Zuletzt überarbeitet am 26. Januar 2026 von Franzi

[Ronny schreibt] Hi, ich bin Ronny und schreibe auf meinem Blog reisen-wandern.com. Als ich Franzis Blog fand, hat mir ihr Stil sofort gefallen und ich hatte Lust, einen Gastbeitrag für sie zu schreiben. Da ich zudem bekennender Japan-Fan bin, war für mich das Thema klar. In diesem Beitrag erzähle ich dir, warum Akihabara der für mich verrückteste Stadtteil von Tokio ist. Und ich zeige dir auf Fotos, warum du diesen Ort unbedingt einmal besuchen solltest.


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Warum gerade Akihabara?

Als ich das erste Mal nach Tokio fliegen wollte, habe ich bereits Monate davor recherchiert, wo ich am besten in der Stadt übernachten sollte. Ich wollte möglichst eine Unterkunft, die zentral liegt – was in Tokio gar nicht so einfach ist. Die Stadt ist riesig und hat so viel zu bieten, dass es ein klassisches Zentrum gar nicht gibt. Zumindestens nicht, wenn man von einem Punkt spricht, von dem aus man alles schnell erreichen kann.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Cosplayerin Cosplayer
Dieses Frau ist eine Promoterin in einem Manga Kaufhaus.

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Bei meinen Recherchen bin ich natürlich auch auf Akihabara gestoßen. Okay, ich gebe zu, eigentlich wurde ich auf den Stadtteil durch eine Reportage über Maid Cafés aufmerksam. In dieser wurde immer wieder ein ganz bestimmtes Restaurant gezeigt: Das “Maidreamin”. Auf meiner To-Do-Liste stand deshalb ganz oben: “Ich will ein Maid Café besuchen!” Und da ich nicht wusste, was mich überhaupt in Tokio erwartet, buchte ich eine Unterkunft ganz in der Nähe von Akihabara.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Maid an einer Kasse in einem Maidcafe
Maids in Maidcafés darf man eigentlich nur gegen Bezahlung fotografieren.

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Mein erstes Mal in Akihabara

Das Problem mit meinen To-Do-Listen ist: Was da einmal drauf steht, muss auch erledigt werden. Als ich in Tokio ankam war deshalb mein erstes Ziel – du ahnst es schon – Akihabara zu besuchen. Das gestaltete sich aber schwieriger als geplant, denn nach rund 24 Stunden ohne Schlaf nickte ich erst einmal erfolgreich in meinem Hotelzimmer weg.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Maid mit Maidkostüm in Akihabara
In Akihabara wirst du überall junge Maids auf den Straßen sehen.

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Um 17 Uhr machte ich mich dann noch im Dämmerungszustand auf den Weg zu meinem Ziel. Die zwei Stationen nach Akihabara fuhr ich mit der S-Bahn, um wieder munter zu werden. Und dann erschlug es mich förmlich. Schon im Bahnhof musste ich mich erstmal orientieren, welchen Ausgang ich hier nehmen sollte.

Überall wurde ich abgelenkt von süßen Mangamädchen auf Plakaten oder neuen Animes, die gerade angekündigt wurden. An einer Wand standen in Glasvitrinen Figuren von bekannten Animes. Ich glaube, ich brauchte rund 15 Minuten, um einen Ausgang zu finden.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Kaufhäuser für Otakus in Akihabara
Besonders bunt wird es in Akihabara, wenn es dunkel ist.

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Draußen angekommen wurde es aber nicht besser. Statt der kleinen Plakate im Bahnhof wurde ich jetzt von Riesenplakaten erschlagen. Hinzu kamen die vielen bunten Lichter, die überall blinkten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, es gibt hier keine Stelle, an der irgendetwas grau ist.

Darum musste ich mich erstmal setzen, um den Farbflash zu verarbeiten. Das Verrückte daran ist: Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, es geht nur mir so. Doch als ich mich später mit anderen darüber unterhielt, stellte sich heraus, dass sie alle dieses Erlebnis hatten.

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Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Akihabara am Abend
Seid ihr das erste Mal in Akihabara, braucht ihr euch über einen Farbflash nicht wundern.

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Akihabara, der perfekte Ort für Fans japanischer Popkultur (Otakus)

Wenn mich heute jemand fragt: “Was muss ich mir in Tokio ansehen?”, nenne ich auch immer Akihabara. Denn in Akihabara wirst du all das sehen, was du aus den Dokus kennst, die in Deutschland über Tokio gezeigt werden. In keinem anderen Stadtteil lebt der Otaku-Kult mehr als hier.

Hier wirst du alles finden, was du dir als Fan der japanischen Anime-, Manga- und Cosplayszene wünschst. Nirgendwo kannst du diesem Hobby mehr frönen als an diesem Ort. Und nirgendwo anders in Tokio wirst du mehr Geld ausgeben für Dinge, die du mit nach Hause nehmen möchtest. Das verspreche ich dir.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Cosplayperücken und Cosplaykostüme in Akihabara
Solche Angebote wie du hier auf dem Foto siehst, gibt es in vielen der Kaufhäuser in Akihabara.

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Akihabara wird dich einfangen und nicht mehr loslassen, wenn du einen Faible für die japanische Popkultur hast. Hier findest du die meisten Maid Cafés an einem Ort. Bereits auf der Straße wirst du von den Mädchen umworben, die dich von einem Besuch in ihrem Café überzeugen wollen.

Hier findest du auch das Café von AKB48, einer der bekanntesten Mädchengruppen in Japan, mit eigener Showbühne und einem speziellen AKB48 Store mit Fanartikeln. Hier wirst du auch eine große Anzahl an Tiercafés (beispielsweise mit Katzen oder Eulen) entdecken und natürlich mehrere Themencafés, wie zum Beispiel ein Final Fantasy Café.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Katzencafe mit Katze in Akihabara
Auch Katzencafes gibt es reichlich in Akihabara. Diese sind aber meistens kleiner als du dir vielleicht vorstellst.

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Dazu kommen die ganzen Kaufhäuser und Geschäfte mit unzähligen Produkten für Otakus. In diesen wirst du ganze Etagen vollgestopft mit Mangaheften finden (es gibt sogar eigene P18 Abteilungen für Mangas).

Und ja, ich war auch in einem Kaufhaus, in dem es auf einer Etage nur P18 Computerspiele gab für alle erdenklichen Fantasien. Du wirst Geschäfte nur für Cosplayer entdecken sowie Angebote, bei denen du professionell als einer deiner Lieblingscharaktere verkleidet wirst. Anschließend kannst du kostümiert durch die Straßen von Akihabara spazieren und dich bewundern lassen.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Figuren in einem Animekaufhaus
In den Anime und Manga Kaufhäusern von Akihabara gibt es alle möglichen Figuren bekannter Animes.

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Neben diesem ganzen Wahnsinn ist Akihabara auch einer der Startpunkte für das Mario GoKart Reallife Rennen. Bei diesem fährst du in einem Kostüm von deinem Lieblings-Nintendo-Charakter auf einem GoKart durch die Straßen des Stadtteils. Wenn du das noch immer nicht als verrückt genug empfindest, dann besuche doch einfach eines der Sexkaufhäuser. Spätestens an dieser Stelle wirst du kopfschüttelnd dastehen und dich fragen, ob die Japaner wirklich alle so durchgedreht sind.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Animeauto in Akihabara
An Wochenenden wirst du mit etwas Glück getunte Fahrzeuge und Motorroller in Akihabara sehen.

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Ist Japan so verrückt wie Akihabara?

Auch wenn Akihabara der wahrscheinlich verrückteste Ort in Tokio ist, ist es weder Tokio noch Japan. Die Dokus, welche hierzulande über das Land gezeigt werden, zeigen vor allem Bilder aus diesem Stadtteil. Viele Deutsche denken deswegen, überall in Japan geht es so zu wie hier.

Aber das ist nicht der Fall. Der verrückte Teil von Akihabara beschränkt sich auf nur einen kleinen Bereich. Sobald du die Hauptstraße verlässt und drei Querstraßen weiter gehst, wirst du ein ganz anderes Gesicht von Tokio kennenlernen.

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Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Straßenaufnahme von Akihabara
Die meisten Menschen, aber vor allem viele Touristen, wirst du auf der Hauptstraße in Akihabara sehen.

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Dieses ist ruhiger, gesetzter, nicht mehr so schrill und trotzdem in seiner eigenen Art wunderschön. Hier wirst du kleine Geschäfte finden, in denen nach alter Tradition Produkte hergestellt werden. Und du wirst auf jede Menge Tempel und Schreine stoßen, welche die Häuserfronten auflockern. Doch diese andere Seite von Tokio solltest du selber entdecken, wenn du irgendwann einmal nach Japan fliegst.

Akihabara in Tokio: Sehenswürdigkeiten und Things to do - Tempel in Akihabara
Etwas abseits der Hauptstraßen wirst du auch in Akihabara Tempel und Schreine finden. Hier geht es dann etwas ruhiger zu.

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Hoteltipps: Die besten Unterkünfte in Tokio

Bevor ich den Artikel abschließe, möchte ich euch noch zwei Hotels vorstellen, die ich euch in der Stadt empfehlen kann. Wichtig zu wissen: Hotelzimmer sind in Tokio extrem teuer. Es lohnt sich also, rechtzeitig zu vergleich und früh zu buchen.

Mimaru Tokyo Akasaka*

Das Mimaru Tokyo Akasaka* liegt nur 4 Gehminuten vom Bahnhof Akasaka an der Chiyoda-Linie entfernt. Die Unterkünfte bieten eine Küche für zusätzlichen Komfort, ein eigenes Bad mit Badewanne oder Dusche und kostenlose Pflegeprodukte. Die Küche ist mit einer Mikrowelle, einem Kühlschrank und einem Wasserkocher ausgestattet. Ein münzbetriebener Waschsalon steht vor Ort zur Verfügung.

Roppongi Hills erreicht ihr nach 18 Gehminuten und der Bahnhof Shibuya liegt eine 15-minütige Fahrt mit dem Zug entfernt. Den Bahnhof Shinjuku erreicht ihr nach einer 23-minütigen Fahrt mit dem Zug. Der nächstgelegene Flughafen ist der internationale Flughafen Tokio-Haneda, er liegt 13 km von der Unterkunft entfernt.

Budget-Tipp: Hotel Monterey Hanzomon*

Nur eine Gehminute vom U-Bahnhof Hanzomon und fünf Gehminuten vom Kaiserpalast entfernt, empfängt euch das Hotel Monterey Hanzomon*. Es bietet moderne Unterkünfte mit täglichem Frühstück und Zimmer mit kostenfreiem WLAN. Eine Gepäckaufbewahrung ist an der 24-Stunden-Rezeption vorhanden.

Die Zimmer im Monterey Hanzomon Hotel bieten schlichte Eleganz, warme Farben und Holzmöbel. Jedes Zimmer ist mit Kaffee- und Teezubehör sowie einem Flachbild-TV ausgestattet.

Das Hotel liegt nur 15 Gehminuten vom Yasukuni-Schrein entfernt. Zum Viertel Ginza sind es 3 km. Ein Frühstücksbuffet wird täglich im gemütlichen Speisesaal angeboten – hier gibt es regionale Spezialitäten und westliche Gerichte.

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10 häufig gestellte Fragen rund um Akihabara in Tokio

1. Wo liegt Akihabara und wofür ist der Stadtteil bekannt?
Akihabara liegt im Zentrum Tokios und ist weltbekannt als Zentrum für Anime, Manga, Gaming und Elektronik. Der Stadtteil steht wie kein anderer für Japans Popkultur und Otaku-Szene.

2. Warum wird Akihabara auch „Electric Town“ genannt?
Akihabara war ursprünglich das Zentrum für Elektronikläden in Tokio. Noch heute findet ihr hier zahlreiche Shops für Technik, Gadgets und Zubehör, auch wenn Anime- und Gaming-Stores inzwischen stark dominieren.

3. Lohnt sich Akihabara auch für Menschen ohne Anime-Interesse?
Ja, ein Besuch lohnt sich trotzdem. Die grellen Leuchtreklamen, Spielhallen und das bunte Straßenbild sind ein Erlebnis für sich. Außerdem zeigt Akihabara eine sehr spezielle, moderne Seite Tokios, die man so sonst kaum erlebt.

4. Welche Geschäfte sollte man in Akihabara gesehen haben?
Besonders bekannt sind große Anime- und Manga-Stores, Retro-Gaming-Läden, Figurenshops und mehrstöckige Arcades. Viele Besucher:innen stöbern einfach durch mehrere Gebäude und lassen sich treiben, statt gezielt einzelne Läden anzusteuern.

5. Was sind Maid Cafés und warum sind sie typisch für Akihabara?
Maid Cafés sind Themen-Cafés, in denen das Servicepersonal in verspielten Kostümen arbeitet und eine bewusst inszenierte Atmosphäre schafft. Sie gehören fest zur Otaku-Kultur und sind vor allem in Akihabara stark vertreten.

6. Wie viel Zeit sollte man für Akihabara einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen zwei bis drei Stunden. Wer intensiver shoppen, Arcades ausprobieren oder Cafés besuchen möchte, kann problemlos einen halben Tag in Akihabara verbringen.

7. Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Akihabara?
Am Nachmittag und frühen Abend ist am meisten los. Dann sind alle Geschäfte geöffnet und die Neonlichter kommen besonders gut zur Geltung. Vormittags ist es deutlich ruhiger.

8. Ist Akihabara eher tagsüber oder abends sehenswert?
Beides hat seinen Reiz, aber abends wirkt Akihabara besonders spektakulär. Die beleuchteten Fassaden, Bildschirme und Spielhallen sorgen dann für die typische Electric-Town-Atmosphäre.

9. Kann man in Akihabara gut Souvenirs kaufen?
Ja, Akihabara ist ideal für spezielle Souvenirs wie Anime-Figuren, Fanartikel, Retro-Spiele oder ungewöhnliche Gadgets. Klassische Japan-Souvenirs findet man hier allerdings weniger.

10. Für wen eignet sich ein Besuch in Akihabara besonders?
Akihabara ist perfekt für Anime- und Gaming-Fans, Technikinteressierte und alle, die Tokios schräge, laute und futuristische Seite erleben möchten. Wer Ruhe, Tradition oder Tempel sucht, ist in anderen Stadtteilen besser aufgehoben.