalteten Dächer mit ihren kunstvollen Drachenfiguren auf. Fast jeder Bereich des Gebäudes ist mit Schnitzereien, Verzierungen oder traditionellen Symbolen geschmückt. Viele Besucher verbringen hier deutlich mehr Zeit als geplant, weil sich ständig neue Details entdecken lassen.

    Der Tempel ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern wird bis heute aktiv genutzt. Während eures Besuchs könnt ihr häufig beobachten, wie Einheimische beten, Räucherstäbchen anzünden oder Opfergaben niederlegen. Dadurch vermittelt der Longshan Temple einen authentischen Einblick in religiöse Traditionen, die im Alltag vieler Menschen weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

    Trotz seiner Lage mitten in der Großstadt herrscht auf dem Tempelgelände oft eine überraschend ruhige Atmosphäre. Das macht den Longshan Temple zu einem spannenden Kontrast zu den modernen Vierteln der Stadt. Gerade deshalb zählt er für viele Besucher zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Taipeh.

    Besonders schön wirkt die Anlage in den Abendstunden, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird und sich die Farben der Gebäude verändern. Wer sich für Kultur, Architektur oder Geschichte interessiert, sollte den Tempel unbedingt in seine Reiseplanung aufnehmen.

    Öffnungszeiten: Täglich ca. 06:00–22:00 Uhr

    Longshan Temple Taipeh

    10. National Palace Museum

    Das National Palace Museum gehört zu den bedeutendsten Museen Asiens. Viele Besucher kommen allein wegen dieser Sammlung nach Taipeh. Das Museum beherbergt hunderttausende historische Objekte, die einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren chinesischer Geschichte abdecken.

    Ein großer Teil der Sammlung gelangte während des chinesischen Bürgerkriegs nach Taiwan und wird heute hier aufbewahrt. Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken gehören kunstvoll bearbeitete Jadeobjekte, Keramiken, Kalligrafien und historische Dokumente.

    Selbst wer normalerweise keine Museen besucht, wird schnell feststellen, dass die Sammlung außergewöhnlich umfangreich ist. Viele der ausgestellten Werke gelten als einzigartig und besitzen einen hohen kulturellen Wert. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig, da nur ein Teil der Sammlung gleichzeitig gezeigt werden kann.

    Das Museumsgebäude liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums und ist von einer grünen Umgebung umgeben. Dadurch wirkt der Besuch deutlich entspannter als viele andere Sehenswürdigkeiten in Taipeh.

    Für einen Rundgang solltet ihr mehrere Stunden einplanen. Wer sich intensiver mit der Geschichte Chinas und Taiwans beschäftigen möchte, kann problemlos einen halben Tag im Museum verbringen.

    Auch audiogeführte Rundgänge werden angeboten und helfen dabei, die Bedeutung vieler Ausstellungsstücke besser zu verstehen. Das National Palace Museum gehört ohne Zweifel zu den kulturellen Höhepunkten einer Reise nach Taipeh.

    Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

    Eintritt Erwachsene: 350 NT$ (ca. 9–10 €)

    Unter 18 Jahren: kostenlos

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 09:00–17:00 Uhr, Montag geschlossen

    National Palace Museum Taipeh

    11. Dihua Street

    Die Dihua Street zählt zu den ältesten Straßen der Stadt und vermittelt einen Eindruck davon, wie Taipeh vor der Entstehung der modernen Hochhausviertel aussah. Viele Gebäude stammen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert und wurden aufwendig restauriert.

    Früher war die Straße ein bedeutendes Handelszentrum. Händler verkauften hier Tee, Kräuter, Stoffe und zahlreiche weitere Waren. Auch heute findet ihr entlang der Straße viele traditionelle Geschäfte, die teilweise seit Generationen von denselben Familien betrieben werden.

    Beim Spaziergang durch die Dihua Street fällt sofort auf, dass sich die Atmosphäre deutlich von anderen Stadtteilen unterscheidet. Die Architektur erinnert eher an vergangene Zeiten als an eine moderne Millionenmetropole. Gleichzeitig haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Cafés, Galerien und kleine Boutiquen angesiedelt.

    Dadurch entsteht eine spannende Mischung aus Tradition und Moderne. Viele Besucher:innen kommen nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit hierher, sondern wegen des besonderen Stadtbilds. Gerade Fotografen schätzen die historischen Fassaden und die vielen kleinen Details entlang der Straße.

    Besonders lebhaft wird es rund um das chinesische Neujahrsfest. Dann verwandelt sich die Gegend in einen der beliebtesten Märkte der Stadt. Auch außerhalb dieser Zeit gehört die Dihua Street zu den Orten, die bei einem Besuch in Taipeh nicht fehlen sollten.

    Dihua Street Taipeh

    12. Raohe Street Night Market

    Ein Besuch auf einem Nachtmarkt gehört für viele Reisende zu den Highlights einer Taiwan-Reise. Der Raohe Street Night Market ist einer der bekanntesten und gleichzeitig einer der ältesten Nachtmärkte der Stadt.

    Schon am Eingang herrscht meist reger Betrieb. Unzählige Essensstände reihen sich entlang der Straße aneinander und bieten eine riesige Auswahl an Gerichten. Viele Besucher:innen kommen vor allem wegen der berühmten Pfefferbrötchen, die direkt am Eingang in traditionellen Öfen gebacken werden.

    Doch auch darüber hinaus gibt es viel zu entdecken. Von gegrillten Meeresfrüchten über Dumplings bis hin zu süßen Spezialitäten reicht das Angebot. Selbst wenn ihr nicht jeden Stand ausprobieren möchtet, lohnt sich allein das Beobachten des geschäftigen Treibens.

    Neben Essen werden auch Kleidung, Souvenirs und verschiedene Alltagsprodukte verkauft. Dadurch wirkt der Markt deutlich abwechslungsreicher als reine Streetfood-Märkte.

    Der Raohe Street Night Market bietet außerdem einen guten Einblick in den Alltag der Stadt. Viele Einheimische kommen nach der Arbeit hierher, um zu essen oder Freunde zu treffen. Dadurch wirkt die Atmosphäre oft authentischer als an manchen anderen touristischen Orten.

    Öffnungszeiten der Marktstände: ca. 17:00–24:00 Uhr

    Raohe Street Night Market

    13. 2-28 Peace Memorial Park

    Der 2-28 Peace Memorial Park verbindet Geschichte, Erinnerungskultur und Erholung auf besondere Weise. Die Grünanlage befindet sich im Zentrum der Stadt und erinnert an den sogenannten Zwischenfall vom 28. Februar 1947, ein Ereignis, das bis heute eine wichtige Rolle in der Geschichte Taiwans spielt.

    Auslöser des sogenannten 2-28-Zwischenfalls war ein Konflikt zwischen einer Zigarettenverkäuferin und Beamten der Tabakbehörde im Februar 1947. Die daraus entstandenen Proteste wurden gewaltsam niedergeschlagen. Schätzungen zufolge kamen dabei zwischen 10.000 und 30.000 Menschen ums Leben.

    Innerhalb des Parks befinden sich mehrere Denkmäler und Gedenkstätten, die an die damaligen Ereignisse erinnern. Darüber hinaus gibt es ein Museum, das die Hintergründe ausführlich erklärt. Wer sich für die moderne Geschichte Taiwans interessiert, erhält hier spannende Einblicke.

    Gleichzeitig ist der Park ein beliebter Aufenthaltsort für Einheimische. Viele Menschen nutzen die Grünflächen zum Spazierengehen, Lesen oder für eine kurze Pause vom Stadtleben. Dadurch wirkt der Park trotz seiner historischen Bedeutung absolut nicht bedrückend.

    Zwischen den Bäumen, Wegen und kleinen Teichen entsteht eine ruhige Atmosphäre, die sich deutlich vom geschäftigen Stadtzentrum unterscheidet. Gerade an warmen Tagen bietet der Park angenehmen Schatten und lädt zu einer kurzen Auszeit ein. Ihr könnt hier auch tolle (Wasser-)Vögel und Schildkröten beobachten.

    Auch wenn der Park oft weniger Aufmerksamkeit erhält als der Taipei 101 oder die Chiang Kai-shek Memorial Hall, gehört er zu den Orten, die helfen, die Geschichte und Entwicklung Taiwans besser zu verstehen.

    Ausflüge vor den Toren von Taipeh

    Nicht alle Highlights liegen direkt im Stadtzentrum. Einige der schönsten Landschaften Nordtaiwans befinden sich nur eine kurze Zug- oder Busfahrt von der Hauptstadt entfernt. Wenn ihr mehrere Tage in der Region verbringt, solltet ihr unbedingt Zeit für einen oder mehrere Tagesausflüge einplanen. Hier ein paar Tipps:

    14. Jiufen

    Jiufen gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Norden Taiwans und wird von vielen Reisenden im Rahmen eines Tagesausflugs von Taipeh besucht. Der ehemalige Goldgräberort liegt in den Bergen oberhalb der Küste und bietet eine Kombination aus Geschichte, Kultur und beeindruckenden Ausblicken.

    Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Region Goldvorkommen entdeckt. In den folgenden Jahren entwickelte sich Jiufen zu einer wohlhabenden Bergbaustadt. Nachdem die Minen geschlossen wurden, verlor der Ort zunächst an Bedeutung. Heute zählt Jiufen zu den meistbesuchten Reisezielen Taiwans.

    Besonders bekannt ist die Old Street. Entlang der engen Gassen reihen sich Teehäuser, kleine Restaurants, Souvenirläden und traditionelle Geschäfte aneinander. Viele Besucher kommen allein wegen der besonderen Atmosphäre hierher. Vor allem am späten Nachmittag und in den Abendstunden sorgen die zahlreichen roten Laternen für ein charakteristisches Bild.

    Immer wieder eröffnen sich Ausblicke auf die umliegenden Berge und die Küste. Gerade bei gutem Wetter lassen sich von verschiedenen Punkten aus weite Teile der Nordküste überblicken. Wer etwas abseits der Hauptgassen unterwegs ist, entdeckt zudem ruhigere Bereiche mit historischen Gebäuden und kleinen Tempeln.

    Da Jiufen inzwischen sehr beliebt ist, kann es insbesondere an Wochenenden voll werden. Wer die Menschenmengen vermeiden möchte, sollte möglichst früh am Morgen anreisen oder bis in die Abendstunden bleiben. Trotz der Besucherströme gehört Jiufen zu den Orten, die ihr bei einer Reise nach Taipeh unbedingt einplanen solltet.

    Info: Der Ort ist frei zugänglich, die meisten Geschäfte sind von ca. 10:00–19:00 Uhr geöffnet

    15. Quanji Temple

    Der taoistische Quanji Temple befindet sich im ehemaligen Bergbauort Jinguashi und wird oft zusammen mit Jiufen, dem Golden Waterfall und dem Teapot Mountain besucht. Der Tempel wurde Ende des 19. Jahrhunderts während des Goldrauschs in der Region errichtet und war ursprünglich ein wichtiger Ort für die Bergarbeiter, die hier ihr Glück suchten.

    Heute zählt der Quanji Temple zu den größten Tempeln im Nordosten Taiwans. Besonders auffällig ist die goldene Statue des Kriegsgottes Guan Gong, die weithin sichtbar über dem Tempelgelände thront. Von den Terrassen und Vorplätzen des Tempels bieten sich zudem schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge und die Küste.

    Im Vergleich zu den oft gut besuchten Gassen von Jiufen geht es hier viel ruhiger zu. Dadurch eignet sich der Tempel perfekt für eine kurze Pause während eines Tagesausflugs durch die Region.

    Quanji Tempel

    16. Golden Waterfall

    Nur wenige Minuten von Jiufen entfernt befindet sich die Golden Waterfall. Der Wasserfall zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen der Region und wird häufig zusammen mit Jiufen besucht.

    Seinen Namen verdankt die Golden Waterfall ihrer auffälligen Farbe. Durch Mineralien aus den ehemaligen Bergwerken der Umgebung schimmert das Wasser in goldgelben und orangefarbenen Tönen. Dadurch unterscheidet sich der Wasserfall deutlich von vielen anderen Wasserfällen in Taiwan.

    Die Region rund um Jiufen und Jinguashi war über Jahrzehnte vom Gold- und Kupferabbau geprägt. Viele der heute sichtbaren Landschaftsformen und Farben stehen in direktem Zusammenhang mit dieser Vergangenheit. Gerade deshalb wirkt die Umgebung an manchen Stellen fast wie eine andere Welt.

    Die Golden Waterfall liegt direkt an der Straße und ist deshalb einfach erreichbar. Viele Besucher legen hier einen kurzen Fotostopp ein, bevor sie weiter nach Jiufen oder zum Teapot Mountain fahren. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann die Umgebung auch zu Fuß erkunden.

    Besonders nach Regenfällen führt der Wasserfall deutlich mehr Wasser und wirkt noch eindrucksvoller. Gleichzeitig verändern sich die Farben je nach Lichtverhältnissen und Wetterlage. Dadurch sieht die Landschaft fast bei jedem Besuch etwas anders aus.

    Golden Waterfall

    17. Teapot Mountain

    Der Teapot Mountain zählt zu den schönsten Wanderzielen in Nordtaiwan. Seinen Namen verdankt der Berg einem markanten Felsen nahe des Gipfels, dessen Form an eine Teekanne erinnert.

    Die Wanderung beginnt unweit von Jinguashi und führt zunächst über gut ausgebaute Wege bergauf. Bereits nach kurzer Zeit eröffnen sich immer wieder Ausblicke auf die Küste, die Berge und das Meer. Gerade diese Kombination macht den Reiz der Wanderung aus.

    Im weiteren Verlauf wird der Weg stellenweise ein bisschen anspruchsvoller. Einige Abschnitte führen über Treppen und felsiges Gelände. Trittsicherheit ist daher von Vorteil. Technisch schwierig ist die Wanderung aber nicht.

    Der Höhepunkt wartet am Gipfel. Von hier reicht der Blick über die gesamte Küstenregion rund um Jiufen, Jinguashi und die Yin-Yang Sea. Viele Besucher betrachten den Teapot Mountain als einen der schönsten Aussichtspunkte im Norden Taiwans.

    Wer gerne fotografiert, sollte möglichst bei gutem Wetter aufbrechen. Die Kombination aus Meer, Bergen und den ehemaligen Bergbauregionen bietet geniale Fotomotive. Gleichzeitig wirkt die Landschaft je nach Tageszeit völlig unterschiedlich.

    Für die Wanderung solltet ihr inklusive Pausen mehrere Stunden einplanen. Der Teapot Mountain eignet sich perfekt als Ergänzung zu einem Besuch von Jiufen und der Golden Waterfall.

    Teapot Mountain - Wanderung in Taiwan

    18. Heping Island Geopark

    Der Heping Island Geopark liegt nahe der Hafenstadt Keelung und gehört zu den beeindruckendsten Küstenlandschaften Nordtaiwans. Von Taipeh aus erreicht ihr den Park innerhalb von etwa einer Stunde.

    Bekannt ist der Geopark vor allem für seine außergewöhnlichen Felsformationen. Über viele Jahrtausende haben Wind, Wellen und Wetter die Küste geformt und dabei bizarre Strukturen entstehen lassen. Manche Felsen erinnern an Pilze, andere an Tiere oder abstrakte Skulpturen.

    Entlang der Küste führen verschiedene Spazierwege und Aussichtspunkte durch den Park. Dadurch lassen sich die unterschiedlichen Landschaftsformen bequem erkunden. Gleichzeitig eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer.

    Ein weiteres Highlight sind die natürlichen Meerespools. In bestimmten Bereichen könnt ihr hier sogar schwimmen. Besonders in den Sommermonaten wird das von vielen Besuchern gerne genutzt.

    Im Gegensatz zu einigen anderen Sehenswürdigkeiten der Region wirkt der Heping Island Geopark oft deutlich entspannter. Die weitläufige Küstenlandschaft verteilt die Besucher auf größere Flächen, sodass selbst an gut besuchten Tagen meist ausreichend Platz vorhanden ist.

    Wer die Natur rund um Taipeh entdecken möchte, findet hier eine interessante Alternative zu den bekannten Bergregionen. Die Kombination aus Küstenlandschaft, Geologie und Meerblick macht den Park zu einem lohnenden Ausflugsziel.

    Eintritt Erwachsene: 120 NT$ (ca. 3–4 €)

    Ermäßigt: 60 NT$

    Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: 08:00–19:00 Uhr, November bis April: 08:00–18:00 Uhr

    19. Yin-Yang Sea

    Nur wenige Minuten von der Golden Waterfall entfernt befindet sich eines der ungewöhnlichsten Naturphänomene Taiwans. Die Yin-Yang Sea verdankt ihren Namen dem auffälligen Farbunterschied im Wasser.

    Ein Teil der Bucht erscheint gelblich bis orange, während andere Bereiche die typische blaue Farbe des Meeres zeigen. Dadurch entsteht der Eindruck, als würden zwei verschiedene Gewässer aufeinandertreffen. Besonders von den Aussichtspunkten entlang der Küstenstraße lässt sich dieses Phänomen gut beobachten.

    Die Farbunterschiede stehen in engem Zusammenhang mit den Mineralien aus den ehemaligen Bergwerken der Region. Über viele Jahre wurden Gold und Kupfer abgebaut, was die Landschaft bis heute prägt. Die unterschiedlichen Farben verleihen der Küste ihr charakteristisches Erscheinungsbild.

    Viele Besucher halten hier auf dem Weg zwischen Jiufen, Jinguashi und dem Heping Island Geopark an. Da die Aussichtspunkte direkt an der Straße liegen, lässt sich die Yin-Yang Sea problemlos in einen Tagesausflug integrieren.

    Je nach Wetter, Lichtverhältnissen und Jahreszeit können die Farben unterschiedlich intensiv ausfallen. An sonnigen Tagen sind die Kontraste meist besonders gut sichtbar.

    Gemeinsam mit der Golden Waterfall und dem Teapot Mountain gehört die Yin-Yang Sea zu den bekanntesten Naturattraktionen im Nordosten Taiwans und bildet einen gelungenen Abschluss für einen Tagesausflug ab Taipeh.

    Yin-Yang Sea Taiwan

    Mein Hoteltipp für Taipeh: Das Palais de Chine Hotel

    Wenn ihr für euren Aufenthalt in Taipeh nach einem zentral gelegenen Hotel sucht, kann ich euch das Palais de Chine Hotel empfehlen. Das Hotel befindet sich direkt neben dem Hauptbahnhof Taipei Main Station und ist dadurch ein perfekter Ausgangspunkt, um die Stadt und andere Regionen Taiwans zu erkunden. Sowohl die MRT als auch Züge und der Airport MRT sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

    Besonders praktisch ist die Lage für alle, die mehrere Orte in Taiwan besuchen möchten. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Taipeh erreicht ihr von hier aus innerhalb kurzer Zeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig befinden sich zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Einkaufszentren in unmittelbarer Umgebung.

    Das Palais de Chine hebt sich außerdem durch sein ungewöhnliches Design von vielen anderen Stadthotels ab. Die Einrichtung kombiniert klassische Elemente mit modernen Details und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Die Zimmer sind großzügig gestaltet und bieten eine ruhige Rückzugsmöglichkeit nach einem Tag voller Besichtigungen.

    Besonders habe ich mich über den großen Balkon gefreut, was in Asien wirklich eine Seltenheit ist. Und last but not least durfte ich jeden Morgen mit einem sensationellen Frühstück in den Tag starten.

    Fazit: Lohnt sich Taipeh?

    Taipeh gehört für mich zu den vielseitigsten und aufregendsten Städten in Asien. Moderne Architektur, historische Orte, lebendige Viertel, interessante Museen und eine hervorragende Infrastruktur machen die Hauptstadt zu einem genialen Reiseziel für Individualreisende.

    Gleichzeitig liegen einige der schönsten Landschaften Nordtaiwans direkt vor den Toren der Stadt. Dadurch lassen sich Kultur, Natur und Kulinarik unkompliziert miteinander verbinden. Kaum eine andere Großstadt bietet so viele unterschiedliche Erlebnisse auf vergleichsweise kleinem Raum.

    Wenn ihr mehrere Tage in Taiwan verbringt, solltet ihr für die wichtigsten Taipeh Sehenswürdigkeiten mindestens drei bis fünf Tage einplanen. So bleibt genügend Zeit für die Highlights der Stadt und für Ausflüge nach Jiufen, zum Teapot Mountain oder an die Küste.

    Taipeh Sehenswürdigkeiten

    Häufig gestellte Fragen zu den Taipeh Sehenswürdigkeiten

    Zum Schluss beantworte ich euch noch einige häufig gestellte Fragen rund um die schönsten Taipeh Sehenswürdigkeiten.

    Wie viele Tage sollte man für Taipeh einplanen?

    Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Taipeh reichen drei volle Tage aus. Wenn ihr zusätzlich Tagesausflüge nach Jiufen, zur Golden Waterfall oder zum Heping Island Geopark unternehmen möchtet, solltet ihr eher vier bis fünf Tage einplanen. Wer Taiwan als Rundreise bereist, startet oder beendet die Reise häufig in Taipeh.

    Was sind die bekanntesten Taipeh Sehenswürdigkeiten?

    Zu den bekanntesten Taipeh Sehenswürdigkeiten gehören der Taipei 101, die Chiang Kai-shek Memorial Hall, der Elephant Mountain, der Longshan Temple und das National Palace Museum. Ebenfalls sehr beliebt sind Ximending, die Dihua Street und die verschiedenen Nachtmärkte. Viele Besucher kombinieren diese Highlights mit Ausflügen in die Umgebung.

    Lohnt sich der Taipei 101?

    Ja, besonders beim ersten Besuch der Stadt gehört der Taipei 101 zu den Orten, die ihr einplanen solltet. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und die umliegenden Berge. Außerdem befindet sich im Gebäude die bekannte Din-Tai-Fung-Filiale.

    Ist Taipeh teuer?

    Im Vergleich zu vielen Städten in Europa sind die Lebenshaltungskosten niedriger. Besonders Essen, öffentliche Verkehrsmittel und viele Sehenswürdigkeiten sind vergleichsweise günstig. Luxushotels und internationale Restaurants können allerdings ähnlich teuer sein wie in anderen asiatischen Metropolen.

    Braucht man in Taipeh einen Mietwagen?

    Für die Stadt selbst ist ein Mietwagen in der Regel nicht notwendig. Die MRT, Busse und Züge verbinden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zuverlässig miteinander. Auch viele Ausflugsziele lassen sich problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

    Was ist die EasyCard in Taiwan?

    Die EasyCard ist eine wiederaufladbare Chipkarte für den öffentlichen Nahverkehr. Mit ihr könnt ihr Metro fahren, Busse nutzen und in vielen Geschäften bezahlen. Für Reisende gehört sie zu den praktischsten Hilfsmitteln während eines Aufenthalts in Taipeh.

    Welche Nachtmärkte sollte man besuchen?

    Der Raohe Street Night Market gehört zu den beliebtesten Nachtmärkten der Stadt. Daneben sind auch der Shilin Night Market und der Ningxia Night Market bekannt. Jeder Markt hat seinen eigenen Charakter und unterschiedliche kulinarische Schwerpunkte.

    Ist Taipeh sicher?

    Taipeh gilt als sehr sichere Großstadt. Gewaltverbrechen gegen Reisende sind selten und viele Stadtteile können auch am Abend problemlos besucht werden. Wie überall solltet ihr dennoch auf eure Wertsachen achten.

    Wann ist die beste Reisezeit für Taipeh?

    Viele Reisende bevorzugen die Monate Oktober bis April. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist angenehmer als im Sommer und die Luftfeuchtigkeit fällt oft niedriger aus. Die Sommermonate können sehr heiß und schwül werden.

    Welche Ausflüge ab Taipeh lohnen sich besonders?

    Zu den beliebtesten Ausflügen zählen Jiufen, die Golden Waterfall, der Teapot Mountain und der Heping Island Geopark. Diese Ziele lassen sich teilweise sogar an einem einzigen Tag miteinander kombinieren. Besonders die Mischung aus Küstenlandschaft, Bergen und historischen Bergbauorten macht den Reiz dieser Region aus.

    Taipeh Sehenswürdigkeiten

    Offenlegung: Zu dieser Reise wurde ich von der Taiwan Tourism Administration eingeladen – eine Bezahlung erfolgte nicht. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.