Zuletzt überarbeitet am 23. Dezember 2025 von Franzi
„Groß“ ist wohl das Wort, das Kanada am besten beschreibt. Nach drei Wochen Roadtrip und vielen tausend gefahrenen Kilometern habe ich immer noch das Gefühl, nur einen winzigen Bruchteil des Landes gesehen zu haben. Ein bisschen frustrierend ist das schon – aber irgendwie auch ziemlich spannend. Ihr habt selbst noch keine Ahnung, wie ihr eure Kanada Rundreise planen sollt? Dann habe ich heute eine richtig schöne Tour für euch: Drei Wochen entlang der Nationalparkroute inklusive Whistler, Vancouver und Vancouver Island, den Nationalparks Banff, Glacier, Revelstoke und Jasper sowie einem Abstecher in den Wells Gray Provincial Park.
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Inhalt
Das waren die Highlights und Stopps auf unserer Kanada Rundreise
Auf unserem Roadtrip durch British Columbia und Alberta haben wir so viel gesehen, dass ich es oft selbst nicht glauben konnte. Türkisblaue Seen, verschneite Berggipfel, Gletscher, wilde Tiere und tosende Wasserfälle – Kanada ist einfach ein einzigartig schönes Land.
Heute habe ich eine kleine Übersicht über die Stationen unserer Rundreise für euch. Auf die einzelnen Nationalparks werde ich in den nächsten Posts aber definitiv noch genauer eingehen.

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Kanada Rundreise Stopp 1: Whistler
In Vancouver angekommen wollten wir so schnell wie möglich aus der Stadt verschwinden. Nicht weil ich Vancouver nicht mag – ganz im Gegenteil. Wegen der anhaltenden Waldbrände in British Columbia war die Sicht allerdings mies und die Stadt in einen grauen Schleier gehüllt.
Vom Flughafen aus ging es deshalb direkt weiter in das Skigebiet Whistler. Die Stadt liegt malerisch eingebettet in den Coast Mountains, rund 122 Kilometer nördlich von Vancouver. Schon die Fahrt nach Whistler ist ein echtes Highlight: Es geht auf dem Highway 99 (Sea to Sky Highway) zuerst am Ozean entlang, durch Squamish und dann durch die Berge.
Das Herz von Whistler ist die autofreie Fußgängerzone. Hier gibt es viele schöne Restaurants, Cafés und tolle Shoppingmöglichkeiten. Rund um Whistler verläuft ein riesiges Netz aus Rad- und Wanderwegen. Außerhalb der Skisaison könnt ihr zum Beispiel auch Mountainbiken, Freeriden, Bären beobachten oder eine Zipline Tour unternehmen.
Einen Besuch wert sind auch der Whistler Olympic Park und die schönen Seen, wie zum Beispiel der Green Lake und der Alta Lake. Von Whistler aus kommt ihr auch schnell in den Garibaldi Provincial Park.



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Kanada Rundreise Stopp 2: Sea to Sky Highway nach Lillooet
Die Nacht in Lillooet war eigentlich nur eine Notlösung – denn hier liegt wirklich der Hund begraben. Die Landschaft auf dem Sea to Sky Highway von Whistler nach Lillooet ist aber viel zu schön, um einfach daran vorbeizurauschen.
Da gibt es zum Beispiel den Nairn Falls Provincial Park, den Joffre Lakes Provincial Park, den Duffey Lake Provincial Park und den wunderschönen Seton Lake. Nachdem wir uns alles angesehen hatten, war es definitiv zu spät, um noch weiter Kilometer zu machen.




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Kanada Rundreise Stopp 3: Mount Revelstoke Nationalpark
Der erste Nationalpark auf unserer Kanada Rundreise war der Mount Revelstoke Nationalpark. Hier haben wir auch unseren Nationalparkpass (rund 75 Dollar für ein Jahr und alle Parks – mehr Informationen findet ihr hier) gekauft. Der Mount Revelstoke Nationalpark ist 260 Quadratkilometer groß und liegt zwischen den Rocky Mountains und den Coast Mountains.
Der Park beherbergt schöne Wanderwege und viele wilde Tiere, wie beispielsweise Cariboos, Grizzlys, Schwarzbären, Bergziegen und Murmeltiere. Im Vergleich zu Banff & Co. ist der Mount Revelstoke Nationalpark deutlich weniger besucht – die Wanderwege hatten wir meist ganz für uns alleine. Übernachtet haben wir im nah gelegenen Revelstoke.



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Kanada Rundreise Stopp 4: Glacier Nationalpark
Der Glacier Nationalpark grenzt direkt am Mount Revelstoke Nationalpark an – wir haben ihn deshalb auch von unserer Unterkunft in Revelstoke aus besucht. Der Park liegt in den Selkirk und Columbia Mountains – er ist bekannt für seine 422 Gletscher und die steilen Bergwände.
Der Glacier Nationalpark ist viel weniger touristisch erschlossen als zum Beispiel der Banff Nationalpark. Ich würde euch deshalb für alle Wanderwege feste Schuhe, gute Outdoorkleidung und Verpflegung empfehlen. Richtig gut hat mir der rund dreistündige Great Glacier Trail gefallen.


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Kanada Rundreise Stopp 5: Yoho Nationalpark
In den Yoho Nationalpark habe ich mich sofort ein bisschen verliebt. Er ist nur 1.310 Quadratkilometer groß, hat aber unheimlich viel zu bieten. Da gibt es zum Beispiel den tosenden Kicking Horse River mit den Wapta Falls und der Felsenbrücke Natural Bridge. Auch der Abstecher zum Emerald Lake lohnt sich – hier könnt ihr euch auch ein Kayak mieten.
Richtig spannend ist die Nebenstrecke ins Yoho Valley: Dort gelangt ihr zuerst zum Upper Spiral Tunnel Viewpoint, von dem ihr die scheinbar endlos langen Güterzüge beobachten könnt, die sich durch die Berge und Tunnel schlängeln. Am Ende der Straße warten dann noch die 384 Meter hohen Takakkaw Falls, die ihr über einen kurzen Wanderweg erreicht.
Hier habe ich ausführlich über den Yoho Nationalpark geschrieben.






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Kanada Rundreise Stopp 6: Banff Nationalpark und Lake Louise
Der Banff Nationalpark liegt 130 Kilometer westlich von Calgary und zählt zu den bekanntesten Nationalparks weltweit. Der Park steckt voller Highlights und ihr könntet dort locker ein paar Wochen verbringen, ohne euch auch nur eine Sekunde zu langweilen.
Da über den Banff Nationalpark demnächst noch ein ausführlicher Artikel folgt, nenne ich euch an dieser Stelle erstmal ein paar Must-Sees: Lake Louise und der Lake Agnes Trail, der Morraine Lake, der Johnston Canyon und das schöne Sunshine Village zum Wandern und Skifahren im Winter. Auch ein Teil des Icefields Parkway liegt im Banff Nationalpark – lasst euch auf keinen Fall die schönen Seen Bow Lake, Peyto Lake und die Waterfowl Lakes entgehen.
Hier habe ich ausführlich über den Banff Nationalpark geschrieben.





Kanada Rundreise Stopp 7: Jasper Nationalpark
Der Jasper Nationalpark ist mein absoluter Favorit und hat mir von allen Parks in Kanada am besten gefallen. Er ist mit 10.878 Quadratkilometern der größte Nationalpark der kanadischen Rocky Mountains und reicht vom Columbia Icefield im Süden bis zum Willmore Wilderness Provincial Park im Norden.
Sehenswert sind definitiv das Columbia Icefield mit dem Glacier Skywalk, die Sunwapta Falls, die Athabasca Falls, der Medicine Lake und der Maligne Lake. Für einen Tagesausflug kann ich euch die Wanderungen im Valley of the Five Lakes und den Maligne Canyon empfehlen. Wie im Banff Nationalpark gibt es auch hier heiße Quellen zum Baden: Die Miette Hot Springs.
Hier habe ich ausführlich über den Jasper Nationalpark geschrieben.






Kanada Rundreise Stopp 8: Wells Gray Provincial Park
Die größte Überraschung auf unserer Kanada Rundreise war der Wells Gray Provincial Park. Er liegt in den Cariboo Mountains nördlich von Clearwater – ein Städtchen, das von den meisten Reisenden nur als Übernachtungsmöglichkeit genutzt wird. Im Wells Gray Provincial Park haben wir die schönsten Wasserfälle auf unserer Rundreise gesehen – besonders die Spahats Falls und die Helmcken Falls sind wirklich spektakulär.
Auf der Route gibt es noch das Shadden Lookout, die Dawson Falls und die Bailey’s Chutes. Hier könnt ihr zwischen Ende August und Ende September zur Zeit der Lachswanderung den Kampf der Fische gegen die Gewalt des Wassers beobachten.
Hier habe ich ausführlich über den Wells Gray Provincial Park geschrieben.




Kanada Rundreise Stopp 9: Vancouver und Vancouver Island
Der vorletzte Stop auf unserer Rundreise durch Kanada war Vancouver. Ich war vorher schon öfter dort unterwegs. Weil ich Vancouver aber so gerne mag, wollte ich die Stadt auch auf dieser Reise nicht auslassen.
In Vancouver hatten wir leider ein bisschen Pech mit dem Wetter. Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit im Fly Over Canada 5D Simulator, auf dem Vancouver Lookout, auf der Capilano Suspension Bridge und bei einer Bootsfahrt von der Horseshoe Bay nach Bowen Island. Am Ende ging es dann noch ein paar Tage nach Vancouver Island, wo wir ganz am Ende unserer Reise sogar noch riesige Buckelwale gesehen haben.
Hier habe ich ausführlich über Vancouver geschrieben.
Tipp: Besucht die Highlights von Vancouver: Capilano Bridge & Granville Island!*




Ich habe euch noch so viel zu erzählen von diesem Wahnsinnsland
In den nächsten Wochen wird es hier auf dem Blog auf jeden Fall noch viel über Kanada zu lesen geben. Die verschiedenen Nationalparks und Lieblingsorte unterwegs waren einfach zu vielseitig, als dass ich sie alle in ein oder zwei Artikeln abhandeln könnte.
Ich hoffe aber, dass ich euch mit diesem Post ein bisschen Lust auf Alberta und British Columbia machen konnte – denn unser Roadtrip gehört definitiv zu den schönsten Reisen, die ich jemals in meinem Leben gemacht habe.

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Kanada Rundreise
Hier beantworte ich euch noch einige häufig gestellte Fragen rund um das Thema Kanada Rundreise.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Kanada Rundreise?
Die beliebteste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. Der Sommer bietet angenehme Temperaturen und lange Tage, ideal für Nationalparks und Roadtrips. Im Frühling und Herbst ist es ruhiger, während der Winter sich vor allem für Schnee- und Naturerlebnisse eignet.
Wie viel Zeit sollte man für eine Kanada Rundreise einplanen?
Für eine entspannte Rundreise sind zwei bis drei Wochen sinnvoll. So lassen sich größere Distanzen stressfrei zurücklegen und mehrere Regionen kombinieren. Kürzere Reisen konzentrieren sich meist auf eine Provinz oder einen klar abgegrenzten Abschnitt.
Braucht man für Kanada ein Visum oder eine Einreisegenehmigung?
Für touristische Reisen benötigen viele Reisende kein klassisches Visum, sondern eine elektronische Einreisegenehmigung. Diese wird vorab online beantragt und ist in der Regel mehrere Jahre gültig.
Ist eine Kanada Rundreise besser mit dem Auto oder dem Wohnmobil?
Beides ist gut möglich. Mit dem Auto bleibt man flexibel bei Unterkünften, mit dem Wohnmobil kombiniert man Transport und Übernachtung. Die Wahl hängt vom Reisebudget, der gewünschten Route und dem persönlichen Reisestil ab.
Wie teuer ist eine Kanada Rundreise im Durchschnitt?
Die Kosten variieren stark je nach Reiseart, Dauer und Region. Kanada gilt als eher hochpreisiges Reiseziel, vor allem bei Unterkünften und Mietwagen. Wer früh bucht und flexibel reist, kann das Budget jedoch gut steuern.
Welche Regionen eignen sich besonders für eine erste Kanada Rundreise?
Westkanada mit British Columbia und Alberta ist für Einsteiger sehr beliebt. Hier lassen sich Städte, Nationalparks und Küsten gut kombinieren. Auch Ostkanada mit Québec und Ontario eignet sich gut für eine erste Reise.
Braucht man einen Nationalpark-Pass für Kanada?
Für viele Nationalparks wird ein Eintritt erhoben. Wer mehrere Parks besucht, spart mit einem Jahres- oder Mehrtagespass. Dieser lohnt sich besonders bei klassischen Rundreisen durch bekannte Nationalparks.
Wie sind die Straßenverhältnisse in Kanada?
Die Straßen sind in der Regel gut ausgebaut, vor allem auf den Hauptverbindungen. In ländlichen Regionen können die Entfernungen groß sein, Tankstellen liegen teilweise weit auseinander. Gute Planung ist daher wichtig.
Ist Kanada für individuelle Rundreisen sicher?
Kanada gilt als sehr sicheres Reiseland. Trotzdem sollte man sich in der Natur an Regeln halten, etwa beim Umgang mit Wildtieren oder beim Wandern in abgelegenen Gebieten. Grundsätzlich ist individuelles Reisen problemlos möglich.
Muss man Unterkünfte und Mietwagen frühzeitig buchen?
In der Hauptsaison ist eine frühzeitige Buchung sehr empfehlenswert. Besonders Nationalpark-Lodges, Campingplätze und Mietwagen sind schnell ausgebucht. Wer flexibel reist oder in der Nebensaison unterwegs ist, hat mehr Spielraum.









hi! zu welcher Jahreszeit bzw. in welchem Monat seid ihr da unterwegs gewesen? ich vermute mal September (?). LG R