| Zuletzt überarbeitet am 12. Februar 2026 |

Wenn man dem ganzen Bangalore-Chaos mal für ein Wochenende entkommen will, fährt man am besten nach Mysore. Mysore heißt eigentlich Mysuru und liegt ungefähr 150 Kilometer von Bangalore entfernt. Trotzdem braucht man für die Fahrt drei Stunden, weil die Straßen in Indien eine Katastrophe sind. Es gibt mit Sicherheit schönere Orte in Karnataka. Aber Mysore ist leicht zu erreichen und irgendwie perfekt für einen entspannten Wochenendausflug. In diesem Artikel zeige ich euch die schönsten Mysore Sehenswürdigkeiten und alle Highlights.


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Mysore Sehenswürdigkeiten: Der Amba-Vilas-Palast

Die meisten Menschen kommen wegen dem Amba-Vilas-Palast nach Mysore, der besser unter dem Namen Maharaja Palast bekannt ist. Der Amba Vilas gehört zu den berühmtesten Palastbauten in Indien. Früher war er der Wohnsitz der Majarajas im ehemaligen Fürstenstaat Mysore. Heute bewohnen nur noch ein paar ihrer Nachfahren einen Teil des Palasts.

Der Amba Vilas vereint hinduistische, indisch-islamische, rajputische und europäische Architektur. Er ist geradezu lächerlich überladen mit Marmor- und Mosaikböden, Blattgold, Säulen, teuren Antiquitäten und geschnitzten Holztüren. Es lohnt sich auf jeden Fall, am Wochenende nach Mysore zu fahren. Denn die Palastfassade wird jeden Sonntagabend von 19:00 bis 20:00 Uhr und jeden zweiten Samstag von 19:00 bis 19:20 Uhr mit über 80.000 Glühbirnen beleuchtet.

Amba Vilas Palast in Mysore, Indien
Mysore Sehenswürdigkeiten: 80.000 Lichter und ungefähr genauso viele staunende Inder

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Ein unschöner Zoo, viele Tempel und ein bezaubernder Bulle

Ansonsten gibt es in Mysore nicht allzu viel zu sehen. Der Zoo ist ziemlich berühmt, aber meiner Meinung nach ein eher trauriges Spektakel. Das Gelände an sich ist zwar sehr schön und für indische Verhältnisse auch gut gepflegt. Leider werden die Tiere aber nicht wirklich gut behandelt und einige von ihnen waren sogar offensichtlich krank oder verletzt – was aber niemanden so wirklich gekümmert hat. Meine Empfehlung deshalb: Lieber nicht hingehen.

Dafür gibt es ein paar ganz nette Tempel in Mysore. Ungefähr drei Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum, auf den Chamundi Hills, findet ihr zum Beispiel den Chamundeshwari-Tempel. Der Hindutempel wurde im 12. Jahrhundert errichtet und zählt zu den schönsten Mysore Sehenswürdigkeiten.

Höchstwahrscheinlich von den Herrschern des Hoysala-Reiches, aber so genau weiß das niemand. Der Tempel selbst ist nicht so spektakulär, dafür aber das Treiben auf dem Marktplatz. Hier gibt es jede Menge diebische Affen, leckeres Essen, viel zu Shoppen und ein paar Kühe, die zufrieden in der Gegend herumstehen.

Chamundeshwari Tempel - Chamundi Tempel in Mysore
Ich liebe es, wie die Affen auf dem Tempel herumturnen
Chamundeshwari Tempel - Chamundi Tempel in Mysore - Affen Monkey
Die Affen sind hier auch ziemlich diebisch veranlagt, aber längst nicht so schlimm wie auf Bali

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Mein Favorit ist aber der Bulle namens Nandi, der nur ein paar Minuten vom Chamundeshwari-Tempel entfernt liegt. Nandi ist der „Gatekeeper“ von Shiva und Parvati. Wenn ihr einen besonders großen Wunsch habt, müsst ihr ihn Nandi ins Ohr flüstern, dann wird er wahr.

Chamundeshwari Tempel - Chamundi Tempel in Mysore - Nandi Bull
So viele Wünsche…Ich habe Nandi ungefähr eine halbe Stunde lang zugetextet

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Mysore Sehenswürdigkeiten: Den Kleinstadtcharme genießen

Ansonsten solltet ihr euch in Mysore einfach treiben lassen und die entspannte Kleinstadtatmosphäre genießen. Es gibt unglaublich viele kleine Märkte und Restaurants – Nachtleben ist dafür so gut wie nicht vorhanden. 

Ein absolutes Highlight waren für mich aber die Einheimischen in Mysore, die uns Ausländer unglaublich freundlich, neugierig und herzlich empfangen haben. Ich habe hier in Indien schon viele nette Menschen kennengelernt, aber die Kleinstadt in Karnataka liegt bisher ganz weit vorne.

Einkaufen auf dem Markt in Mysore
Die meisten Menschen in Indien lieben es, sich fotografieren zu lassen
Einkaufen auf dem Markt in Mysore
Leckeres Streetfood in Mysore. Das hier ist übrigens Gemüse
Einkaufen auf dem Markt in Mysore
So süß! Die Kids werden hier auch gerne mal in die Kamera gehalten

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Hinkommen: Mit dem Bus von Bangalore nach Mysore

Wir sind mit dem Bus von Bangalore nach Mysore gefahren. Der „Luxury Bus“ mit Klimaanlage und bequemen, umklappbaren Sitzen kostet hin und zurück ca. 600 Rupien (ca. 8,50 Euro). Er braucht ungefähr drei Stunden und ist relativ zuverlässig. Wenn ihr online buchen wollt, braucht ihr aber bei den meisten Anbietern eine indische Kreditkarte.

Eine gute Alternative ist zum Beispiel Redbus. Hier könnt ihr einfach anrufen und die Tickets über das Telefon buchen. Die Voucher werden dann am nächsten Tag in eure Unterkunft geliefert und beim Lieferanten bar bezahlt. Nehmt aber auf gar keinen Fall den billigsten Anbieter und schaut euch auf Makemytrip oder bei Redbus die Bewertungen anderer Fahrgäste an. Denn in einem klapprigen Bus ohne Klimaanlage kann ein Ausflug in Indien schnell zum Albtraum werden.

Amba Vilas Palast in Mysore

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10 häufig gestellte Fragen rund um Mysore und seine Sehenswürdigkeiten

1. Wo liegt Mysuru (Mysore)?
Mysore – offiziell Mysuru – liegt im südindischen Bundesstaat Karnataka, etwa drei Stunden von Bengaluru entfernt. Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum Südindiens und ist deutlich entspannter als viele indische Metropolen.

2. Wofür ist Mysore besonders bekannt?
Mysore ist berühmt für seinen Palast, traditionelle Handwerkskunst, Seide und Sandelholzprodukte. Außerdem spielt die Stadt eine wichtige Rolle für Yoga und indische Kultur.

3. Welche Sehenswürdigkeit sollte man in Mysore unbedingt besuchen?
Das absolute Highlight ist der Mysore Palace. Der prachtvolle Palast ist eines der meistbesuchten Bauwerke Indiens und besonders abends beleuchtet beeindruckend.

4. Was kann man auf dem Chamundi Hill erleben?
Der Chamundi Hill bietet einen weiten Blick über die Stadt. Oben befindet sich ein bedeutender Tempel, der ein wichtiger Pilgerort ist.

5. Ist Mysore für einen Kurztrip geeignet?
Ja, ein bis zwei Tage reichen aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Viele Reisende kombinieren Mysore mit einem Aufenthalt in Bengaluru oder Coorg.

6. Wann ist die beste Reisezeit für Mysore?
Die angenehmsten Monate sind zwischen Oktober und März, wenn die Temperaturen moderater sind. Der Sommer kann sehr heiß werden.

7. Ist Mysore touristisch?
Ja, aber im Vergleich zu anderen indischen Städten wirkt Mysore ruhiger und strukturierter. Viele Reisende schätzen die entspannte Atmosphäre.

8. Gibt es Märkte oder lokale Erlebnisse in Mysore?
Der Devaraja Market ist ein traditioneller Markt mit Gewürzen, Blumen und Obst. Hier bekommt man einen guten Eindruck vom lokalen Alltag.

9. Ist Mysore ein guter Ort für Yoga?
Ja, Mysore gilt als wichtiger Standort für Ashtanga-Yoga. Viele internationale Besucher kommen speziell für Yogatrainings hierher.

10. Für wen eignet sich eine Reise nach Mysore besonders?
Für Kulturinteressierte, Architektur-Fans und alle, die Südindien in einer überschaubaren, gut organisierten Stadt erleben möchten.