Günstig Skifahren in den Rockies? Ab nach Loveland!

Ihr Lieben, heute habe ich einen super Tipp für die latent lebensmüden Sparfüchse unter euch. Ihr habt Lust auf Lift fahren ohne Bügel, Freeriden mit Anfängerskiern und Leben am Limit auf ungekennzeichneten Pisten? Dann kann ich euch das Skigebiet Loveland empfehlen, das nur eine Stunde von Denver entfernt in den Rocky Mountains liegt. Hier wird Sicherheit zwar nicht allzu groß geschrieben. Dafür erlebt ihr authentisches Back-to-the-Roots-Skifahren und könnt ganz nebenbei noch jede Menge Geld sparen.


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Einmaliges Erlebnis: Skifahren in den Rocky Mountains

Skifahren in den Rocky Mountains ist ein Traum – daran gibt es nichts zu rütteln. Das Gebirge ist weltberühmt für seinen einzigartigen Pulverschnee, der den ganzen Tag über wie unberührt erscheint. Die matschigen Pisten und vereisten Kurven nach dem Mittagessen, mit denen wir Europäer zu kämpfen haben, kennt man hier nur vom Hörensagen. In den Rocky Mountains könnt ihr euch auch nachmittags um vier noch auf perfekten Powder freuen. Denn aufgrund der Höhe schmilzt der Schnee einfach nicht an, sodass die Pisten weder vereisen noch verkleben.

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Loveland: Günstig Skifahren in den Rocky Mountains - meine Tipps

Ist Skifahren in Colorado wirklich unbezahlbar?

Skifahren in den Rocky Mountains kann allerdings auch schnell zum Albtraum werden, sobald man einen Blick auf die Preisliste wirft. Die üblichen Verdächtigen rund um Denver rufen für ein Tagesticket Preise auf, die in Süddeutschland oder Österreich problemlos für ein Wochenticket reichen würden. Da wäre beispielsweise das legendäre Skigebiet Aspen Snowmass mit einem Tagespreis von 184 Dollar – umgerechnet rund 170 Euro. Oder auch das etwas näher an Denver gelegene Winter Park Resort – für einen Tag Skifahren seid ihr hier mit bis zu 189 Dollar pro Tag dabei. Immerhin gibt es unter der Woche und später im Jahr Rabatte und die Preise fallen beispielsweise mittwochs im Februar auf bis zu 109 Dollar.

Loveland: Günstig Skifahren in den Rocky Mountains - meine Tipps

Loveland: Die günstigere Alternative zu den Großen

Jetzt könnte man das Skifahren in den Rocky Mountains definitiv der Kategorie Once-in-a-Lifetime-Experience zuordnen. Und dafür lohnt es sich bekanntermaßen, auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen. Was aber, wenn ihr in den Wintermonaten in Colorado unterwegs seid und eure Reisekasse durch Unterkünfte, Mietwagen* und teure Restaurantbesuche schon komplett ausgeschöpft ist? Dann gibt es zum Glück noch ein paar günstigere Alternativen. Zum Beispiel das kleine aber feine Skigebiet Loveland, das ich während meinem Denver-Layover im Januar zum ersten Mal besucht habe.

Die ersten Pluspunkte sammelt Loveland mit seiner Lage. Das Skigebiet ist nur eine Stunde von Denver entfernt, während ihr zum Beispiel nach Winter Park zweieinhalb und nach Aspen Snowmass sogar mehr als dreieinhalb Stunden unterwegs seid. Sogar ohne Mietwagen* ist Loveland gut erreichbar: Für 25 Dollar könnt ihr den Shuttlebus von der Union Station und wieder zurück nehmen. Den Busfahrplan findet ihr hier. Reist ihr mit dem Auto an, könnt ihr vor Ort kostenlos parken.

Loveland: Günstig Skifahren in den Rocky Mountains - meine Tipps

Es lohnt sich, die Tickets schon vorher zu kaufen

Wenn ihr zum Skifahren nach Loveland fahrt, solltet ihr eure Tickets unbedingt schon vorher online organisieren – so könnt ihr nochmal richtig gut sparen. Unter der Woche beginnen die Preise für ein Tagesticket bei 69 Dollar. Immer noch eine Menge Geld – aber rund 100 Dollar günstiger als in den großen Skigebieten. Am Wochenende wird es allerdings auch hier teurer und die Preise steigen je nach Monat auf über 80 Dollar.

Bucht ihr im voraus, kommt ihr nicht nur beim Skipass günstiger weg. In Loveland werden auch Pakete angeboten mit Equipment, Skiunterricht und mehr. Auch ein Komplettpaket mit Skihose, Jacke, Helm und Skibrille ist erhältlich. Leider hat die Ausrüstung ihre besten Zeiten längst hinter sich und ist definitiv nicht vergleichbar mit Leihmaterial in deutschen oder österreichischen Skishops. Trotzdem habe ich mir vor Ort Skier, Stöcke und Schuhe geliehen, weil ich einfach zu faul war, mein eigenes Equipment auf den Flug mitzunehmen.

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Klein aber fein: Über das Skigebiet Loveland

Obwohl das Skigebiet Loveland relativ klein ist, seid ihr für einen Tag gut beschäftigt. Es gibt neun Lifte, zwei Anfängerlifte (Magic Carpet) und die längste Piste führt euch 3,2 Kilometer nach unten. Die Abfahrten sind wirklich für jedes Könnerlevel geeignet. 13 Prozent zählen als Anfängerpisten (grün), 41 Prozent als mittelschwer (blau) und 46 Prozent als Fortgeschrittenenpisten (schwarz). Die schwarzen Pisten sind noch einmal unterteilt mit einer oder zwei schwarzen Kacheln. Die mit zwei Kacheln sind tatsächlich nur für erfahrene Skifahrer gedacht und mit Pistenskiern schwer zu bewältigen, da sie kaum gekennzeichnet und wenig oder gar nicht präpariert sind.

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(Unfreiwilliges) Freeriden in Loveland

Generell ist Loveland ein Paradies für Freerider und mit der richtigen Ausrüstung dürft ihr hier tatsächlich fahren, wie und wo ihr Lust habt. Aber auch wenn ihr mit Pistenskiern unterwegs seid, könnt ihr überall von den präparierten Abfahrten runter und zum Beispiel tolle Trails im Wald entdecken. Bei den höher gelegenen Liften solltet ihr als weniger geübte Skifahrer allerdings aufpassen. Den harmlosen Hinweis „this Lift does not serve Beginners“ haben wir zum Beispiel gekonnt ignoriert.

Das Ende vom Lied: Wir standen mit unseren hundert Jahre alten All-Mountain-Skiern vor einer komplett unpräparierten Buckelpiste (und ich rede hier von Buckeln mit ein Meter Höhe, Baumstämmen und Felsen). Da aber keiner von uns Lust auf einen Spaziergang in Skischuhen hatte, mussten wir das Ding wohl oder übel runter. Hat es alle paar Meter einen von uns aufs Maul gehauen? Ja! Hatten wir trotzdem Spaß ohne Ende? Doppel-Ja! Trotzdem solltet ihr euch im Klaren sein, dass in den USA nicht jede schwarze Piste auch präpariert ist – wir hätten das jedenfalls gerne vorher gewusst.

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Lifte ohne Bügel in Loveland – Back to the Roots

Auch die Lifte erfüllen nicht unbedingt die Sicherheitsstandards, die wir in Europa gewohnt sind. Außer einem einzigen haben sie alle keine Bügel. Und während die Amerikaner das scheinbar vollkommen normal fanden, haben wir uns die ersten paar Fahrten noch panisch am Sitz festgekrallt. Warum einer der Lifte mit Bügeln ausgestattet war, haben wir dann auch relativ schnell herausgefunden: Er fährt gefühlt 50 Kilometer pro Stunde und wenn ihr auf das Ende zurast, müsst ihr euch mit einem gewagten Sprung in Sicherheit bringen, um nicht direkt wieder nach unten mitgeschleift zu werden.

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Vorsicht! Das Skigebiet Loveland liegt extrem hoch

Der höchste Punkt in Loveland liegt auf 3966 Meter. Die Luft ist deshalb extrem dünn und wenn ihr merkt, dass euch schwindlig wird, solltet ihr am besten weiter unten fahren. Nehmt euch auch unbedingt viel zu trinken und einige Snacks mit, damit der Körper den Höhenunterschied besser bewältigen kann. Ein Restaurant gibt es an der Talstation übrigens auch. Hier findet ihr „basic Menus“ wie zum Beispiel Nudeln mit Sauce, Brot und Salat für einen wirklich fairen Preis. Auch mit Snacks und Getränken könnt ihr euch eindecken. Außerdem gibt es ein etwas teureres Deli – hier werden Pizza, Sandwiches und mehr angeboten. Am Berg gibt es nur eine kleine Hütte mit heißen Getränken und kleinen Snacks.

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Hier findet ihr günstige Skipässe in den USA

Zum Skifahren in den Rocky Mountains und den USA im allgemeinen kann ich euch die Webseiten Liftopia, Get Ski Tickets und On the Snow empfehlen. Hier könnt ihr nach Sonderangeboten stöbern und Skiresorts finden, die zu eurem Wunschtag besonders günstige Liftpässe anbieten. Oft lohnt es sich auch, den Concierge im Hotel zu fragen – er hat meist Zugang zu Discounts oder kann euch Tipps geben, welche Shops und Discounter gerade Skipässe im Sale anbieten. Denn so verrückt es auch klingt: Tickets bekommt ihr nicht selten bei Walmart oder in anderen Supermärkten am günstigsten.

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Mein Fazit zum Skifahren in den Rocky Mountains

Skifahren in den Rocky Mountains ist einfach ein einmaliges Erlebnis und auch wenn die Preise erstmal abschreckend sind, solltet ihr euch dieses Abenteuer nicht entgehen lassen. Ich finde es einfach immer wieder faszinierend, die Berge eines fremden Landes auf Skiern zu erkunden und über einen wirklich coolen Sport mit Einheimischen zusammenzukommen. Das alles noch gepaart mit der atemberaubenden Kulisse der Rocky Mountains – einfach ein Traum, den ihr euch unbedingt irgendwann einmal erfüllen solltet.

Mehr Informationen rund um das Skigebiet Loveland findet ihr auf der offiziellen Webseite.

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