Zuletzt überarbeitet am 30. Januar 2026 von Franzi

|Werbung|Selbstüberwindung war noch nie meine Stärke – obwohl ich Sport über alles liebe, sind mein innerer Schweinehund und ich erbitterte Feinde. So habe ich mich auch lange nicht ans Klettern gewagt, obwohl mich der Sport schon immer gereizt hat. Bis es mich auf meinem Frankreich Roadtrip in die Lozère verschlagen hat. Das Outdoormekka beherbergt die Via Ferrata des Rousses und das weltberühmte Kletterrevier Cirque des Baumes. Dort sind mir zum Glück die Ausreden ausgegangen und so war dann tatsächlich Klettern in Frankreich angesagt.


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Klettern und Via Ferrata: Das Outdoormekka Lozère

Ich will ja nicht übertrieben dramatisch klingen, aber die Lozère hat ein bisschen mein Leben verändert. Denn hier habe ich tatsächlich das Klettern für mich entdeckt. Eine Sportart, die ich schon immer ausprobieren wollte – an die ich mich aber bisher noch nie so wirklich herangetraut habe. Zum Glück fing das Ganze relativ harmlos an, mit dem ersten Klettersteig meines Lebens.

Balade au Pays des Menhirs Wanderweg - Hinkelsteine / Menhire in der Lozere, Frankreich
Grüne Hügel und beeindruckende Felsformationen – so schön ist die Region Lozère
Klettern in Frankreich: Gebirge und Fels Massiv in der Lozere
Ich liebe es, wie die kleinen Dörfer in die massiven Felsen eingebaut sind

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Klettersteig in Frankreich: Die Via Ferrata des Rousses

Die Via Ferrata des Rousses liegt im gleichnamigen Dorf Les Rousses und führt über die beeindruckenden Felsformationen der Grands Causses und des Aigoual. Mit unserem Guide Fabien von B&ABA Sport Nature mussten wir erst ein paar Minuten am Fluss Jonte entlang laufen (in dem man übrigens auch ganz wunderbar baden kann), um an den Einstieg zu gelangen. Dort ging es auf Metallstiegen auch gleich relativ steil nach oben. Am Anfang war ich noch ein bisschen planlos, aber dann hat es erstaunlich gut geklappt.

Weiter ging es über Felsen, Hängebrücken und Drahtseile – der Parcours ist eher spielerisch angelegt und macht unheimlich viel Spaß. Einen kleinen Panikmoment hatte ich noch beim Flying Fox (Tyroliennes).

Den kannte ich zwar schon aus verschiedenen Kletterparks – aber so ganz alleine in den Bergen (der Guide geht immer zuerst) und mit richtig viel Anlauf war es dann doch nochmal eine ganz andere Nummer. Aber hey, nach dem schrecklichen Absprungmoment war es nur noch unheimlich cool, so schwerelos durch die Luft und über den Fluss zu schweben.

Am Ende der Via Ferrata des Rousses wurden wir noch einmal mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Dann war der Spaß auch schon zu Ende und wir durften völlig platt aber glücklich zu unserem Auto zurückwandern. Der Klettersteig in der Lozère hat wirklich viel Spaß gemacht und ich will mich diesen Sommer definitiv noch an ein paar weitere wagen.

Frankreich Roadtrip: Via Ferrata des Rousses Klettersteig in der Lozere
Klettern in Frankreich: Auf dem Klettersteig Via Ferrata des Rousses in der Lozère
Frankreich Roadtrip: Via Ferrata des Rousses Klettersteig in der Lozere
Klettern in Frankreich: Auf der Hängebrücke über den Fluss Jonte balancieren – tolle Aussichten inklusive
Klettern in Frankreich: Via Ferrata des Rousses Klettersteig in der Lozere
Das Wasser im Fluss ist glasklar und lädt nach dem Klettern in Frankreich zum Baden ein
Klettern in Frankreich: Via Ferrata des Rousses Klettersteig in der Lozere
Eine kurze Pause auf der Via Ferrata des Rousses. Einfach mal die Natur genießen

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Klettern am Fels in Frankreich: Das Kletterrevier Cirque des Baumes

Mit Puddingarmen und leicht lädierten Fingern standen wir am nächsten Tag in Le Grillon auf der Matte, um unseren Guide Cyril (ebenfalls von B&ABA Sport Nature) zu treffen. Das weltberühmte Kletterrevier Cirque des Baumes liegt im Herzen der Gorges du Tarn, zwischen Causse Méjean und Causse Sauveterre.

Die eher kurzen und sportlichen Strecken führen an Kalkfelsen und Höhlenbauten entlang – nach jedem Parcours werden Outdoorsportler mit traumhaften Aussichten über die schöne Lozère belohnt. Im Kletterrevier Cirque des Baumes sind mehr als 40 Wege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angelegt. Anfänger können hier ihre ersten Kletterversuche wagen und Fortgeschrittene ihre Technik verbessern – natürlich kommen auch echte Kletterprofis voll auf ihre Kosten.

Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, als ich zum ersten Mal am Fuß des Felsen stand und mir das Ganze von unten angesehen habe. Ich musste fast schon lachen, so sicher war ich mir, dass ich es keine drei Meter nach oben schaffen würde. Wo soll ich mich da bitte festhalten? Und wie soll ich meine Füße in diese winzig kleinen Löcher im Fels quetschen?

Zwei Dinge habe ich gleich beim ersten Versuch gelernt. Erstens: Wenn eure Füße in (gefühlt) drei Nummern zu kleinen Kletterschuhen stecken, passen sie überall rein. Und zweitens: Es ist viel einfacher, als es aussieht. Solange die Kraft aus den Beinen kommt und man sich eng am Fels hält, kann eigentlich nichts passieren und es geht immer weiter.

Frankreich Roadtrip: Klettern am Fels in der Lozere
Klettern in Frankreich: Meine ersten Kletterversuche am Fels haben richtig viel Spaß gemacht
Kletternkreich: Kletterrevier Cirque des Baumes in der Lozere
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Klettern in Frankreich: Der richtige Guide bringt dich auf jeden Fels

Und wenn dann plötzlich keine Kraft mehr aus den Beinen kommt? Real big problem. Denn dann geht auf einmal nichts mehr, weil du dich als Kletteranfänger nicht wie Orang-Utan-Klaus von Fels zu Fels hangeln kannst. Der Vorteil beim Klettern ist allerdings, dass du (im Idealfall) immer gut gesichert bist – unfreiwillig bergab geht es also eher selten. Und wenn man dann noch so einen motivierten Klettertrainer hat wie wir, ist das eigentlich schon eine Erfolgsgarantie.

Cyrils Anfeuerungsrufe hallen mir immer noch in den Ohren und mit seiner Hilfe habe ich es tatsächlich geschafft, mich gleich beim ersten Versuch – erst relativ schnell und dann nur noch Zentimeter für Zentimeter – den Fels ganz nach oben zu quälen.

Na gut, vielleicht hat er am Ende ein bisschen stärker als üblich am Seil gezogen. Aber trotzdem war ich total happy, als ich ganz oben die Aussicht genießen durfte. Der zweite Parcours war sogar noch ein bisschen schwieriger, er hat aber mindestens genauso viel Spaß gemacht.

Ich bin immer noch total beeindruckt davon, was das Klettern in Frankreich mit mir gemacht hat. Nach drei Stunde war ich völlig fertig und am Ende meiner Kräfte – dafür aber über alle Maßen glücklich und vollgepumpt mit Adrenalin.

Leider ist Klettern kein Sport, den man als Anfänger einfach mal so am Berg nebenan üben kann. Es gehört viel Wissen dazu, besonders für den, der unten steht und sichert. Ich werde aber definitiv dranbleiben und suche aktuell schon ein bisschen nach Kursen in München und Umgebung. Wenn ihr also einen Tipp habt, immer her damit!

Kletternkreich: Kletterrevier Cirque des Baumes in der Lozere
Ich habe es richtig genossen, beim Klettern in Frankreich an meine Grenzen zu gehen
Kletternkreich: Kletterrevier Cirque des Baumes in der Lozere
Klettern in Frankreich: Oben angekommen war ich dann schon ein bisschen stolz. Und diese Aussicht…

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Sehenswürdigkeiten in der Lozère: Was es sonst noch zu erleben gibt

Lasst euch auf keinen Fall das Maison des Vautours entgehen, wenn ihr in der Lozère unterwegs seid. Hier wurde 1981 eine Kolonie Geier neu angesiedelt, die ihr von der Terrasse aus mit Fernrohren beobachten könnt – über 600 der beeindruckenden Vögel kreisen dort mittlerweile am Himmel.

Wirklich spannend zu sehen, wie die Großen jagen gehen und anschließend ihren Nachwuchs in den Nestern versorgen. Wusstet ihr übrigens, dass Geier eine Flügelspannweite von bis zu 2,80 Meter erreichen und eine 30 Zentimeter lange Beute aus einer Distanz von drei Kilometern entdecken können?

Absolut sehenswert sind auch die Menhire von La Cham des Bondons. Mit 150 Hinkelsteinen und 30 Grabhügeln findet ihr in der Lozère die zweitgrößte Megalithkonzentration in Europa (nach Carnac in der Bretagne). Die Hinkelsteine könnt ihr zum Beispiel auf dem Wanderweg Balade au Pays des Menhirs (Spaziergang im Land der Menhire) entdecken.

Frankreich Roadtrip: Hinkelsteine (Menhire) La Chams des Bondons Megalithen in Lozere
Die Menhire von La Cham des Bondons sind wirklich beeindruckend…
Balade au Pays des Menhirs Wanderweg - Hinkelsteine / Menhire in der Lozere, Frankreich
…genauso wie die Landschaft, die die vielen Hinkelsteine umgibt
Klettern in Frankreich: Gebirge und Fels Massiv in der Lozere
Von der Aussichtsplattform des Maison des Vautours habt ihr einen tollen Blick

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Meine Unterkunftsempfehlung für die Lozère: Das La Lozerette

Gemeinsam mit Jana vom Blog Sonne und Wolken habe ich in der Lozère im La Lozerette übernachtet. Das ökologisch orientierte Hotel in Cocures besteht seit drei Generationen und ist heute im Besitz von Sommelière Pierette Agulhon.

Neben den gemütlichen Zimmern war auch das Abendessen ein echtes Highlight: Feinschmeckergerichte mit regionalen Produkten aus der Lozère, eine große Weinkarte mit regionalen Crus und eine riesige Käseauswahl zum Dessert. Auch das typisch französische Frühstück wird mit viel Liebe zum Detail serviert und hat uns morgens gleich in die richtige Stimmung versetzt.

Klettern in Frankreich: Gebirge und Fels Massiv in der Lozere
Nach dem Klettern in Frankreich waren wir vollkommen platt – aber auch total glücklich

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Meine Restauranttips für die Lozère

Neben dem La Lozerette durften wir in der Lozère noch ein paar weitere tolle Restaurants ausprobieren. Besonders gut hat mir das Alicanta in Le Rozier gefallen. Direkt oberhalb des Flusses Jonte zaubern Flore und Guillaume wunderbare Gerichte aus regionalen Produkten – vor allem in die kreativen Desserts habe ich mich total verliebt.

Für ein entspanntes Mittagessen kann ich euch das Jardin des Glaces empfehlen, das ganz in der Nähe der Via Ferrata des Rousses gelegen ist. Die typischen Gerichte der Lozère werden hier von Manu und Hélène mit viel Liebe zubereitet. Bei schönem Wetter könnt ihr auf der sonnigen Terrase am Ufer der Jonte oder im Garten essen.

Restaurant Alicanta in Le Rozier - Lozere in Frankreich
So schön: Das Restaurant Alicanta in Le Rozier liegt direkt über dem Fluss Jonte

Große Outdoorliebe: Mein Fazit zum Klettern in Frankreich

Das Klettern in Frankreich hatte ungefähr gar nichts mit meinen gruseligen Boulderversuchen in der Halle zu tun. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn man plötzlich echten Fels unter den Händen spürt. In Kombination mit der frischen Luft und der atemberaubenden Natur der Lozère war dieses wunderbare Erlebnis einfach nicht mit der Plastikhölle zu vergleichen, die ich in München erlebt habe.

Ich würde jederzeit wieder einen Kletterversuch starten und hoffe, dass ich es in diesem Sommer noch einmal (oder vielleicht sogar öfter) schaffen werde. Für mich zählt die Lozère definitiv zu den schönsten Regionen des Landes und wer das Klettern in Frankreich mit atemberaubender Natur, leckerem Essen und jeder Menge Wein verbinden möchte, ist hier genau richtig.

Mehr von unserem Frankreich Roadtrip:

Klettern in Frankreich: Gebirge und Fels Massiv in der Lozere
Klettern in Frankreich lohnt sich – die Landschaft der Region Lozère ist einfach einzigartig

10 häufig gestellte Fragen rund um das Thema Klettern in Frankreich

1. Warum gilt Frankreich als eines der besten Kletterländer Europas?
Frankreich bietet eine enorme Vielfalt an Klettergebieten: Sportklettern, Mehrseillängen, Bouldern und alpines Klettern. Viele Gebiete sind hervorragend erschlossen, gut abgesichert und landschaftlich außergewöhnlich.

2. Welche Kletterarten sind in Frankreich besonders verbreitet?
Sportklettern ist sehr dominant, vor allem an gut abgesicherten Kalk- und Konglomeratfelsen. Daneben gibt es weltbekannte Bouldergebiete sowie alpine Routen und lange Mehrseillängen, etwa in Hochgebirgsregionen.

3. Welche bekannten Klettergebiete gibt es in Frankreich?
Zu den bekanntesten zählen Fontainebleau für Bouldern, die Verdon-Schlucht für lange Routen, Céüse für anspruchsvolles Sportklettern und Chamonix für alpines Klettern.

4. Ist Klettern in Frankreich auch für Anfänger:innen geeignet?
Ja. Viele Gebiete verfügen über gut abgesicherte Routen in niedrigen Schwierigkeitsgraden sowie Klettergärten mit kurzen Zustiegen. Zusätzlich gibt es zahlreiche Kletterschulen und geführte Angebote.

5. Wann ist die beste Reisezeit zum Klettern in Frankreich?
Das hängt stark vom Gebiet ab. Frühling und Herbst sind ideal für viele Sportklettergebiete. Im Sommer bieten alpine Regionen und höher gelegene Felsen angenehme Temperaturen, während der Winter sich für südliche Gebiete eignet.

6. Benötigt man Genehmigungen oder spezielle Regeln zum Klettern?
In den meisten Klettergebieten ist keine Genehmigung erforderlich. Dennoch gelten lokale Regeln, etwa Naturschutzauflagen, saisonale Sperrungen oder Parkregelungen. Diese sollten unbedingt beachtet werden.

7. Wie gut sind die Routen in Frankreich abgesichert?
Sportkletterrouten sind in der Regel sehr gut abgesichert, oft enger als in vielen anderen Ländern. Bei älteren Routen, alpinen Touren oder Trad-Gebieten kann der Absicherungsstandard jedoch variieren.

8. Gibt es in Frankreich auch gute Bouldergebiete?
Ja, Frankreich ist besonders für das Bouldern bekannt. Allen voran Fontainebleau, aber auch zahlreiche kleinere Gebiete bieten eine große Auswahl an Blöcken, oft mitten in der Natur und gut zugänglich.

9. Ist Klettern in Frankreich familienfreundlich?
Viele Klettergebiete sind gut erreichbar, haben kurze Zustiege und bieten einfache Routen. In Kombination mit Campingplätzen, Ferienhäusern und Naturparks eignet sich Frankreich gut für Kletterurlaube mit Kindern.

10. Für wen eignet sich ein Kletterurlaub in Frankreich besonders?
Für Einsteiger:innen, ambitionierte Sportkletterer:innen, Boulderfans und Alpinist:innen gleichermaßen. Durch die Vielfalt an Gebieten, Schwierigkeitsgraden und Landschaften findet fast jede:r passende Bedingungen.

Klettern in Frankreich: Gebirge und Fels Massiv in der Lozere

Offenlegung: Diese Reise entstand in Kooperation mit der Französischen Zentrale für Tourismus.