| Zuletzt überarbeitet am 21. Januar 2026 |
Ich frage mich oft, ob es mich wohl für den Rest meines Lebens an ferne Orte ziehen wird. Obwohl sich mein Fernweh seit zehn Jahren hartnäckig hält, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein Mensch ein Leben lang für die gleichen Dinge begeistern kann. Ein bisschen hoffe ich sogar, dass der Spuk irgendwann einmal ein Ende hat. Denn es gibt da noch einen anderen kleinen Traum, den ich mir in der Zukunft erfüllen möchte: Das Leben am Meer. Wie es sich so anfühlt, ein eigenes kleines Cottage an der Küste zu bewohnen, darf ich für eine Woche im wilden Norden von Wales erleben – genauer gesagt im Snowdonia Nationalpark.
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Inhalt
Ein Haus am Meer: Das Cable Cottage im Norden von Wales
Das Cable Cottage* ist schneeweiß und nur ein paar Schritte vom Strand entfernt. Obwohl wir hier zu fünft wohnen, bietet das verwinkelte Häuschen auf der Insel Anglesey viele Rückzugsmöglichkeiten.
Ich mag das gemütliche Wohnzimmer, die winzigen Türen und die knarzenden Dielen – natürlich darf auch ein Kamin nicht fehlen. Das Cable Cottage ist einer dieser Orte, an dem man sich sofort zuhause fühlt. Schon am ersten Abend sitze ich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und bin mir sicher: Hier könnte ich es eine Weile aushalten.
Abends lausche ich dem Rauschen des Meeres im Bett und morgens wecken mich die ersten Sonnenstrahlen. Das Wetter lässt sich in Wales von innen kaum einschätzen, deshalb gehe ich als erstes im Schlafanzug auf die Terrasse und nehme ein paar Atemzüge von der frischen Meeresbrise. Es ist oft stürmisch, grau und regnerisch in Wales. Aber das macht nichts, denn raues Wetter gehört an diesem Fleckchen Erde irgendwie dazu.




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Wandern auf dem Anglesey Coastal Path
Zum Frühstück gibt es Porridge mit frischen Früchten. Als ich mir danach die Wanderschuhe anziehe, bin ich fast ein bisschen wehmütig – am liebsten würde ich den ganzen Tag mit einem guten Buch vor dem Kamin verbringen. Aber der Norden von Wales hat einfach viel zu viel zu bieten. Und dann ist da noch das wunderbare Gefühl, nach einem langen Wandertag nach Hause zu kommen.
Direkt vor unserem Cottage wartet der Anglesey Coastal Path. Der 200 Kilometer lange Fernwanderweg verläuft um die Insel Anglesey im Norden von Wales. Natürlich laufen wir nicht den kompletten Weg sondern nur ein paar Stunden auf den Klippen die Küste entlang. Die kleine Runde reicht aber schon, um einen Eindruck von der Schönheit der Region zu bekommen.







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Wales Sehenswürdigkeiten: Ich liebe die Leuchttürme
Auch die Leuchttürme im Norden von Wales haben es uns angetan. Wenn es euch selbst einmal in die Gegend verschlägt, solltet ihr unbedingt dem South Stack Lighthouse auf der kleinen Felseninsel South Stack vor der Holy Island bei Anglesey einen Besuch abstatten. Oder ihr schaut euch das schwarz-weiße Trwyn Du Lighthouse in der Nähe von Penmon an.


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Der höchste Punkt in Wales: Mount Snowdon
Auch der für mich schönste Ort in Wales liegt nur eine knappe Stunde mit dem Auto entfernt. Der Snowdonia Nationalpark wurde nach dem dort beheimateten, höchsten Berg von Wales benannt: Dem 1.085 Meter hohen Mount Snowdon. Mit seinen 2.170 km² ist der Nationalpark der drittgrößte in Großbritannien.
Wenn ihr auf den Gipfel des Mount Snowdon möchtet, habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder ihr nehmt die Snowdon Mountain Railway – die einzige Zahnradbahn in Großbritannien bringt euch in ungefähr einer Stunde von Llanberis bis ganz nach oben. Oder ihr macht euch zu Fuß auf den Weg – mehr Infos und Routen findet ihr hier.
Ich kann euch nur ans Herz legen, mindestens eine der Strecken zu wandern. Die Landschaft ist einfach zu schön und aus der Zahnradbahn seht ihr sie nur kurz an euch vorbeirauschen. Deshalb nehmen wir die Bahn zum Gipfel und gehen zu Fuß zurück ins Tal – für den Abstieg bis zum Ausgangspunkt brauchen wir ungefähr zweieinhalb Stunden.






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Wandern im Snowdonia Nationalpark: Cwm Idwal Walk
Eine andere schöne Wanderung im Snowdonia Nationalpark ist der Cwm Idwal Walk. Der Trek führt uns in rund drei Stunden und drei Meilen (4,8 Kilometer) einmal rund um den Llyn Idwal See. Die Aussicht von den Felsen auf den See und das Tal ist einfach atemberaubend und unterwegs treffen wir immer wieder Schafe, Ziegen und fluffige Kühe. Mehr Informationen zum Cwm Idwal Walk findet ihr hier.






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Und was gibt es sonst noch so im schönen Wales?
Was wir sonst noch im Norden von Wales erleben? Viele kleine und größere Dörfer, in denen irgendwann einmal die Zeit stehen geblieben ist. Urige Pubs mit angeheiterten Walisern, die schon am Nachmittag Karaoke singen. Eine Tonne frittiertes Essen, das mir leider ziemlich auf den Magen schlägt. Und viele herzliche Menschen, die mit ihrer offenen Art das Herz und die Seele des kleinen Landes sind.






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Wales ist ein Ort für Abenteurer und Träumer. Ein Ort für Wanderschuhe, Schlabberpullis und tausend Tassen Tee. Cider statt Cocktails und Burger statt Sushi – mit rauem Charme und miesem Wetter. Ein Ort, um einfach einmal für eine Weile abzutauchen, die Seele baumeln zu lassen und den Alltag zu vergessen.
Weit abseits von Massentourismus, Münchner Schickeria und Jetset Leben wärmt der raue Norden dein kaltes Herz und erinnert dich daran, dass das Glück in den kleinen Momenten des Lebens liegt. Wales und ich haben uns definitiv nicht das letzte Mal gesehen – als nächstes möchte ich unbedingt den Süden erkunden.


10 FAQs rund um Wales und den Snowdonia Nationalpark
1. Wo liegt Snowdonia und was macht die Region besonders?
Der Snowdonia National Park liegt im Nordwesten von Wales. Die Region ist bekannt für ihre raue Berglandschaft, klare Seen, tiefe Täler und eine sehr ursprüngliche Natur, die sich deutlich vom restlichen Großbritannien unterscheidet.
2. Wie heißt Snowdonia offiziell und warum gibt es zwei Namen?
Der offizielle walisische Name des Nationalparks lautet Eryri. Beide Namen werden parallel verwendet. Eryri steht für die walisische Sprache und Kultur, Snowdonia ist international bekannter.
3. Was ist der höchste Berg in Wales?
Der höchste Berg in Wales ist der Mount Snowdon, auf Walisisch Yr Wyddfa. Mit über 1.000 Metern ist er zwar nicht extrem hoch, bietet aber spektakuläre Ausblicke über Berge, Seen und bei klarer Sicht bis zur Küste.
4. Muss man erfahrene:r Wanderer:in sein, um Snowdonia zu besuchen?
Nein. Snowdonia bietet Routen für alle Niveaus. Neben anspruchsvollen Bergtouren gibt es auch einfache Spaziergänge, Seeuferwege und kurze Wanderungen, die sich gut für Einsteiger:innen eignen.
5. Wann ist die beste Reisezeit für Wales und Snowdonia?
Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. In diesen Monaten sind die Tage länger und das Wetter stabiler. Dennoch solltet ihr jederzeit mit wechselhaftem Wetter rechnen, denn Regen gehört in Wales dazu.
6. Wie ist das Wetter im Snowdonia Nationalpark?
Das Wetter kann sich schnell ändern. Sonne, Nebel, Wind und Regen sind oft an einem Tag möglich. Gute Regenkleidung und flexible Planung sind daher wichtig, besonders bei Wanderungen in höheren Lagen.
7. Welche Aktivitäten sind in Snowdonia besonders beliebt?
Wandern steht klar im Vordergrund. Daneben sind Klettern, Trailrunning, Radfahren, Wildschwimmen und landschaftliche Zugfahrten sehr beliebt. Auch ruhige Naturerlebnisse abseits sportlicher Aktivitäten sind problemlos möglich.
8. Lässt sich Snowdonia gut mit anderen Regionen in Wales kombinieren?
Ja. Snowdonia lässt sich sehr gut mit der walisischen Küste, kleinen Küstenorten oder dem Landesinneren kombinieren. Die Distanzen sind überschaubar, sodass sich abwechslungsreiche Rundreisen anbieten.
9. Braucht man ein Auto, um Snowdonia zu erkunden?
Ein Auto ist sehr praktisch, da viele Wanderstartpunkte abgelegen liegen. Es gibt zwar Zug- und Busverbindungen, diese sind jedoch weniger flexibel, besonders für frühe Starts oder abgelegene Routen.
10. Für wen eignet sich ein Urlaub in Wales und Snowdonia besonders?
Die Region ist ideal für Naturliebhaber:innen, Wanderfans, Fotograf:innen und alle, die Ruhe und Weite schätzen. Wer Großstadtleben, Shopping oder Nachtleben sucht, ist hier eher falsch.

Offenlegung: Zu dieser Reise wurde ich von Visit Wales eingeladen.








